Unfall bei Münsingen: Hubschraubereinsatz – Fahrer versteckt sich vor der Polizei

In der Nacht von Freitag auf Samstag musste ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kommen.
Christoph Schmidt/dpa- Unfall in Münsingen: Audi Q7 verunglückt.
- 16-Jährige gibt Fahren zu, 41-Jähriger meldet sich später.
- Einsatz von Polizei, Feuerwehr mit Drohnen und Hubschrauber.
- Fahrzeug auf dem Dach, Totalschaden von 10.000 Euro.
- Fahrer alkoholisiert, Führerschein beschlagnahmt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall auf einem Verbindungsweg zwischen Dottingen und Bad Urach-Sirchingen waren in der Nacht von Freitag auf Samstag neben zahlreichen Streifenbesatzungen des Polizeipräsidiums Reutlingen auch Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und auch ein Polizeihubschrauber des Polizeipräsidiums Einsatz eingesetzt. Gegen 2.10 Uhr wurde die Polizei über einen Unfall unbekannten Ausmaßes informiert. Über ein automatisches Notrufsystem wurde zunächst die Leitstelle Reutlingen alarmiert, eine Sprachverbindung zum Fahrzeug war laut Aussagen der Feuerwehr Münsingen nicht möglich. Daher wurde eine Streifenbesatzung des Polizeireviers Münsingen zur Unfallörtlichkeit entsandt.
Fahrzeug von der Fahrbahn abgekommen
Das Unfallfahrzeug, ein Pkw Audi Q7, lag etwa 50 Meter abseits der Fahrbahn auf dem Dach in einem Gebüsch. Den Unfallspuren zu Folge war der Pkw vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf dem Verbindungsweg in Richtung Sirchingen in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn abgekommen, gegen Gehölz geprallt und auf dem Dach zur Endlage gekommen. Am Fahrzeug konnte durch die Polizei lediglich eine alkoholisierte 16-Jährige angetroffen werden, die angab, den Audi gefahren zu sein und den Unfall verursacht zu haben. Da jedoch bekannt war, dass sich zum Zeitpunkt des Unfalls mindestens eine weitere männliche Person im Fahrzeug aufgehalten hatte, wurden weitere Streifenbesatzungen zur Fahndung nach dem bis dato unbekannten Insassen herangezogen.
Weitere Person wurde gesucht
Zudem konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Person aufgrund des Unfalls gegebenenfalls schwere Verletzungen davongetragen hatte, weswegen auch ein Polizeihubschrauber zu Unterstützung angefordert wurde. Die Feuerwehr unterstützte die Suchmaßnahmen in dem weitflächigen Gebiet mit 33 Einsatzkräften und zwei Drohnen. Die augenscheinlich leicht verletzte 16-Jährige musste im weiteren Verlauf zur medizinischen Behandlung mit dem Rettungsdienst in eine Klinik gebracht werden. Aufgrund der Spurenlage erhärtete sich im Verlauf der polizeilichen Maßnahmen der Verdacht, dass sie den Audi zum Unfallzeitpunkt nicht gefahren hatte. Die umfangreichen Fahndungsmaßnahmen nach dem vermuteten männlichen Fahrer verliefen jedoch negativ. Am Samstagmorgen stellte sich der leicht verletzte 41-jährige Unfallverursacher gegen 8.45 Uhr schließlich selbst beim Polizeirevier Münsingen und räumte ein, den Audi zum Unfallzeitpunkt gelenkt zu haben.
Unfallverursacher war alkoholisiert
Da der 41-Jährige bei seinem Eintreffen auf der Dienststelle alkoholisiert war, musste er sich auf Anordnung der zuständigen in der Folge einer Blutprobe unterziehen. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. An dem Audi Q7 entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro.