Verkehr in Bad Urach
: Vollsperrung der Sirchinger Steige ab Montag – bis Juni

Die Vollsperrung der Verbindungsstraßen von Bad Urach nach Sirchingen und Bleichstetten geht in die zweite Runde. Darauf müssen sich Autofahrer und ÖPNV-Nutzer einstellen.
Von
Karolin Müller
Bad Urach/St. Johann
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Noch regelt eine Ampel den Verkehr auf der Sirchinger Steige. Ab Montag ist die Straße nach Sirchingen ebenso wie die Hanner Steige nach St. Johann gesperrt.

Noch regelt eine Ampel den Verkehr auf der Sirchinger Steige. Ab Montag ist die Straße nach Sirchingen ebenso wie die Hanner Steige nach St. Johann gesperrt.

Karolin Müller
  • Sirchinger und Hanner Steige ab Montag, 23. März, wegen Hangsicherung voll gesperrt.
  • Sperrung bis Juni; Fertigstellung der Maßnahme für Juni 2026 geplant.
  • Gründe: Hangrutsch, Fahrbahnabsenkung, Schäden durch Starkregen Anfang Juni 2024.
  • Arbeiten: Bohrpfahlwand ergänzen, Leitungen, neue Fahrbahndecke, Schutzplanken; Kosten 1,62 Mio. Euro.
  • Umleitungen über B 465/Münsingen/Gächingen; Buslinie 7643 mit Ersatzfahrplan und längeren Fahrzeiten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mehr als ein Jahr – von Juni 2024 bis August 2025 – dürften die Autofahrer, die regelmäßig auf der Sirchinger und der Hanner Steige unterwegs sind, die Ampel an der Verbindungsstelle der beiden Steigen verflucht haben.

Doch zuletzt war das Lichtsignal, nachdem die L249 und die K6708 vier Monate lang gesperrt gewesen waren, eine wahre Erleichterung für Autofahrer. Ab kommendem Montag, 23. März, werden sie es wahrscheinlich sogar vermissen, hier an einer roten Ampel zu stehen. Denn für die abschließende Hangsicherung wird die Sirchinger Steige ab diesem Tag wieder voll gesperrt.

Sirchinger Steige bis Juni 2026 gesperrt

Schon jetzt deuten am Rand aufgestellte Absperrungen und Umleitungsschilder darauf hin, dass sich viele Verkehrsteilnehmer wieder auf zum Teil erhebliche Umwege einstellen müssen – und das voraussichtlich für die kommenden drei Monate. „Die Fertigstellung ist für Juni 2026 geplant“, teilt das Regierungspräsidium Tübingen in einer Pressemitteilung mit.

Grund für die notwendigen Sanierungsarbeiten ist ein Hangrutsch im Bereich des Anschlusses der Hanner Steige. Dadurch kam es am talseitigen Fahrbahnrand zu einer Fahrbahnabsenkung, die sich durch den Starkregen Anfang Juni 2024 massiv verschärfte und zu einem Abrutschen der Fahrbahn führte.

Im vergangenen Jahr wurden eine Bohrpfahlwand mit Kopfbalken und deren Rückverankerung im anstehenden Fels hergestellt sowie die Entwässerungsleitungen erneuert. „Während des nun beginnenden zweiten Bauabschnitts wird die neue Bohrpfahlwand mit einer Kappe aus Stahlbeton und einem Geländer auf dem Kopfbalken ergänzt“, so das Regierungspräsidium. Außerdem steht die Fertigstellung der Leitungen an.

Geduld gefordert

Darüber hinaus sind die Erneuerung der schadhaften Fahrbahndecke ab dem Anschluss der Hanner Steige auf einer Fläche von 3200 Quadratmetern sowie die Anpassung der Schutzplanken an den aktuellen Stand der Technik vorgesehen.

Ziel der Sanierungsmaßnahmen, die das Land Baden-Württemberg 1,62 Millionen Euro kosten, ist es, „die wichtige Verkehrsverbindung in diesem Bereich der Landesstraße dauerhaft zu sichern“. Das heißt: Die Geduld der Verkehrsteilnehmer, die durch die Baumaßnahmen an der B28 schon stark beansprucht wird, wird in den kommenden Monaten noch mehr auf die Probe gestellt. Dafür dürfte aber zumindest auf der Sirchinger und der Hanner Steige erst einmal wieder freie Fahrt möglich sein – sofern nicht neue Wetterereignisse zu weiteren Schäden führen.

Zeitaufwendige Umleitung

Die Umleitung von Bad Urach nach Sirchingen erfolgt über die B465 nach Münsingen, von dort über die K6701 von Dottingen nach Gächingen und weiter über die K6700 nach Sirchingen. „Die Gegenrichtung wird in umgekehrter Richtung geführt“, so das Regierungspräsidium. Die Umleitung von Bad Urach nach Bleichstetten erfolgt über die gleiche Strecke und dann weiter von Sirchingen über die L249 bis Upfingen, von dort über die K6709 nach Bleichstetten.

Anschlussverbindungen nicht gewährleistet

Die Umleitungsstrecke gilt auch für den Öffentlichen Personennahverkehr. „Für die Buslinie 7643 wird während der Vollsperrung ein Ersatzfahrplan eingerichtet“, heißt es in der Pressemitteilung. Der Verkehrsverbund Naldo erklärt hierzu auf seiner Homepage: „Die Busse werden in beide Fahrtrichtungen über Sirchingen – Gächingen – Dottingen – Rietheim – Seetal – Seeburg – Bad Urach umgeleitet. Die Fahrtzeiten verlängern sich entsprechend.“ Das Unternehmen teilt zudem mit, dass die Anschlüsse in Würtingen, Münsingen und Bad Urach nicht gewährleistet werden können. Bei Bedarf halten die Busse zum Ausstieg an der Ersatzhaltestelle in Gächingen. „Die beschriebenen Fahrplanänderungen sind in der EFA/naldo-App erfasst.“

Informationen zu Baustellen und Sperrungen

Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen im Land können Interessierte auf der Internetseite der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württemberg unter https://www.verkehrsinfo-bw.de/ abrufen.