Schmetterling des Jahres
: Die Russischen Bären fliegen auch in der Region

Der Russische Bär wurde zum Schmetterling des Jahres gewählt. Derzeit haben die Falter ihre Hauptflugzeit. So sind sie zu erkennen.
Von
Karolin Müller
Region
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Der Russische Bär ist der Schmetterling des Jahres 2025

Der Russische Bär ist der Schmetterling des Jahres 2025

Karolin Müller
  • Der Russische Bär ist der Schmetterling des Jahres 2025 – gewählt vom BUND und der Naturschutzstiftung NRW.
  • Nachtfalter mit 42–52 mm Spannweite, sichtbar von Juli bis September, liebt den Nektar von Wasserdost.
  • Auffällig: schwarze Vorderflügel mit gelbweißen Streifen, rote Hinterflügel mit schwarzen Punkten.
  • Klimakrise fördert Verbreitung: wärmeliebende Art expandiert nach Norden und in höhere Lagen.
  • In der EU streng geschützt, Raupen ernähren sich von Brombeerblättern, überwintern und entwickeln eine Generation pro Jahr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Russische Bär gehört mit einer Flügelspannweite von 42 bis 52 Millimeter durchaus zu den etwas größeren Exemplaren in der Welt der Schmetterlinge. Obwohl er zu den Nachtfaltern gehört, ist er regelmäßig auch tagsüber an Blüten anzutreffen, insbesondere jetzt, den seine Flugzeit ist von Juli bis September. Besonders gut schmeckt ihm dabei der Nektar des rotvioletten Wasserdots.

Im ruhenden Zustand ist der Russiche Bär, der seinen Namen den langen, pelzig behaarten Raupen verdankt, zwischen Blättern nicht unbedingt leicht zu entdecken. Die Vorderflügel sind schwarz mit gelbweißen Streifen, die am Flügelende ein „V“ bilden.

Bunte Unterseite und Hinterflügel

Erst wenn er die Vorderflügel spreizt, werden die hellroten, mit schwarzen Punkten versehenen Hinterflügel sichtbar – eine Art Warnkleid, das vor Fressfeinden schützt. Die Rückseite ist gelb-orange mit schwarz, rot und etwas weiß – daher der andere Name, unter dem der Bärenspinner bekannt ist: Spanische Flagge.

Der Russische Bär wurde vom BUND und der Naturschutzstiftung des BUND Nordrhein-Westfalen zum Schmetterling des Jahres 2025 gewählt. Grund für diese Entscheidung ist laut der Organisation: „Durch die höheren Temperaturen aufgrund der Klimakrise breiten sich viele wärmeliebende Schmetterlingsarten nach Norden und in höhere Lagen aus. Die Spanische Flagge verbreitet sich besonders schnell. Das haben Bürgerinnen und Bürger über Online-Plattformen dokumentiert.“

In der EU streng geschützt

In Deutschland gilt der Russische Bär nicht als besonders gefährdet und steht deshalb auch nicht auf der Roten Liste. In der Europäischen Union ist er allerdings als sogenannte prioritäre Art in der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) gelistet. Das bedeutet, Gebiete, in denen er vermehrt vorkommt, müssen als Schutzgebiete ausgewiesen werden.

Die Spanische Flagge überwintert als Raupe und entwickelt pro Jahr lediglich eine Generation. Die Nahrung der Raupen besteht aus Himbeer- und Brombeerblättern, auch einig Laubbaumarten und Taubnesseln, Fuchssches Greiskraut oder Wasserdost werden gerne gefressen. Nach mehreren Häutungen verpuppen sich die haarigen Raupen am Boden in einem Gespinst.

Wie bei vielen anderen Schmetterlingsarten und Insekten empfiehlt es sich auch zum Schutz des Russischen Bären nicht alles auf einmal abzumähen. Im Herbst ist es zudem sinnvoll, Pflanzen- und Blütenstengen stehenzulassen.