Abschiebung
: Petition und Kundgebung für die Mössingerin Megi P.

Fast 200 Personen fordern die Rückkehr der Bäckereifachverkäuferin in Ausbildung aus Georgien.
Von
Benjamin Breitmaier
Mössingen
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Für die Rückkehr der Mössinger Bäckereifachverkäuferin Megi P. soll am Samstag demonstriert werden. Privatbild

Nicht gesetzt

Wie Andreas Linder vom Verein „move on - menschen.rechte Tübingen“ dem TAGBLATT mitteilt, gibt es mittlerweile eine Online-Petition, in der die Rückkehr von Megi P. und ihren Kindern nach Mössingen gefordert wird. „Es sind Stand jetzt bereits 163 Unterschriften“, wie Linder am Sonntagabend schreibt.

Megi P., ihr Mann und zwei Kinder (3 und 7) wurden in den Morgenstunden des 12. Septembers von Beamten aus ihrer Mössinger Unterkunft abgeholt und innerhalb von wenigen Stunden nach Georgien abgeschoben. Trotz der Tatsache, dass Megi P. bereits im August eine Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin begonnen hatte. „In wenigen Tagen hätte sie eine Ausbildungsduldung erhalten können, doch es wurde rabiat abgeschoben“, heißt es im Petitionstext.

In der Online-Petition werden zwei zentrale Forderungen formuliert: Megi P. soll ihre Ausbildung als Bäckereifachverkäuferin in Mössingen so schnell wie möglich fortsetzen und dafür umgehend wieder einreisen dürfen.

Außerdem sollen ihre Kinder ebenfalls wieder einreisen, und ihr Sohn wieder in die Grundschule in Mössingen gehen dürfen. Dafür solle die Deutsche Botschaft für die Wiedereinreise ein beschleunigtes Visumverfahren ermöglichen.

Um die Forderungen zu unterstreichen, ruft der Freundeskreis Asyl Mössingen in Kooperation mit „move on - menschen.rechte Tübingen“ zur Teilnahme an einer Kundgebung am kommenden Samstag, 28. September, auf. Ab 11 Uhr soll auf dem Stadtplatz Mössingen (Bahnhofstraße 5, am Gesundheitszentrum) demonstriert werden.