SWP+SWP+Kitagebühren steigen
: Dusslingen wird für Familien teurer

Der Gemeinderat stimmt höheren Elternbeiträgen für 2027 und 2028 ohne Gegenstimmen zu. Eine Diskussion über die zusätzliche Belastung der Familien bleibt im Rat aus.
Von
Lotta Bürker
Dusslingen
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Kita: ARCHIV - 25.10.2023, Berlin: Das Schuhregal in einer Kita. (zu dpa: «In Hessen gibt es rund 4470 Kindertageseinrichtungen») Foto: Christoph Soeder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Kinderbetreeung wird in Dußlingen zum kommenden Jahr teurer.

Christoph Soeder/dpa
  • Dußlingen erhöht Elternbeiträge für Kitas und Krippen – Beschluss ohne Gegenstimmen.
  • Anpassung jeweils zum Jahreswechsel: Erhöhungen im Januar 2027 und ein Jahr später.
  • Durchschnittlich plus 4,41 Prozent 2027, plus 4,33 Prozent 2028 wegen gestiegener Personalkosten.
  • Beispiel: Kindergarten VÖ 35 Std. steigt von 199 auf 208 Euro, später auf 216 Euro.
  • Krippe 35 Std. von 551 auf 576 Euro, 2028 auf 599 Euro; Mittagessen ab Januar teurer.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Für Familien in Dußlingen wird die Kinderbetreuung teurer. Anders als in vielen anderen Kommunen werden die Gebühren in Dußlingen traditionell zum Jahreswechsel und nicht zum Beginn des Kindergartenjahres angepasst. Im Januar 2027 steigen die Elternbeiträge für die kommunalen Kindergärten und Kinderkrippen, ein Jahr später folgt die nächste Erhöhung. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag der Verwaltung am Montagabend ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung von Susan Ghanayim (Grüne) zu. Eine Diskussion über die Mehrkosten für Eltern gab es dabei nicht.

Höhere Personalkosten

Im Durchschnitt erhöhen sich die Beiträge 2027 um 4,41 Prozent und 2028 um weitere 4,33 Prozent. Dabei orientiert sich die Gemeinde an den Empfehlungen der kommunalen und kirchlichen Spitzenverbände. Hintergrund sind die gestiegenen Kosten.

Vor allem die Tarifsteigerungen beim Personal treiben die Kosten nach oben. Lagen die Personalaufwendungen 2023 und 2024 in Dußlingen noch bei unter 2 Millionen Euro, sind 2026 über 2,5 Millionen veranschlagt. Würden die Gebühren nicht erhöht, werde die Schere zwischen Kosten und Einnahmen immer größer, erklärte Bürgermeister Thomas Hölsch. Trotz der Erhöhungen bleibt der Anteil der Elternbeiträge an den Betriebskosten nach Angaben der Verwaltung unter dem landesweit angestrebten Wert von 20 Prozent.

Konkrete Beispiele

Wie stark Eltern tatsächlich belastet werden, hängt von der Betreuungsform und der Zahl der minderjährigen Kinder im Haushalt ab. Familien mit mehreren Kindern unter 18 Jahren zahlen weniger. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Geschwister ebenfalls eine Betreuungseinrichtung besuchen. Eine zusätzliche Ermäßigung um 20 Prozent können Eltern auf Antrag erhalten, wenn sie einen Wohnberechtigungsschein vorlegen.

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Für einen Kindergartenplatz mit verlängerten Öffnungszeiten von 35 Stunden pro Woche zahlt eine Familie mit einem Kind derzeit 199 Euro monatlich. Ab Januar 2027 werden 208 Euro fällig, ein Jahr später 216 Euro.

Deutlich höher sind die Beiträge für die Kinderkrippe, in der in der Regel Kinder unter drei Jahren betreut werden. Bei einer Betreuungszeit von 35 Stunden pro Woche zahlt eine Familie mit einem Kind derzeit 551 Euro monatlich. Im kommenden Jahr steigt der Beitrag auf 576 Euro, 2028 auf 599 Euro.

Auch Mittagessen wird teurer

Derzeit kostet ein Mittagessen für die Kinder des ehemaligen Schülerhorts in der Mensa der Freien Evangelischen Realschule (FES) 4,70 Euro. Die FES erhöht den Essenspreis ab September auf 4,80. Die Erhöhung soll ab Januar eins zu eins an die Eltern im monatlichen Beitrag weitergegeben werden.