Outletcity Metzingen: Döner von Foodblogger Keladam

Der Bad Uracher Ferdi Ünlü alias Keladam hat Millionen Follower in den Sozialen Medien. Am 5. Juli eröffnet er in der Outletcity einen Dönerladen.
Thomas Kiehl- Influencer Ferdi Ünlü eröffnet am 5. Juli einen Dönerladen in der Outletcity Metzingen.
- Er nutzt Black Angus-Steaks und arbeitet mit einem regionalen Bäcker zusammen.
- Ünlü lehnt Kalb- und Hackfleisch aus ethischen Gründen ab.
- Follower kennen ihn als Keladam; sein TikTok-Kanal ist der größte deutsche Foodblog.
- Döner-Preise zwischen 9 und 12 Euro; Eröffnung am 5. Juli.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ferdi Ünlü, zweieinhalb Millionen Tik-Tok-Usern als Keladam bekannt, eröffnet am 5. Juli in der Outletcity Metzingen seinen ersten Dönerladen. Nach etwa vier Jahren, während er auf seinem Kanal „Keladams Kitchen“ Rezepte aus aller Welt nachgekocht und den Followern den Mund wässrig gemacht hat, zieht es ihn mit seiner Vision ins echte Leben. Der Bad Uracher möchte Döner anbieten, die ganz nah am Original sind: „Nur besser“, das ist sein Anspruch als Koch.
Größter Tik-Tok-Foodblogger Deutschlands
Er hat taffe Jahre hinter sich. Geprägt von Rückschlägen, harter Arbeit und der Erfahrung, in einem Moment alles verlieren zu können. Denn die Branche, in der sich Influencer behaupten müssen, verhält sich zu ihnen wie das Meer zu einem Schoner. Bei günstigen Winden ist gut segeln, doch wehe ein Sturm bricht los. Bezogen auf die Dauerpräsenz in den Sozialen Medien sagt Ferdi Ünlü: „Nur ein kleiner Teil schafft es, sich über Wasser zu halten.“
Er hat es geschafft. Sein Tik-Tok-Kanal ist im Food-Bereich deutschlandweit der größte. Selbst sein früherer Manager ist berühmt, Sebastian Lege. Dieser stellt im ZDF industriell gefertigte Nahrungsmittel und deren Macher bloß und gehört zu Ferdi Ünlüs besten Freunden.
In jeder Minute der Videos von Keladam stecken acht Stunden Arbeit. Erst braucht es eine Idee mitsamt Drehbuch, die Lebensmittel müssen eingekauft werden, während des Kochens wird gefilmt und ständig aufgeräumt, danach schneidet er das Video und synchronisiert den Ton. Hochprofessionelles Handwerk, das Ferdi Ünlü als studierter Mediengestalter, mit Schwerpunkt Grafik, aus dem Effeff beherrscht.
Jetzt wechselt er die Seiten. Jedenfalls teilweise, Foodblogger wird er bleiben. Aber er steht künftig auch hinter der Theke, nicht nur vor der Kamera. In der Outletcity, mit einem eigenen Döner-Laden: „Das war immer mein Traum.“ Seit Ferdi Ünlü in Dettingen an der Erms als Kind seinem Opa im Garten half. Danach ging es immer zur Belohnung nach Metzingen. Zu Charlys Döner: „Mein Opa war Döner-Fanatiker“, vermutlich hat das den kleinen Ferdi früh geprägt, denn mit 14 Jahren hat er angefangen selbst zu kochen. Zusammen mit der Oma. Einfach zum Spaß. Später auch, weil seine Mutter ihm keine Extrawünsche zubereiten wollte, denn er wollte sich aus Diätgründen kalorienärmer ernähren: „Sie hat mir gesagt: Dann musst Du selbst kochen.“ Seitdem kocht er. Ab 5. Juli in der Outletcity.
Brot kommt von Becka-Beck
An Rabattschlachten möchte er sich nicht beteiligen. „Ein guter Döner muss zwischen neun und zwölf Euro kosten“, außer er besteht aus billigen Produkten, etwa Hackfleisch. Das lehnt er ab, ebenso Kalbfleisch, auch aus ethischen Gründen: „Ein Tier hat das Recht, ein gewisses Alter zu erreichen und bis dahin ein schönes Leben zu führen.“ Deswegen nimmt er Färsenfleisch vom Black-Angus-Rind. Diese Tiere haben zu Lebzeiten ihr Gras auf der Weide gefressen.
Gute Stücke, also marmorierte Steaks lässt er auf seine Spieße schichten, zwischen die Scheiben kommt seine geheime Würz-und-Soßen-Mischung. Fast so wichtig wie das Fleisch ist das Brot. Ein halbes Jahr hat er mit einem befreundeten Bäcker getestet und in Becka-Beck aus Römerstein einen regionalen Bäcker gefunden, der ihn künftig diesem Brot versorgt. Seine Döner kommen ohne Glutamat aus, das ersetzt er durch Zutaten, die er geheim hält, die aber für den typischen Umami-Effekt sorgen. „An meiner Gewürzmischung habe ich ein Jahr getüftelt.“ Und ganz wichtig: Bei ihm gibt es im Döner außer Fleisch nur Kraut, Salat (Romana, vermutlich auch Rucola) und Tomate. Keinen Mais, keine Gurke.
Ferdi Ünlü alias Keladam
Ferdi Ünlü ist in Wannweil aufgewachsen und hat schon als Jugendlicher gern gekocht. In seinen You-Tube-Videos zeigt er allerlei internationale Gerichte. Dem Foodblogger, der inzwischen in Bad Urach wohnt, folgen über zwei Millionen Menschen auf Tik Tok. Keladam ist türkisch und heißt Glatzkopf. Passend zu seiner nicht mehr vorhandenen Frisur hat er sich diesen Alias-Namen für seine Auftritte in den Sozialen Medien gegeben.
Kunden können unter drei Rinderdöner-Varianten wählen, die sich in der Menge des Fleisches voneinander unterscheiden. Normalesser wählen den Döner mit 160 Gramm Fleisch, es gibt aber auch 190 und 220 Gramm. Zudem gibt es drei Soßen: klassisch Joghurt, die Smoky (aus gerösteten Paprikaschoten mit etwas Butter) und eine Soße auf Majo-Basis, die für einen zweiten Döner-Spieß gedacht ist: Auf ihm steckt Hähnchenfleisch.
Mit mindestens einem Döner möchte er knapp unter zehn Euro bleiben. Um exakt kalkulieren zu können, wird das Fleisch abgewogen. Zubereitet wird übrigens alles in einer ehemaligen Metzgerei in Bad Urach. Aber die beiden Spieße drehen sich ausschließlich in der Outletcity, in der Reutlinger Straße 59: „Ich freue mich wahnsinnig darauf.“ Los geht’s am 5. Juli.

