Umbau Wasserfall- und Hochhauskreuzung
: Baubeginn im April?

Autofahrer sehen der Umgestaltung der Wasserfall- und Hochhauskreuzung zumindest mit gemischten Gefühlen entgegen. Doch um das Großprojekt rechtzeitig bis zur Gartenschau zu bewältigen, wird es in Kürze angepackt.
Von
Simon Wagner
Bad Urach
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B 28 Rodungen

Bereits Ende des Jahres 2024 wurden großflächige Bereiche entlang der B 28 gerodet. Auch das Vereinsheim des Verschönerungsvereins wird vor dem eigentlich Start der Arbeiten noch weichen müssen.

Karin Unzeitig
  • Umbau der Wasserfall- und Hochhauskreuzung beginnt wahrscheinlich im April 2025.
  • Ziel: Verbesserung des Verkehrsflusses bis zur Gartenschau 2027.
  • Umgestaltung umfasst 800 Meter der B 28, inkl. neuer Brücken und Fahrstreifen.
  • Vorarbeiten und Ausschreibungen laufen, mit Genehmigungen wird gerechnet.
  • Bürgermeister und RP Tübingen bitten um Verständnis für Einschränkungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Autofahrer aus der Kurstadt, aber auch solche, die die Stadt auf ihren täglichen Wegen durchqueren müssen, sitzen dieser Tage wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange. Die großflächigen Rodungen entlang der B 28 und weitere Vorarbeiten künden bereits seit Ende des vergangenen Jahres von einer Großbaustelle, die mit jedem Tag etwas näher rückt und die Autofahrer über eine lange Zeit wohl einige Stauminuten, aber wohl auch viele Nerven kosten wird.

Umgestaltung auf 800 Meter Länge

Die Rede ist von der Neuordnung beziehungsweise Umgestaltung der Wasserfall- und Hochhauskreuzung. Die verkehrsträchtigen Knotenpunkte der B 28, die täglich rund 30.000 Fahrzeuge passieren, sollen bis zum Beginn der Gartenschau im Jahr 2027 so umgestaltet sein, dass der Verkehr flüssig durchkommt und sich die Fahrzeugkolonnen nicht wie jetzt und jeden Tag gefühlt endlos aufstauen. Die beiden neuralgischen Punkte werden auf einer Länge von rund 800 Metern umgestaltet, mit dem Ziel, den Verkehrsfluss zu verbessern. Hierzu sollen die Einmündung der Bäderstraße verlegt, eine Fuß- und Radwegbrücke über die B 28 gebaut, zusätzliche Fahrstreifen in den Knotenpunktbereichen angelegt, eine neue Brücke im Zuge der Stuttgarter Straße über die verlegte Erms errichtet und die neue Lage der B 28 parallel zur Bahnlinie mittels einer Stützwand gesichert werden.

B 28 Bad Urach

So sollen die beiden Kreuzungen umgebaut werden. Man erhofft sich einen flüssigeren Verkehr.

RP Tübingen

Ein strammes Programm, das sich das Regierungspräsidium Tübingen (RP), als Bauherrin und Vertreterin des Landes und des Bundes, vorgenommen hat. Um alles pünktlich zur grünen Schau fertig zu bekommen, war und ist deshalb geplant, mit den Hauptbaumaßnahmen im Frühjahr, also im ersten Halbjahr 2025 zu beginnen. Und das hat ja bekanntlich mit dem ersten Januar begonnen. Wie ist der Stand der Dinge, ab wann müssen die Bad Uracher und Autofahrer in der Region zwei Jahre lang die Zähne zusammenbeißen, wie es Bad Urachs Bürgermeister Elmar Rebmann kürzlich formulierte?

Nach der europaweiten Ausschreibung der Gewerke, zwischen Mitte November und Anfang Januar, befänden sich die Angebote derzeit in der Wertungs- und Prüfungsphase des RP, so Behördensprecher Matthias Aßfalg auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE. Aber vor einer Vergabe sei, bedingt durch den Umfang der Arbeiten, die Einholung sowohl einer Zustimmung des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg als auch des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr erforderlich, teilt er weiter mit. Diese Zustimmungen seien Voraussetzung für die eigentliche Vergabe der Bauleistungen, und erst wenn diese erfolgt sei, könnten verlässliche Angaben über einen Baubeginn gemacht werden, so Aßfalg.

Bürgermeister rechnet mit Baubeginn im April

Bürgermeister Rebmann derweil ging – zumindest vergangene Woche – noch davon aus, dass nach den vorbereitenden Maßnahmen mit dem Start der eigentlichen Arbeiten im April zu rechnen ist. So jedenfalls äußerte er sich nach seiner Verpflichtung und während seiner Antrittsrede vor dem versammelten Gemeinderat. Demnach hätten die Autofahrer aus der Region noch etwas Zeit, sich mental auf die unweigerlich entstehenden Behinderungen einzustellen. Aßfalg teilt dazu ergänzend mit, dass die Bundesstraße während der Zeit der Bauarbeiten größtenteils befahrbar sein wird. „In der weit überwiegenden Zeit der Bauarbeiten wird der Verkehr auf der B 28 auf mindestens einem Fahrstreifen je Fahrtrichtung geführt“, erklärt er. Dennoch: „Weitergehende Einschränkungen in kurzen Zeitphasen werden aber nicht zu vermeiden sein.“

Die kommenden Erschwernisse gewahr, wandte sich Rebmann bereits jetzt an die Betroffenen: „Wie jede Baumaßnahme wird auch diese nicht ohne Einschränkungen und manche Unannehmlichkeiten vonstattengehen können. Dafür bitte ich alle Verkehrsteilnehmer jetzt schon um Verständnis“, so sein Aufruf. Aber er legt mit einem Ausblick nach: „Aber wir erhalten dafür zwei moderne und leistungsfähige Kreuzungen.“ Oder um es anders zu formulieren: Es muss erst schlimmer kommen, bevor es besser werden kann.