Wegen Geräuschen die Feuerwehr gerufen
: Mössinger Feuerwehr rettet Rabenvogel aus einem Kaminofen

Ein Mössinger wunderte sich über Geräusche in seinem Schwedenofen, ein paar schwarze Federn schauten raus. Die Rettung war komplizierter als gedacht.
Von
Lotta Bürker
Mössingen
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Edgar Allan Poe: ARCHIV - 23.03.2017, USA, Philadelphia: Die Statue eines Raben erinnert vor dem früheren Wohnhaus des Schriftstellers Edgar Allan Poe in Philadelphia (USA) an dessen berühmtestes Gedicht "Der Rabe" - aufgenommen am 14.03.2017.  Foto\ Johannes Schmitt-Tegge/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ (zu dpa: «Vater der Horrorliteratur - Edgar Allan Poes schauriger Tod») Foto: Johannes Schmitt-Tegge/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bei Edgar Allan Poe klopft der Rabe an der Türe. Bei einem Einsatz der Mössinger Feuerwehr kam er über den Kamin ins Haus.

Johannes Schmitt-Tegge/dpa
  • Ungewöhnlicher Einsatz in Mössingen: Ein Rabenvogel steckte in einem Schwedenofen fest.
  • Am Mittwochabend (20. Mai) hörte ein Bewohner Geräusche und sah schwarze Federn im Ofen.
  • Der Vogel war über den Kamin in den Ofen geraten – ein Gitter schloss ihn über der Feuerstelle ein.
  • Zwei Einsatzkräfte zerlegten den Ofen mit Geduld und Geschick und befreiten den Vogel.
  • Nach rund eineinhalb Stunden war der Vogel frei, der Ofen wurde wieder korrekt zusammengebaut.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Mittwochabend (20. Mai) ist die Mössinger Feuerwehr zu einem eher ungewöhnlichen Einsatz ausgerückt: Gegen 21 Uhr meldete ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses merkwürdige Geräusche aus seinem Schwedenofen – dazu lugten plötzlich schwarze Federn aus dem Inneren hervor.

Der Geräuschverursacher: ein Rabenvogel, der sich vermutlich über den Kamin in das Haus verirrt hatte und schließlich im Ofen festsaß. „Das ist für uns auch nicht alltäglich“, sagt Patrick Flammer, Pressesprecher der Mössinger Feuerwehr. Problem: Der Vogel saß über der Feuerstelle fest, durch ein Gitter eingeschlossen.

Ofen musste für die Rettung auseinandergebaut werden

Für die Einsatzkräfte bedeutete das: Schrauben statt Löschen. Mit viel Geduld und handwerklichem Geschick zerlegten die zwei Feuerwehreinsatzkräfte den Schwedenofen in der Dachgeschosswohnung Stück für Stück, um an den gefiederten Kaminbesucher heranzukommen. „Wir hätten den Vogel ohne den Ofen auseinanderzubauen nicht rausbekommen“, so Flammer.

Der tierische Einsatz dauerte knapp eineinhalb Stunden: Dann konnte der lebende Vogel schließlich befreit und wieder in die Freiheit entlassen werden. Anschließend bauten die beiden Einsatzkräfte den Ofen sogar wieder ordnungsgemäß zusammen.