Internationaler Ermittlungserfolg: Polnische Polizei verhaftet Betrüger – während Schockanrufs in Mössingen

Immer wieder bringen sogenannte Schockanrufer vor allem ältere Menschen um viel Geld, indem sie sich am Telefon als Polizisten oder Staatsanwälte ausgeben.
Roland Weihrauch/dpa- Polnische Polizei stürmt Callcenter in Bydgoszcz, verhindert Betrug in Mössingen.
- Täter gaben sich als Polizisten aus, um mit Schockanrufen ältere Menschen zu täuschen.
- Zwei deutsche Verdächtige (26, 28) wurden festgenommen, Callcenter war länger im Visier.
- In zehn Fällen konnte die Übergabe von Geld oder Schmuck rechtzeitig gestoppt werden.
- Ob die Verdächtigen in Polen oder Deutschland vor Gericht kommen, ist noch unklar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das war Glück für einen Mössinger oder eine Mössingerin: Gerade lief ein sogenannter Schockanruf, bei dem Betrüger sich als Polizisten oder Staatsanwälte ausgeben, als die polnische Polizei ein betrügerisches Callcenter im 1000 Kilometer entfernten Stadt Bydgoszcz (früher Bromberg) stürmte. Damit war der Betrugsversuch beendet, bei dem die Kriminellen den überrumpelten Opfern häufig vorgaukeln, ein naher Verwandter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und nun müsste eine hohe Kaution bezahlt werden.
Denn wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mitteilt, hatte sie gemeinsam mit hessischen und polnischen Ermittlern das Callcenter bereits länger im Visier. Festgenommen wurden am vergangenen Donnerstag, 24. Juli, dann ein 26-Jähriger und ein 28-Jähriger: Die beiden deutschen Staatsangehörigen sollen Teil einer Bande sein, die in zehn Fällen Kontakt zu älteren Menschen in Deutschland aufgenommen haben sollen.
Opfer wurden rechtzeitig gewarnt
In allen Fällen konnte die Polizei die Übergabe von Schmuck oder Bargeld rechtzeitig verhindern. Das gelang auch im Mössinger Fall, so Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main: „Es kam nicht zum Schadenseintritt, weil alle sachgerecht reagiert haben.“ Ob die Männer in Deutschland oder in Polen vor Gericht kommen, steht noch nicht fest.

