Öschinger Weideabtrieb: Tausende dabei: Gute Stimmung im Stall und vor der Bühne

Bühnenszene von „Dobblet gmobblet“, dem aktuellen Programm von „Hillus Herzdropfa“, mit Hillu Stoll und Franz Auber.
Sebastian Münzer, Feuerwehr Mössingen-Öschingen- Öschinger Weideabtrieb: 3000 Besucher, gute Stimmung, und viel Programm.
- Comedy-Duo Hillus Herzdropfa zog 850 Fans, Mühle-Express Konzert 1000-1100 Besucher.
- Sonntäglicher Gottesdienst mit 500 Teilnehmern, begleitet vom Posaunenchor Öschingen.
- 60 Rinder und 30 Kälber ins Winterquartier getrieben.
- Einnahmen teilen sich Feuerwehr, Hofbetreiber und CVJM-Ortsgruppe Öschingen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Veranstalter des Öschinger Weideabtriebs gründeten mit der dritten Veranstaltung dieser Art eine Tradition: Alle zwei Jahre werde sie im Wechsel mit dem Öschinger Dorffest veranstaltet (von einer Corona-Pause abgesehen) und sei diesmal sehr erfolgreich gewesen, berichtet Sebastian Münzer, Festausschuss-Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Mössingen-Öschingen. Der erstmalige Auftritt des Comedy-Duos Hillus Herzdropfa am Donnerstag war mit 850 Karten bereits früh ausverkauft, und auch der Vorverkauf für das Konzert der Balinger Party-Band Mühle-Express am Samstag sei besser gelaufen als bei Weideabtrieb eins und zwei. Münzer schätzt die Zahl der Konzertbesucher auf etwa 1000 Leute, beide Abendveranstaltungen im beheizten Festzelt sind also gut angekommen.
Am sonntäglichen Gottesdienst mit anschließenden Frühschoppen hätten rund 500 Personen teilgenommen. Musikalisch begleitet wurden diese Vormittagsveranstaltungen vom Posaunenchor Öschingen. Nachmittags spielten die Roßbergmusikanten Gönningen auf. Den Besuchern wurde ein buntes Programm geboten, unter anderem eine Vorführung historischer Maschinen, darunter natürlich Traktoren.
Wiederkäuer im Winterquartier
Währenddessen – um 11.30, 13 und 14.30 Uhr– wurden drei Herden mit insgesamt rund 60 Rindern und 30 Kälbern in die Ställe des Mitveranstalters getrieben, dem Öschbachtalhof. Die Rinder seien froh darüber, nun wieder im witterungsgeschützten Stall zu sein, beantwortet Hofbetreiber Florian Rein die Frage des TAGBLATTS nach der Stimmung im Stall.
Allein am Sonntag hätten 2500 bis 3000 Menschen die Veranstaltungen des Öschinger Weideabtriebs besucht, schätzt Münzer. Die Einnahmen kommen der Feuerwehr und dem CVJM-Ortsgruppe Öschingen zugute. Wie hoch sie diesmal ausgefallen sind und wie sie verteilt werden, stehe aber noch nicht fest.
Weideabtrieb nach Umstellung und Umzug
Der Öschbachtalhof lag ursprünglich im Teilort Öschingen. Da er dort nicht modernisiert und erweitert werden konnte, stellten die Betreiber Susanne und Hartmut Rein 2008 von Milchvieh- auf Mutterkuhhaltung um. 2015 erfolgte der Umzug in einen neu erbauten Mutterkuhstall am Ortsrand. Nach Abschluss seines Agrarstudiums 2020 stieg Sohn Florian Rein in den Betrieb ein, der dann um eine Kleinschlachterei und einen Hofladen erweitert wurde.
Erst die Umstellung auf Mutterkuhhaltung machte den Weideabtrieb möglich: Milchkühe müssen zweimal täglich gemolken und dazu von der Weide geholt werden. Von ihren Kälbern werden sie nach dem Kalben getrennt.