Wirtschaft Metzingen: Frasers übernimmt die Mehrheit bei Hugo Boss

Die Frasers Group hält jetzt über die Hälfte der Anteile an Hugo Boss.
Marijan Murat/dpa- Frasers übernimmt die Mehrheit an Hugo Boss und hält jetzt 50,08 Prozent der Anteile.
- Das Unternehmen stockte für 7,6 Millionen Euro von 48,80 auf 50,08 Prozent auf.
- Frasers will Hugo Boss künftig in die eigene Bilanz einbeziehen – im Sinne der Aktionäre.
- Über verkaufte Put-Optionen hat Frasers Zugriff auf weitere 21,9 Prozent.
- Für das Paket zahlte Frasers rechnerisch 37,05 Euro je Aktie, kein Nachschlag für Aktionäre.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Die britische Textil-Holding Frasers hat die Mehrheit am schwäbischen Herrenmodekonzern Hugo Boss übernommen, berichtete das Manager Magazin am Samstag. Frasers habe ihre Beteiligung für 7,6 Millionen Euro von 48,80 auf 50,08 Prozent aufgestockt, hatte das vom Milliardär Mike Ashley (62) beherrschte Unternehmen am Freitagabend mitgeteilt.
Man werde Hugo Boss künftig in die eigene Bilanz einbeziehen. Der Schritt sei im besten Interesse der Frasers-Aktionäre, hieß es in der Mitteilung. Der Eigentümer der Modekette Debenhams und des Sportartikelhändlers Sports Direct hat über verkaufte Put-Optionen Zugriff auf weitere 21,9 Prozent an Hugo Boss. Ein Sprecher erklärte, Hugo Boss habe die Aufstockung zur Kenntnis genommen, für das Unternehmen ändere sich dadurch aber wenig.
Die Briten hatten sich mit einem Übernahmeangebot über 38 Euro je Aktie 48 Prozent an Hugo Boss gesichert, Vorstandschef Michael Murray hatte sich im September zum Aufsichtsratschef des Konzerns aus Metzingen bei Stuttgart wählen lassen.
Für das jetzt erworbene Aktienpaket hat Frasers rechnerisch 37,05 Euro je Aktie gezahlt – weniger als bei dem offiziellen Übernahmeangebot. Die Hugo-Boss-Aktionäre haben damit keinen Anspruch auf einen Nachschlag.