Führungen im Haupt- und Landgestüt Marbach: Abseits der bekannten Wege

Alte und große Bäume bieten auf dem Gestütsgelände in Marbach Schutz und Rückzugsort für Tiere.
Stephan Kube- Marbach bietet dieses Jahr drei Themenführungen abseits klassischer Pferdeführungen.
- Artenvielfalt und Naturschutz: Sonderführung am Samstag, 25. April, 10–12 Uhr.
- Bäume, Alleen und Rückepferde: Tour am Samstag, 9. Mai, 14 Uhr – mit Live-Einsatz der Pferde.
- Schmiedehandwerk: Einblicke in Hufbeschlag am 22. und 29. August, jeweils 10–12 Uhr.
- Anmeldung im Gestüt per Telefon oder E-Mail; Gebühren: 14/7 Euro, bei Rückepferden 15/7,50 Euro.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Neben den klassischen Gestütsführungen mit dem Schwerpunkt Pferd bietet das Haupt- und Landgestüt Marbach in diesem Jahr wieder exklusive Sonderführungen auf dem Gestütsgelände an. Die beliebten Themenführungen „Artenvielfalt und Naturschutz“ sowie „Bäume, Alleen und Rückepferde“ finden eine Neuauflage. Das „Schmiedehandwerk“ wird in diesem Jahr erstmals interessierten Besuchern in einer weiteren Führung an zwei Terminen im August angeboten.
Nah an der Natur
Am Samstag, 25. April, findet die Sonderführung über das Gestütsgelände zum Thema „Artenvielfalt und Naturschutz“ statt. Bei dieser Erkundungstour eröffnen sich Einblicke in die nachhaltige Bewirtschaftung der gestütseigenen Flächen und die Förderung der Biodiversität. Die Umstellung auf biologische Landwirtschaft spielt dabei eine zentrale Rolle, heißt es in einer Mitteilung des Gestüts. Besonders hervorzuheben sind der regionale Linsenanbau und die späte Mahd der Pferdeheuwiesen, die zum Erhalt wertvoller Lebensräume beitragen sollen. Auch das Projekt „Tiere der Nacht“, das Fledermäuse und andere nachtaktive Tiere in den Fokus rückt, sowie Schutzmaßnahmen für Schwalben sind Teil der Bemühungen zum Erhalt der Artenvielfalt im Gestüt. Diese Führung „verbindet Natur, Landwirtschaft und Tierschutz auf informative Weise“, verspricht der Veranstalter. Sie findet von 10 bis etwa 12 Uhr statt, Treffpunkt ist der Stutenbrunnen im Innenhof. Anmelden kann man sich bis Donnerstag, 23. April. Bei schlechtem Wetter muss die Veranstaltung ausfallen. Die Wegstrecke beträgt etwa vier Kilometer, überwiegend auf Feld- und Schotterwegen, teils mit steilen Anstiegen.

Rückepferde sind eine schonende Alternative zu schweren Maschinen.
Andrea KlemerForstwirtschaft erleben
Eine geführte Tour zum Thema „Bäume, Alleen und Rückepferde“ wird am Samstag, 9. Mai, angeboten. Auf den Flächen des Haupt- und Landgestüts Marbach finden sich über 3000 Bäume, darunter auch über 200 Jahre alte Eichen und entlang der Lauter der älteste Schwarzerlenbestand Deutschlands. Während der Führung lernen die Besucher einige der ältesten Bäume kennen, wandern durch Alleen und erfahren, wie Rückepferde eine schonende Alternative zum schweren Maschineneinsatz im Wald bieten.
Die vierbeinigen Kraftpakete werden von Hauptsattelmeisterin Karin Kollmannsberger, Thomas Schöner und ihren Kollegen vorgestellt und in unwegsamem Gelände eingesetzt, um die Bestände zu pflegen. Hier kommt es auf millimetergenaue Arbeit und großes Vertrauen zwischen Mensch und Tier an.
Treffpunkt für diese rund zweistündige Führung ist um 14 Uhr am Parkplatz Gomadinger See in Marbach. Die Anmeldung ist bis Mittwoch, 6. Mai, möglich. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung nicht statt. Die zwei Kilometer lange Strecke ist teils asphaltiert, teils führt sie querfeldein über Weiden und ist nicht kinderwagentauglich. Kinder können nur in Begleitung Erwachsener teilnehmen.

Die Esse in der Marbacher Schmiede wird angeheizt.
Christine VoshageGlühendes Eisen
Einen Einblick in das traditionelle Schmiedehandwerk im Gestüt bekommen die Besucher am 22. und 29. August. Bei den Themenführungen „Schmiedehandwerk“ können Besucher ganz nah erleben, wie ein Hufeisen geschmiedet und das Pferd anschließend beschlagen wird.
Nach einer Einführung in die Arbeit des Haupt- und Landgestüts, geht es in die Marbacher Schmiede. Hier erwarten die Besucher Geschichten über das Schmiedehandwerk, von der traditionellen Handarbeit bis zur aktuellen Ausbildung im Gestüt. Hufbeschlagschmied Kai Maisenbacher demonstriert seine Arbeit vor Ort und zeigt, wie viel Handwerkskunst und Präzision noch heute in der Kunst des Hufbeschlags liegt. Höhepunkt ist die Live-Demonstration des Hufbeschlags an einem „echten Marbacher“. Beide Führungen finden jeweils von 10 bis circa 12 Uhr statt, Treffpunkt ist der Stutenbrunnen im Innenhof. Anmeldeschluss ist jeweils spätestens am Donnerstag, 20. August, und am Donnerstag, 27. August.
Anmeldung und Gebühren
Für die Themenführungen können sich Interessierte direkt im Haupt- und Landgestüt Marbach anmelden unter der Telefonnummer (07385) 969 50 37 oder per E-Mail an info@hul.bwl.de. Die Teilnahmegebühr beträgt 14 Euro für Erwachsene und sieben Euro für Kinder, bei der Führung „Bäume, Alleen und Rückepferde“ 15 Euro für Erwachsene und 7,50 Euro für Kinder.
