Teile von Grafenberg evakuiert: Gasleck an Überlandleitung – Gefahr ist gebannt

Die Polizei hat die Zufahrten nach Grafenberg abgeriegelt.
Thomas Kiehl- Grafenberg am Samstagnachmittag weiträumig abgesperrt wegen Gasalarm.
- Anwohner meldeten lautes Zischen; teils zuvor Knallgeräusche.
- Undichte Gasleitung bei Friedhofstraße/Kirchstraße lokalisiert.
- Evakuierung: Bewohner in Rienzbühlhalle untergebracht.
- Polizei: technischer Defekt außerhalb Wohnbebauung; keine Gefahr. Sperren bis ca. 18 Uhr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nichts ging mehr für all jene, die Samstagnachmittag, 28. Februar, nach Grafenberg fahren wollen. Alle Zufahrten in die Gemeinde waren von der Polizei abgeriegelt. Nur ortsauswärts durfte man die Gemeindegrenze passieren.
Grund war ein Gasalarm. Anwohner hatten der Polizei ungewöhnliche Geräusche gemeldet, die sich schließlich als lautes Zischen herausstellten. Manche hatten zuvor auch von Knallgeräuschen gesprochen. Verortet wurde die Quelle der Geräusche schließlich an einer offensichtlich undichten Gasleitung. Über die Nina-Warnapp wurde für den Bereich Friedhofstraße und Kirchstraße besonders gewarnt, hier mussten etliche Anwohner ihre Gebäude verlassen. Rund 50 Personen sind am Nachmittag vorübergehend in der Rienzbühlhalle betreut worden. Ein Teil der Evakuierten war auch bei Verwandten und Freunden im Ort untergekommen.
In einer ersten Reaktion hat Bürgermeister Volker Brodbeck vom Bruch einer Gasleitung unterhalb des Friedhofs gesprochen. Ein Hubschrauber kreiste über dem Ort, um entsprechende Messungen vorzunehmen. Die Leitstelle der Polizei berichtet auf Nachfrage der SWP von einem technischen Defekt an einer Leitung außerhalb der Wohnbebauung. Gefahr für die Bevölkerung bestand demnach nicht. Nachdem die Feuerwehr die Sicherungsarbeiten an der Bruchstelle abgeschlossen hatte, wurde gegen 18.40 Uhr Entwarnung gegeben. Die Menschen durften wieder in ihre Häuser zurückkehren, bei ihnen war die Freude groß, dass alles ohne Schaden und Verletzte über die Bühne gegangen ist.
Wie Augenzeugen berichten, ist der gesamte Einsatz sehr ruhig abgelaufen, Menschen, die nicht selbst in die Rietenlauhalle laufen konnten, wurden vom DRK dorthin gefahren. Das Rote Kreuz war am Samstagnachmittag mit 15 Fahrzeugen vor Ort. Im Einsatz waren neben der Feuerwehr Grafenberg auch die Wehren aus Metzingen und Dettingen sowie die Werksfeuerwehr der Firma Bosch.