Eiserne Hochzeit in Mössingen
: Seit 65 Jahren gehen Helmut und Waldtraut Linne Hand in Hand

Auf ihrem gemeinsamen Lebensweg erlebten die beiden Mössinger einige Abenteuer.
Von
swp
Mössingen
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65 Ehejahre wurden im Kreis der Familie gefeiert.

Privatfoto
  • Ehepaar Helmut und Waldtraut Linne feierte in Mössingen die Eiserne Hochzeit.
  • Die beiden heirateten 1961 in Köln und haben fünf Kinder.
  • Dankgottesdienst in Peter und Paul, danach Familienfeier mit den Kindern.
  • Ihr Leben war von Krankheiten und Reisen geprägt – teils mit dramatischen Momenten.
  • Nach Mössingen zog es sie wegen des jüngsten Sohnes in Nehren und der Enkel.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

65 Jahre gemeinsam durchs Leben zu gehen, ist ein seltenes Geschenk. Am Freitag, 22. Mai, feierte das Mössinger Ehepaar Linne das Fest der eisernen Hochzeit. Dieser besondere Tag, nachdem das Paar im Jahr 1961 in Köln geheiratet hatte, begann für die große Familie mit einem Dankgottesdienst in der Kirche Peter und Paul. Pfarrer Joachim Rieger fand ermutigende Worte für den jahrzehntelangen gemeinsamen Weg. Anschließend wurde im Kreise der fünf Kinder voller Freude gefeiert.

„Wir haben unendlich viel Grund, von Herzen Gott dankbar zu sein“, blicken Helmut und Waldtraut Linne zurück. Ihr Weg war nicht immer leicht; schon in jungen Jahren prägten schwere Krankheiten den Alltag.

Er war bei der Bundeswehr. „Als ,Mutter der Kompanie' war er der erste Ansprechpartner für alle Belange der Soldaten“, erzählt sein Sohn Michael. Waldtraut war Kinderkrankenschwester, was für die Familie nützlich war, da sie zeitweise mit fünf Kindern auf einem entlegenen Hof lebten.

Nach Mössingen zog es sie, weil der jüngste Sohn in Nehren lebte, inzwischen geheiratet hatte und die zwei kleinen Enkel gerne Opa und Oma in der Nähe hatten.

Besonders auf ihren vielen Auslandsreisen erlebte Helmut und Waldtraut Linne dramatische „Momente der Bewahrung“, wie sie berichten. So geriet ihre Fähre nach Israel einst in einen schweren Orkan. Ihr Wohnmobil im Schiffsbauch konnte in letzter Sekunde mit Eisenketten gesichert werden.

Nach einem Bombenalarm im Hafen von Haifa folgte die größte Prüfung in der Sinai-Wüste: Der damals zehnjährige Sohn erlitt einen lebensgefährlichen Blinddarmdurchbruch. In einem einfachen Wüstenstädtchen musste er sofort notoperiert werden – mitten im Eingriff fiel der Strom aus. Trotz Dunkelheit und darauffolgendem schweren Fieber konnte der Junge doch völlig genesen. „Dass er gesund wurde, ist für uns ein Wunder“, so die Eltern.

Es sind Grenzerfahrungen wie diese, die das Band zwischen den Eheleuten unzertrennlich gemacht haben. Nach 65 gemeinsamen Jahren blickt das Ehepaar Linne voller Demut auf ein erfülltes Leben zurück: „Wenn wir all unsere Geschichten aufschreiben würden, sie würden ein dickes Buch füllen.“

Nach Mössingen zog es sie, weil der Jüngste in Nehren lebte, inzwischen geheiratet hatte und die zwei kleinen Enkel gerne Opa und Oma in der Nähe hatten.