
Metzingen: Oldtimertreffen mit Unimogs als Sonderschau
Es schnauft und tuckert ordentlich, wenn hunderte Schlepper, Traktoren, Motorräder, Autos und andere Oldtimer am Samstag, 20., und Sonntag, 21. August, im Freilichtmuseum in Beuren jeweils von 9 bis 18 Uhr beim 20. Oldtimertreffen zu Gast sind. Ob Zuschauer, ob Oldtimer-Fahrer, Beifahrer, ob Fan und Liebhaber historischer Fahrzeuge, hier kommt jeder auf seine Kosten und ist willkommen. Zugelassen sind Fahrzeuge bis einschließlich Baujahr 1969 und älter. Eine Anmeldung ist 2016 für die Veteranen nicht erforderlich. Übernachten können Fahrer mit ihren Oldtimern auf dem Museumsgelände nicht. Ausführliche Informationen für Oldtimerfahrer gibt es im Internet unter www.oldtimertreffen.org.
Beim diesjährigen Oldtimertreffen im Freilichtmuseum Beuren stehen die Unimogs im Mittelpunkt. Alle ankommenden Unimogs werden zu einer Sonderschau zusammengestellt, es gibt Hintergrundinformationen und regelmäßige Vorführungen. Der Unimog gehört zur Großfamilie der Traktoren, sein Konzept hebt sich jedoch bis heute von den herkömmlichen Traktoren ab, ist er doch weit mehr als nur ein Schlepper. Das Universal-Motor-Gerät, abgekürzt Unimog, ist ein legendärer Alleskönner, nicht nur im Dienste der Landwirtschaft. Seine Wurzeln liegen in der Region. Die ersten Unimogs wurden 1946 in Schwäbisch Gmünd und anschließend in Göppingen gebaut. Als Daimler-Benz 1951 die Unimog-Sparte übernahm, wurde die Produktion von Göppingen nach Gaggenau verlagert, zugleich trat der Mercedes-Stern als Markenzeichen an die Stelle des Ochsenkopfs. In der Folgezeit fächerte sich die Unimog-Familie breit auf, Modellreihen folgten auf Modellreihen, jeweils mit zahlreichen Varianten und immer stärkeren Motoren.
Ursprünglich als Ackerschlepper gedacht, kamen die Unimogs zunehmend auch in unzähligen anderen Bereichen zum Einsatz, bei der Feuerwehr, als Kommunalfahrzeug im Winterdienst, bei der Straßenunterhaltung, beim Militär, im Transport- und Baugewerbe oder als Schienenfahrzeug im Rangierdienst.
Mit dem Regionalexpress ab Stuttgart bis Nürtingen und von dort verkehrt auch sonntags im Stunden-Takt die Tälesbahn nach Neuffen. In Neuffen gibt es Anschluss an den Bus zum Freilichtmuseum. Aus Richtung Tübingen kommend geht’s mit dem Regionalexpress bis Metzingen und von dort mit dem Bus zum Museum. Fahrplanauskünfte gibt es unter www.efa-bw.de.
Zusätzlich verkehrt am Sonntag das historische Sofazügle zwischen Nürtingen und Neuffen. Die historische Dampflok aus dem Jahr 1905 fährt zwischen 11.07 Uhr und 15.07 Uhr alle zwei Stunden durch das Neuffener Tal. In Neuffen gibt es Anschluss an den Linienbus ins Freilichtmuseum. Weitere Informationen auf der Homepage der Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen Stuttgart.
Da die Parkplätze am Freilichtmuseum erfahrungsgemäß frühzeitig belegt sein werden, bietet der Museumsträger, der Landkreis Esslingen, extra am Sonntag, 21. August, zwei kostenlose Ausweichparkplätze mit kostenlosem Buspendeldienst zum Freilichtmuseum an, einen im Tiefenbachtal (ehemaliges Bundeswehrdepot) zwischen Nürtingen und Owen-Beuren (K 1243), den zweiten in Neuffen auf dem Gelände der Firma Bielomatik. Beide Ausweichparkplätze sind ausgeschildert. Die Pendelbusse verkehren von 10.30 Uhr bis Veranstaltungsende.