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: Aquadromgelände soll Wohnmobilstellplatz werden

Lange Jahre ist nichts passiert, jetzt gibt es konkrete Pläne für das brachliegende Areal des ehemaligen Spaßbades in Bad Urach. Wie der Stand der Planungen ist und was wann entstehen könnte.
Von
Simon Wagner
Bad Urach
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Aquadromgelände

Wo aktuell noch Baumaterial gelagert wird, sollen eines Tages Wohnmobile parken können, mit Zugang in den nahen Park und mit Blick auf den Hohenurach.

Simon Wagner
  • Ehemaliges Aquadromareal in Bad Urach soll zum Wohnmobilstellplatz werden.
  • Eigentümer wollen das Gelände nach der Gartenschau betreiben – 40 bis 50 Plätze geplant.
  • Baubeginn frühestens im Januar 2028, wenn Gartenschau-Installationen zurückgebaut sind.
  • Ausstattung soll besser sein, mit Duschen; Details werden noch mit Planern besprochen.
  • Stadt ändert Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren und regelt Aufgaben per Vertrag.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Dort, wo einst Badegäste ein und aus gingen, bestimmen heute riesige Erd- und Steinhaufen die Szenerie. Nachdem das Aquadrom 2004 für immer dichtmachen musste, rückten im Oktober 2019 schließlich die Abrissbagger an und machten die Gemäuer dem Erdboden gleich. Seit inzwischen sieben Jahren hat sich auf dem brachliegenden Areal kaum etwas geändert. Zunächst gedieh dort in aller Ruhe das Unkraut, jetzt lagert dort Material, das zum gegenwärtigen Umbau des Kurparks gebraucht wird. Die Stadt hat die Fläche von den Grundstückseignern Eva-Maria Rühle und  Ullrich Villinger zu diesem Zweck temporär gepachtet. Später einmal soll hier auch das große Zelt mit rund 900 Sitzplätzen aufgebaut werden, in dem während der Gartenschau 2027 zahlreiche Veranstaltungen und Konzerte über die Bühne gehen.

Langfristige Perspektive

Eine konkrete, langfristige Perspektive für das einstige Aquadromareal, in unmittelbarer Nähe des Parks zwischen Reha-Klinik Schwäbische Alb und dem Kurzentrum gelegen, fehlte hingegen lange Zeit. Jetzt aber haben die Grundeigentümer eine solche eröffnet. Sie jedenfalls sind willens, nach dem Ende der Gartenschau das weitläufige Gelände in einen Wohnmobilstellplatz zu verwandeln und ihn auch zu betreiben. Der bisher von der Stadt betriebene, fiel ja bekanntlich den landschaftsgärtnerischen Planungen im Kontext der Gartenschau zum Opfer. Er fand im Vorderen Maisental zwar ein vorübergehendes Ausweichquartier. Eine Rückkehr an die gewohnte Stelle, etwas herangerückt an die Bundesstraße, wurde wegen des dort herrschenden Verkehrslärms aber als wenig attraktiv betrachtet und war bereits vor den Plänen von Heiner Beck, an jener Stelle einen Gastronomiepavillon im Eingangsbereich der Gartenschau zu errichten, vom Tisch.

Eine Alternative musste also her und der Blick der Landschaftsarchitekten fiel sodann auf jenes brachliegende Aquadromareal. Aber mit den städtischen Überlegungen konfrontiert, die Pacht zu verlängern, um dort einen neuen Wohnmobilstellplatz einzurichten, signalisierten die Grundstückseigner stehenden Fußes, das Vorhaben in Abstimmung mit der Stadt selbst in die Hand zu nehmen, wie Eva-Maria Rühle auf Nachfrage dieser Redaktion berichtet. Noch befänden sich die entsprechenden Pläne aber in einem sehr frühen Stadium. Stand jetzt rechnet sie damit, dass die Bauarbeiter frühestens im Januar 2028 auf das Areal gehen können, also nachdem die Installationen für die Gartenschau zurückgebaut worden sind.

Größer und besser

Auch die Ausmaße des künftigen Wohnmobilstellplatzes lässt sie derzeit noch im Ungefähren. Mit 40 bis 50 Stellplätzen könnte er gleichwohl etwas größer ausfallen als der bisherige. Auch soll er besser ausgebaut sein. Potenzielle Gäste sollen unter anderem die Möglichkeit haben, vor Ort zu duschen. Noch würden aber die Gespräche mit den Planern laufen, erklärt Rühle. Gespräche, die sie derzeit auch noch mit der Stadt führt. Denn bevor es konkret werden kann, sind erst noch formale Voraussetzungen zu schaffen.

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Einerseits geht es darum, den Bebauungsplan „Kurgebiet“ dahingehend zu ändern, dass aus dem für ein Thermalbad reservierten Sondergebiet eines für einen Wohnmobilstellplatz wird. Die Änderung soll im beschleunigten Verfahren umgesetzt werden, bei dem eine gesonderte Umweltprüfung nicht erforderlich ist. Eine artenschutzrechtliche Untersuchung hat derweil im Rahmen der Gartenschauplanung bereits stattgefunden. Andererseits beabsichtigt die Stadt, mit der Grundstückseigentümerin einen Vertrag abzuschließen, der sowohl die städtebaulichen Ziele als auch die Aufgaben- und Kostenverteilung im Rahmen des Bauleitplanverfahrens verbindlich regelt.

Nach der grundsätzlichen und einhelligen Zustimmung des Technischen Ausschusses in seiner Sitzung am Dienstag, ist es am Gemeinderat, am 3. November einen Knopf dran zu machen und damit die Bebauungsplanänderung endgültig anzustoßen.