Ausstellung
: Grenzbetrachtungen im Schloss von Gomaringen

Noch bis 8. Dezember zeigt die Künstlervereinigung „Kreatives Gomaringen“ ihr vielfältiges Schaffen zum schwierigen Thema „Grenze“.
Von
Nico Nissen
Gomaringen
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„Grenzverletzung“ von Lívia Scholz-Breznay: Ein Panzer kann Grenzen von Staaten beschützen und dabei die Grenzen der Natur verletzen.

„Grenzverletzung“ von Lívia Scholz-Breznay: Ein Panzer kann Grenzen von Staaten beschützen und dabei die Grenzen der Natur verletzen.

Nico Nissen
  • Ausstellung „Grenzbetrachtungen“ im Schloss Gomaringen bis 8. Dez.
  • „Kreatives Gomaringen“ zeigt Werke zum Thema „Grenze“.
  • Bürgermeister Steffen Heß sprach zur Vernissage.
  • Martin Adler führt in die Werke ein.
  • Wenige Darstellungen von Menschen, Fokus auf Natur, Tiere, Landschaften.
  • Musikalische Unterhaltung durch das Zungenbrecher-Quartett.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit „Grenzen“ hat die Künstlervereinigung „Kreatives Gomaringen“ sich für seine Jahresausstellung im Gomaringer Schloss eines Themas angenommen, das vielfältige Betrachtungsweisen und Deutungen zulässt. In seiner Rede zur Vernissage nannte Gomaringens Bürgermeister Steffen Heß politische: Grenzen zwischen Staaten, die nicht geachtet werden, wobei er nicht ausdrücklich und ausführlich von Kriegen und illegaler Einwanderung sprach.

Die Einführung in die Werke übernahm Martin Adler, der seit 2003 in der Künstlervereinigung aktiv ist. Er wies auf unterschiedliche Arten und Dimensionen der Grenzen hin: Zum Beispiel seien es in mehreren Werken der Horizont oder das Wasser, die Grenzen markieren.

In der Tat: Man spricht von Wasserscheide, und Wasser trennt den Raum sowohl horizontal als auch vertikal – man kann nicht einfach darüber hinweg, wenn es mehr als eine Sprungweite breit ist, und unter seiner Oberfläche, die eine Grenze zwischen den Lebensräumen darstellt, offenbart sich eine andere Welt.

Menschen werden in den Werken der Künstlervereinigung verhältnismäßig wenig dargestellt. Es überwiegen Natur, Tiere und Landschaften. Die vom Bürgermeister angesprochene politische Dimension des Themas Grenze als Staatsgrenze ist nur in einzelnen Werken zu entdecken. Es fehlt die Grenzüberschreitung als sexueller oder gewalttätiger Tabubruch. Dennoch ist die Jahresausstellung der Künstlervereinigung sehenswert – Kunst muss keine Erwartungen erfüllen oder gefallen.

Für die musikalische Unterhaltung vor und zwischen den Redebeiträgen sorgte das Zungenbrecher-Quartett der Jugendmusikschule Steinlach-Wiesaz.