Nach 32 Jahren als Bürgermeister
: Thomas Hölsch will Rathaus-Chef in Dußlingen bleiben

Dußlingens Bürgermeister ist mit vier gewonnenen Wahlen der dienstälteste Rathaus-Chef im Landkreis Tübingen. Im kommenden Jahr stellt er sich erneut zur Wahl.
Von
Benjamin Breitmaier
Dußlingen
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Das Bürgermeister-Büro in Dußlingen ist eigentlich immer mit Tageslicht geflutet. Ob Thomas Hölsch von hier aus auch nach 2027 arbeiten will, lässt er noch offen.

Das Bürgermeister-Büro in Dußlingen ist eigentlich immer mit Tageslicht geflutet. Von hier aus will er auch nach 2027 weiterarbeiten, wie er am Donnerstag erklärte.

Benjamin Breitmaier/Archiv
  • Thomas Hölsch kandidiert nächstes Jahr erneut als Bürgermeister von Dußlingen.
  • Er ist seit 1995 im Amt und strebt eine fünfte Amtszeit an – derzeit dienstältester im Kreis.
  • Begründung: Dankbarkeit, Verbundenheit, Familieneinverständnis und solide Gemeindefinanzen.
  • Genannt werden Projekte: Hindenburgplatz, Ärztehaus, Revitalisierung alter Flächen, Schulzentrum.
  • Seine aktuelle Amtszeit endet am 31. Juli 2027, weiterarbeiten will er auch danach.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Thomas Hölsch will Bürgermeister von Dußlingen bleiben. Der seit 1995 amtierende Rathauschef hat am Donnerstagabend angekündigt, sich bei der Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr erneut um das Amt zu bewerben. Damit strebt Hölsch eine fünfte Amtszeit an.

Die aktuelle Amtszeit des 63-Jährigen endet am 31. Juli 2027. Seit dem 1. August 1995 steht Hölsch an der Spitze der Gemeinde. In einer persönlichen Erklärung wandte er sich am Donnerstag an die Bürgerinnen und Bürger sowie den Gemeinderat, der am Donnerstagabend tagte, und begründete seine Entscheidung.

„Mit großer Dankbarkeit und tiefer Verbundenheit zu Dußlingen habe ich entschieden, mich im nächsten Jahr zum fünften Mal um Ihr Vertrauen zu bewerben und erneut für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren“, schreibt Hölsch. Die Entscheidung sei nach Gesprächen mit seiner Familie gefallen. Gemeinsam mit seiner Frau Andrea und seiner Tochter Adrienne habe er „im Familienrat getagt“.

In dem Schreiben betont er die Erfolge der Gemeinde mit ihren etwa 6500 Einwohnerinnen und Einwohnern. „Es kommt nicht von ungefähr, dass Dußlingen nach wie vor die einzige Gemeinde im Landkreis ist, die trotz vielfältiger Krisen einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen kann“, so der Bürgermeister. Auch der Finanzzwischenbericht 2026 stimme ihn optimistisch.

Es stünden große Projekte an, die „weiterentwickelt und abgeschlossen“ werden müssten. Der Bürgermeister nennt die Neugestaltung des Hindenburgplatzes, den „hoffentlich anstehenden“ Bau eines Ärztehauses und die „Revitalisierung der Flächen“, wo noch vor wenigen Wochen der alte Hirsch und das alte Feuerwehrhaus standen. Daneben nennt er den Bau des Schulzentrums auf dem Höhnisch und ein „weiteres Projekt“, das „möglicherweise auch dort noch in naher oder ferner Zukunft“ entstehen könnte.

Zur Person

Geboren wurde Thomas Hölsch im Jahr 1963 in Altoberndorf (Kreis Rottweil), wo er auch aufwuchs. Dem Wehrdienst folgte die Ausbildung zum gehobenen Verwaltungsdienst. Nach dem Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl trat er 1988 seine erste Stelle als Kämmerer in Dußlingen an. 1993 wechselte er zur Stadt Rosenfeld. Nach einer verlorenen Wahl in Epfendorf wurde er am 25. Juni 1995 zum Dußlinger Bürgermeister gewählt. Neben seinem Amt als Bürgermeister engagiert sich Thomas Hölsch in kommunalen Spitzenverbänden wie etwa als Vizepräsident des Gemeindetags Baden-Württemberg (Regierungsbezirk Tübingen), Mitglied des Kreistags und Sprengelvorsitzender der Bürgermeister im Kreis Tübingen.