Mössinger Schulmensen
: Bald kümmert sich die KBF um das Essen

Das Mössinger Eigengewächs setzte sich gegen einen Mitbewerber durch. Für mindestens 3 Jahre gibt es jetzt im Schulzentrum und in der Bästenhardtschule KBF-Essen.
Von
Benjamin Breitmaier
Mössingen
Jetzt in der App anhören
Schüler beim Mittagessen in der Mensa der Grundschule an der Wuhlheide. Am 04.11.2022 befasst sich der Deutsche Kongress Schulverpflegung mit Verbesserungen beim Essen in der Schule. (zu dpa "24.000 Unterschriften für Petition für kostenloses Schulessen") +++ dpa-Bildfunk +++

In Zukunft wird die KBF die Mensen in der Bästenhardtschule und im Mössinger Schulzentrum beliefern.

dpa/Jens Kalaene
  • KBF beliefert künftig die Mensen im Schulzentrum und in der Bästenhardtschule.
  • Der Gemeinderats-Ausschuss vergab den Auftrag für die kommenden drei Schuljahre.
  • KBF setzte sich gegen einen Mitbewerber durch und erreichte 597 Punkte, der zweite 420.
  • Kriterien: Preis mit 40 Prozent, Bio-Anteil 30 Prozent, Regionalnachweise 10 Prozent.
  • Service- und Anti-Verschwendungs-Konzepte zählten je 15 Prozent – Preise folgen am 20. Juli.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In den Schulmensen im Mössinger Schulzentrum sowie an der Bästenhardtschule schiebt im kommenden Schuljahr ein neuer Betreiber das Essen über die Theke. Der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Mössinger Gemeinderats hat in seiner Sitzung am Montagabend den Auftrag für die kommenden drei Schuljahre vergeben.

Der Auftrag geht an die heimische KBF gGmbH, die sich gegen einen Mitbewerber durchsetzen konnte. Das gemeinnützige Unternehmen löst damit die JAGV GmbH aus Frickenhausen ab, welche die Mensen seit dem Schuljahr 2023/24 betrieben hatte.

Nach dem Ende der Bewerbungsfrist Ende April und der Angebotsfrist im Juni lagen der Stadtverwaltung laut Vorlage zum Tagesordnungspunkt zwei wertbare Angebote vor. In der abschließenden Bewertung erreichte die KBF gGmbH mit 597 von maximal möglichen Punkten ein deutlich besseres Ergebnis als der zweite Bieter, der das Verfahren mit 420 Punkten abschloss.

Bei der Vergabe entschied nicht allein der Preis, der mit 40 Prozent in die Gewichtung einfloss. Die Stadt Mössingen legte bei den Zuschlagskriterien Wert auf Nachhaltigkeit und Qualität: So schlug der Bio-Anteil mit 30 Prozent zu Buche, während die Verwendung von Produkten mit dem Qualitätszeichen Baden-Württemberg oder vergleichbaren regionalen Nachweisen mit 10 Prozent gewichtet wurde.

Preisentscheidung am 20. Juli

Das Servicekonzept sowie ein gezieltes Konzept zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung flossen mit jeweils 15 Prozent in das Endergebnis ein. Der neue Vertrag läuft fest für die Schuljahre 2026/27, 2027/28 und 2028/29.

Welche finanziellen Auswirkungen die Neuvergabe auf die Stadt und die Familien der betroffenen Schülerinnen und Schüler haben wird, ist derzeit noch offen. Die konkreten Essensabgabepreise sowie die Höhe des kommunalen Zuschusses hängen von einem separaten Beschluss ab. Wahrscheinlich wird der Rat in seiner letzten Sitzung vor den Ferien, am 20. Juli, darüber entscheiden.