Inge Tress ausgezeichnet
: Orden für Mut und Pioniergeist

27 Persönlichkeiten erhielten am Freitag den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg. Zu den Geehrten gehört auch die Bio-Pionierin Ingeborg Tress aus Ehestetten.
Von
swp
Stuttgart/Hayingen
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Ingeborg Tress bei der Verleihung des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg. Aufgenommen am 27. März 2026 in Stuttgart.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Ingeborg Tress bei der Verleihung des Verdienstordens, einer der höchsten Auszeichnungen im Land.

Staatsministerium Baden-Württemberg / Ilkay Karakurt
  • Baden-Württemberg zeichnete im Neuen Schloss 27 Persönlichkeiten mit dem Verdienstorden aus.
  • Geehrt wurde auch Ingeborg Tress aus Hayingen, Bio-Pionierin und Gastronomin.
  • Ihr Motto und Lebensweg: Mut, Pioniergeist und Einsatz für Mensch und Natur.
  • Familie Tress prägte Bio seit 1950 – heute u. a. fünf Bio-Restaurants und ein Bio-Hotel.
  • Kretschmann würdigte Engagement als Kitt der Gesellschaft; nur 1000 Lebende tragen den Orden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat am Freitag im Neuen Schloss in Stuttgart 27 Persönlichkeiten mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet – unter ihnen die Hayinger Gastronomin Ingeborg Tress.

Ingeborg Tress lebe unter dem Motto „Wer zur Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen“ und weise eine Lebensgeschichte geprägt von Mut, Pioniergeist und dem Einsatz für Mensch und Natur auf, heißt es in der Laudatio. Der Name Tress stehe seit über 75 Jahren für biologische Vielfalt, Nachhaltigkeit und eine tiefe Verbundenheit mit der Schwäbischen Alb.

Leuchtturm in der Bio-Branche

Den Grundstein des unternehmerischen Erfolgs legte ihr Schwiegervater Johannes Tress im Jahr 1950, indem er seinen Hof nach Demeter-Richtlinien zu bewirtschaften begann. Ingeborg Tress bewahrte gemeinsam mit ihrem Ehemann diese Tradition, und sie wurden in den 1980ern durch die Eröffnung des Restaurants Rose zu Pionieren der Bio-Gastronomie. Nach dem viel zu frühen Tod ihres Mannes hat Ingeborg Tress gemeinsam mit ihren Söhnen und Schwiegertöchtern das Familienunternehmen zu einem Leuchtturm der Bio-Branche ausgebaut. Fünf Bio-Restaurants, ein Bio-Hotel, zwei Event-Locations und eine eigene Bio-Manufaktur sind das Ergebnis ihres unermüdlichen Einsatzes. Bis heute leitet sie den Bio-Gasthof „Heimatküche“ und konnte durch ihr Engagement über 100 Arbeitsplätze schaffen. Ingeborg Tress sei ein Vorbild, wenn es um das Miteinander, Verantwortung und gelebte Nachhaltigkeit geht, heißt es abschließend in der Laudatio.

Mut und neue Ideen

In seiner Rede ehrte der Ministerpräsident die ausgezeichneten Bürgerinnen und Bürger: „Sie sind Menschen, die in unserer Gesellschaft herausragen, weil sie sich einsetzen, die Initiative ergreifen, Besonderes leisten im Ehrenamt oder im Beruf. Sie gehen mit neuen Ideen und Mut voran, inspirieren und motivieren andere und kümmern sich um ihre Mitmenschen. Sie sind damit Vorbilder für andere.“ Kretschmann würdigte die Bedeutung engagierter Bürgerinnen und Bürger als Kitt, der die Gesellschaft zusammenhalte: „Menschen, die ihr Können, ihre Zeit und Arbeit zum Nutzen aller investieren, die nicht nur an sich und den persönlichen Erfolg denken, sondern die für das Füreinander und das Miteinander stehen, sind eine der tragenden Säulen unseres Gemeinwesens.“

Unter den 27 Geehrten sind auch Steffi Cornelius, langjährige Leiterin des Freilichtmuseums in Beuren, sowie der schwäbische Comedian Dominik Kuhn „Dodokay“ aus Reutlingen.

Der Verdienstorden ist eine der höchsten Auszeichnungen, die das Land Baden-Württemberg zu vergeben hat. Nur 1000 lebende Persönlichkeiten dürfen ihn tragen. Im vergangenen Jahr hatte Paravan-Gründer Roland Arnold den Orden erhalten.