Moderne Technik für die Erste Hilfe
: Defibrillator soll an der Beruflichen Schule Leben retten

Ein Defibrillator soll an der Beruflichen Schule in Münsingen künftig Leben retten. Schülerinnen engagieren sich im Sanitätsdienst und lernen auch den Umgang mit dem Hightech-Lebensretter.
Von
swp
Münsingen
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Die Schülerinnen präsentieren das zum AED gehörende Übungsgerät.⇥

Roland Dörr

Im Eingangsbereich der Beruflichen Schule Münsingen wurde ein automatisierter externer Defibrillator (AED) montiert. Durch die finanzielle Unterstützung des Fördervereins der Schule konnte das Gerät beschafft werden. Der „Defi“ ist zu den Schulöffnungszeiten für Schüler, das Lehrerkollegium und auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine Alarmsicherung soll ein unerlaubtes Entfernen des Gerätes verhindern. Eine frühzeitige Defibrillation kann bei plötzlichem Herzstillstand Leben retten. Durch den mit dem AED ausgelösten Stromstoß kann bei einem gestörten Herzrhythmus, wie etwa beim Kammerflimmern, die Überlebenschance verbessert werden. Und auch wenn bereits Laien einen Defibrillator bedienen können, ist es schön, dass es an der Beruflichen Schule Münsingen Experten in Sachen Erste-Hilfe gibt: Die 13 Schülerinnen des Schulsanitätsdienstes der Beruflichen Schule trainieren in der Regel während des Schuljahres mit ihrer betreuenden Lehrerin Friederike Federmann regelmäßig Erste-Hilfe-Maßnahmen, so auch die Wiederbelebung eines Menschen. Sie lernen theoretisch an Fallbeispielen, aber hauptsächlich praktisch durch geeignete Übungen, sich in Notfallsituationen richtig zu verhalten.

Im Dezember 2019 hatte der Schulsanitätsdienst einen Geldbetrag beim Münsinger Gemeinwohlpreis der Münsinger Alb Stiftung für die Anschaffung eines Defibrillators erhalten. Da dieses Geld nicht ausreichte, unterstütze der Förderverein der Beruflichen Schule Münsingen die Anschaffung des Defibrillators und des dazugehörigen Übungsgerätes.