Filteranlage steht in Flammen: Großbrand in einem Betrieb in Ofterdingen

Die Feuerwehren aus Mössingen, Ofterdingen und Tübingen sind zu einem Großbrand nach Ofterdingen ausgerückt.
Benjamin Breitmaier- In Ofterdingen brennt ein Firmengebäude in der Hafnerstraße – Qualm kam aus dem Dach.
- Betroffen ist laut Leitstelle ein metallverarbeitender Betrieb mit einer Filteranlage.
- Das Feuer breitete sich in der Anlage aus, in der Öle und Fette enthalten sind.
- Feuerwehren aus Ofterdingen, Mössingen und Tübingen sind im Einsatz, teils per Drehleiter.
- Die Tübinger Wehr brachte Sonderlöschmittel mit. Der Artikel wird bei neuen Infos aktualisiert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach Auskunft des Einsatzleiters der Ofterdinger Feuerwehr, Fabian Fröhlich, ging der erste Notruf gegen 12 Uhr ein. Ein Anrufer meldete eine starke Rauchentwicklung aus einem Schornstein. Die Feuerwehr war schnell vor Ort. Das Ofterdinger Feuerwehrhaus ist quasi um die Ecke. Bei ihrem Eintreffen qualmte es auch aus dem Dach eines Gebäudes der Firma Röcker und Kohler. Das Unternehmen am nordöstlichen Ortsrand von Ofterdingen ist spezialisiert auf hochwertige Strickwaren und Textilveredelung. Sofort wurden weitere Kräfte nachalarmiert, darunter ein kompletter Löschzug. Im Einsatz sind die Wehren aus Ofterdingen, Mössingen und Tübingen.
Über der Gegend zwischen der Bundesstraße B 27 und der Steinlach liegt auch zweieinhalb Stunden später beißender Brandgeruch. Ofterdingens Bürgermeister Simon Wagner eilte bereits früh an den Brandort, um sich ein Bild der Lage zu machen.
Schwierige Löscharbeiten für die Wehr
Und die gestaltete sich für die Wehr schwierig: Im Inneren des Betriebsgebäudes brannte eine Filteranlage, die mit metallischen Filtern bestückt ist. Drumherum sammeln sich Fette und Öle. Die waren in Brand geraten, bei Temperaturen von rund 600 Grad. Als die Wehr die Klappen öffnete, schlugen ihr Flammen entgegen. Auch im Dach brannte es.
Die Feuerwehr erkundete daraufhin das Gebäude mit angelegten Atemschutzgeräten. „Aufgrund der sehr teuren Maschinen und der brennenden Fette und Öle wurde dann beschlossen, ein Fahrzeug mit Sonderlöschmitteln, also CO2 und Pulverlöschmittel anzufordern“, erläuterte Einsatzleiter Fröhlich gegenüber unserer Redaktion. Das zeigte zunächst auch Wirkung, aber die Temperaturen waren weiter so hoch, dass sich das Feuer immer wieder ausbreiten konnte.
Feuerwehrmann durch Stromschlag verletzt
Obwohl der Strom abgestellt war, erlitt ein Feuerwehrmann einen Stromschlag. „Er ist soweit fit“, so Fröhlich, „aber wird vom Rettungsdienst betreut.“ Außerdem klagten drei Mitarbeiter der Firma über Atemreizungen durch den Qualm.
Um die Gefahr weiterer Stromschläge zu verhindern, wollte die Wehr das Gebäude durch Techniker des Energieversorgers komplett stromlos schalten lassen. Da die aber zunächst nicht erreichbar waren, wurde dann doch wieder mit Wasser gelöscht, aus gehörigem Abstand.
Die Löscharbeiten dauern (Stand: 14.45 Uhr) weiter an. Wie groß der Sachschaden und was die Brandursache ist, steht bislang nicht fest.
Warn-App Nina löst aus
Wegen „Rauchentwicklung nach Großbrand“ wird die Bevölkerung in Ofterdingen aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen abzuschalten. Außerdem soll sie das betroffene Gebiet meiden und Weisungen der Einsatzkräfte befolgen. Um 13.25 Uhr gab die Tübinger Leitstelle diese Warnung über die App „Nina“ heraus.
