Neue Ausstellung in Mössingen: Ein gemixter Vierer zeigt die Vielfalt der Kunst im Gesundheitszentrum

Vier Künstler, vier Stockwerke – die neue Ausstellung der Reihe „Kunst im GZM“ mit Arbeiten von mit Arbeiten von Marlene Barth Domon, Raúl López García, Renate Stephan und Karl Striebel kann ab sofort bis November besucht werden.
Künstler- Neue Schau „Gemixter Vierer“ im Gesundheitszentrum Mössingen zeigt vier Positionen.
- Ausgestellt sind Werke von Marlene Barth Domon, Raúl López García, Renate Stephan, Karl Striebel.
- Schülerinnen der Wilhelm-Schickard-Schule wählten die Kunst und moderierten die Vernissage.
- Ziel der Reihe „Kunst im GZM“: Kunst in den Alltag bringen – Kooperation mit Artüthek und Schulen.
- Zu sehen bis Freitag, 6. November 2026, Bahnhofstraße 5; Eintritt frei, Öffnungszeiten wie angegeben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es gab mehr als vier Hauptakteure im Gesundheitszentrum Mössingen (GZM) am Donnerstagabend. „Gemixter Vierer“ – so der Titel der neuen Ausstellung der Reihe „Kunst im GZM“. Vier Stockwerke, vier Kunstschaffende. Doch nicht nur die Kreativen sorgten mit ihren beeindruckenden Werken bei der Vernissage für Aufsehen. Schülerinnen der Wilhelm-Schickard-Schule Tübingen hatten die Kunstschaffenden aus dem breiten Feld der Artüthek für die neue Ausstellung ausgewählt und interviewten die Beteiligten vor Publikum. „Da steckt auch viel Didaktik drin“, sagte Kurator Jochen Gewecke über die Zusammenarbeit mit der Jugendfirma (Jufi) der Schule. Besonders beeindruckt zeigte er sich vom Auftreten der Jugendlichen: „Die haben das so toll gemacht, das war richtig schön.“ Sogar eine englische Muttersprachlerin habe die Gespräche auf Deutsch moderiert.
Nebenwirkung laut Rexer: „Akute Erweiterung des Horizonts“
Es ist bereits die 17. Ausgabe der Reihe, die seit Herbst 2018 im Gesundheitszentrum gezeigt wird. Eigentümer des Gebäudes ist die Kreisbaugesellschaft Tübingen. Zweimal jährlich wechseln die Ausstellungen, jede zweite entsteht in Kooperation mit der Artüthek des Landkreises Tübingen (siehe Infobox).
Zur Vernissage begrüßte Judith Rexer als ehrenamtliche Stellvertreterin von Oberbürgermeister Michael Bulander die Gäste mit einer humorvollen Rede. Normalerweise betrete man das Gebäude „für ein Rezept, eine Diagnose, eine Behandlung oder zumindest einen Termin“, sagte sie. Der Abend dagegen sei „absolut zuzahlungsfrei“, habe „garantiert keine Nebenwirkungen – außer vielleicht einer akuten Erweiterung Ihres Horizonts“. Im Gesundheitszentrum gehe es diesmal „nicht um den Blutdruck, sondern um den Ausdruck“.
Die vier teilnehmenden Künstler könnten dabei unterschiedlicher kaum sein. Marlene Barth Domon arbeitet mit intensiven Farben und emotional aufgeladenen Kompositionen. Ihre oft abstrakten Werke leben von Bewegung und spontanen Kontrasten. Raúl López García beschäftigt sich mit kulturellen Verschiebungen, Transformationen und Spuren von Erinnerung. Seine Arbeiten verbinden unterschiedliche Materialien und Einflüsse. Renate Stephan experimentiert mit Naturmaterialien und Strukturen. Pflanzen, Erde und organische Formen finden sich vielfach in ihren Werken wieder. Karl Striebel wiederum setzt auf freie, expressive Malerei mit kraftvollen Farben und spontanen Gesten.
Bis November ist die Ausstellung zu sehen
Kurator Gewecke zeigte sich begeistert von der Qualität der Schau: „Da hängt richtig großartige Kunst an der Wand.“ Die Idee hinter der Reihe sei es, Kunst bewusst „in die Fläche zu bringen“ und Menschen außerhalb klassischer Galerien zu erreichen. Deshalb arbeite man regelmäßig mit Schulen und sozialen Projekten zusammen. Gewecke selbst ist inzwischen Mitglied des sechsköpfigen Beirats der Artüthek, der über Künstlerauswahl und Organisation entscheidet.
Auch Werner Walz, Co-Geschäftsführer der Kreisbaugesellschaft, hob die besondere Zusammenarbeit hervor. Hinter der Reihe stehe ein seit Jahren eingespieltes Team aus Kreisbau, Kurator, Jugendfirma, Jugendmusikschule und Künstlern. „Unser Vierer hat Bestand“, sagte Walz. Der aktuelle „gemixte Vierer“ der Ausstellung basiere auf einem bewährten „gemischten Vierer“, der die Reihe seit Jahren trage.
Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von der Jugendmusikschule Steinlach. Ein wenig jünger durften sich die Kunstfreundinnen und -freunde am Donnerstag auch fühlen. So meinte Gewecke in Anspielung auf die 17. Ausgabe der Reihe: „Du kannst nicht immer 17 sein – aber heute sind wir es alle.“
Die Ausstellung
Die Ausstellung „Gemixter Vierer“ mit Arbeiten von Marlene Barth Domon, Raúl López García, Renate Stephan und Karl Striebel ist bis Freitag, 6. November 2026, im Gesundheitszentrum Mössingen, Bahnhofstraße 5, zu sehen. Geöffnet ist montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr sowie samstags von 7 bis 16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Artüthek ist das Online-Portal des Landkreises zur Vermittlung zeitgenössischer Kunst in Kooperation mit dem Kulturnetz Tübingen (www.artüthek.de).

