Polizei nimmt Männer fest
: Zwei Barbershops in Brand gesetzt

Im Frühjahr brennt es in Eningen und Metzingen. Jetzt wurde ein Trio als vermeintliche Brandstifter verhaftet.
Von
red/miko
Eningen/Metzingen
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Friseursalon Brand

So sah der Barbershop in Metzingen am Tag nach dem Brand Anfang Mai aus. Von der Einrichtung war nicht mehr viel übrig

Evelyn Rupprecht
  • Ermittlungen wegen versuchten Mordes: Trio nach zwei Barbershop-Bränden festgenommen.
  • Taten in Eningen und Metzingen im Frühjahr – Brände am 12. März und 2. Mai.
  • In Eningen wurden zwei Hausbewohner durch Rauchgas schwer verletzt.
  • Sachschaden: etwa 50.000 Euro in Eningen, rund 200.000 Euro in Metzingen.
  • Hausdurchsuchungen am 20. Juni führten zu Festnahmen; Haftbefehle am 21. Juni.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der schweren Brandstiftung ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Reutlingen laut einer Mitteilung der Polizei gegen einen 29 Jahre alten Mann und seine beiden 26 und 18 Jahre alten mutmaßlichen Mittäter. Das Trio steht in dringendem Verdacht, am 12. März und am 2. Mai in Eningen und  Metzingen in zwei sogenannten Barbershops Brände gelegt zu haben. Alle drei Männer befinden sich zwischenzeitlich in Untersuchungshaft.

Am späten Donnerstagabend am 12. März, kurz vor Mitternacht, war die Polizei alarmiert worden, weil Zeugen einen Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Eninger Hauptstraße bemerkt hatten. Nur dem raschen Eingreifen der Polizei und Feuerwehr war es zu verdanken gewesen, dass der Brand zeitnah gelöscht und so ein Übergreifen auf das ganze Gebäude verhindert werden konnte. Von den Bewohnern, die in der Wohnung über dem Geschäft geschlafen hatten, wurden zwei Personen durch die Rauchgase so schwer verletzt, dass sie vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Vor Ort stellte sich heraus, dass offenbar die Scheibe des Geschäfts eingeschlagen und ein Brandsatz ins Innere geworfen worden war. Der entstandene Sachschaden war auf rund 50.000 Euro geschätzt worden. Die Kriminalpolizei hatte noch in der Nacht die
Ermittlungen aufgenommen.

Am frühen Samstagmorgen am 2. Mai, gegen 1.20 Uhr, war es im Fasanenweg in Metzingen zum Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus gekommen. Hausbewohner hatten den Brand in dem Friseurgeschäft zum Glück rechtzeitig entdeckt und die Einsatzkräfte alarmiert. Auch hier war es nur dem raschen Eingreifen der Feuerwehr zu verdanken, dass das Feuer nicht auf das Wohngebäude übergegriffen hatte. Die Hausbewohner hatten das Haus rechtzeitig verlassen können, sodass
niemand verletzt wurde. Der entstandene Sachschaden war auf zirka 200.000 Euro
geschätzt worden.

Nachdem sich auch hier Hinweise ergeben hatten, dass der Brand vorsätzlich gelegt worden sein könnte, wurde bei der Kriminalpolizei eine achtköpfige Ermittlungsgruppe gebildet. Im Verlauf der zeit- und arbeitsintensiven Ermittlungen ergaben sich Hinweise, dass beide Brände in Zusammenhang stehen könnten. Der geschädigte Betreiber des Salons in Eningen war vorübergehend in dem Salon in Metzingen untergekommen, um seine Tätigkeit weiterzuführen. Die
weiteren Ermittlungen führten in der Folge auf die Spur des 29-Jährigen, so wie seinen beiden mutmaßlichen Mittäter.

Verhaftungen nach Hausdurchsuchung

In der Folge konnten die Hinweise soweit verdichtet werden, dass von der Staatsanwaltschaft Tübingen richterliche Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt wurden. Am Samstagnachmittag, 20. Juni, durchsuchten die Ermittler die Wohnungen des Trios, wobei entsprechende beweiserhebliche Gegenstände aufgefunden und beschlagnahmt werden konnten. Alle drei wurden vorläufig festgenommen.

Am Sonntagmittag, 21. Juni, wurden der beschuldigte 29-jährige deutsch-syrische Staatsangehörige und die beiden 26 und 18 Jahre alten syrischen Staatsangehörigen dem Haftrichter beim Amtsgericht Tübingen vorgeführt. Dieser erließ die von der Staatsanwaltschaft Tübingen beantragten Haftbefehle und setzte sie in Vollzug. Alle drei wurden in Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.