Metzingen Open 2025: Wieso die Geschichte der Metzingen Open größer wird

Turnierdirektor Markus Gentner grinst zufrieden, denn die Metzingen Open 2025 stehen kurz bevor und die werden größer als je zuvor.
Verein- Metzingen Open 2025: ITF-Herrenturnier verdoppelt Preisgeld auf 30.000 US-Dollar.
- Neue Tribüne mit 150 zusätzlichen Plätzen und vielfältiges Rahmenprogramm geplant.
- 32 Spieler treten an, darunter internationale Top-300-Spieler und deutsche Nachwuchstalente.
- Eintritt zur Qualifikation kostenlos, Hauptturnierpreise auf der Website einsehbar.
- Highlights: Schwäbischer Abend, Schnuppertraining, Wilson Demo-Day und Patrik Kühnen als Gast.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Jedes unserer Turniere hat seine eigene Story geschrieben und in diesem Jahr wird sie halt ein wenig größer“, sagt ein schmunzelnder Markus Gentner. Der Turnierdirektor reibt sich die Oberschenkel, der Tatendrang ist sichtbar. Die Metzingen Open 2025 werden also größer? Tatsächlich verdoppelt sich das ITF-Herrenturnier, das der TC Metzingen ausrichtet, in mancher Hinsicht sogar. Auf der Pressekonferenz geben Markus Gentner und Andreas Ströbel, Pressesprecher des TCM, einen Überblick, was sich zwischen dem 21. und 27. Juli auf den heimischen Plätzen alles ereignen soll.
Preisgekrönt und erprobt
Zunächst also zur bereits erwähnten Verdopplung: Aus Sicht der antretenden Tennisspieler ist die erfreulicherweise in Sachen Preisgeld zu vermerken. Die Metzingen Open sind nun in der höchsten Kategorie der ITF angesiedelt. Das bedeutet, dass nicht wie bisher 15.000 US-Dollar, sondern 30.000 US-Dollar Preisgeld im Topf sind. „Dahinter steckt, dass die Spieler kaum davon leben konnten, wie es bisher war“, erklärt Gentner, „und die ITF hat deshalb die Preisgelder angehoben. Das ist für uns schon ein Sprung.“ Der Sieger bekommt in diesem Jahr 4.150,90 Euro, der Finalist 2.430,80 Euro.
Dass der mögliche Turniergewinn de facto lukrativer wird, wirkt sich umgehend auf die teilnehmenden Spieler aus: zum Beispiel der Bolivianer Juan Carlos Prade Angelo (Nationalranking Rang 3), der Belgier Michael Geerts (Rang 7) oder der Deutsche Rudolf Molleker (Rang 9). „Wir merken nicht nur, dass sich mehr internationale Top-300-Spieler melden. Das sind schon andere Kaliber dabei“, stellt Gentner fest, „aber es geht auch um die Nachwuchsspieler in Deutschland.“ Nach Möglichkeit höhere ITF-Kategorien anzubieten, sei ein direkter Wunsch des Deutschen Tennisbunds (DTB). Die jungen Spieler könnten ohne lange Anreisen wichtige Erfahrungen im internationalen Vergleich machen. Unter den gemeldeten Spielern seien daher auch einige Deutsche zu finden, die sich hochkämpfen wollen oder aus einer Verletzung zurückkehren und wieder den harten Wettkampf suchen. Im Vergleich zum Vorjahr gehen aber insgesamt nur noch 32 Spieler an den Start: 18 sind aufgrund ihrer Rangliste gesetzt, acht Spieler rücken aus der Quali nach, vier Wildcards werden vergeben. Zwei Plätze sind für Nachzügler.
Der abgespeckte Turnierplan ist keineswegs Zufall: „Wir fangen nun am Montag an“, sagt Andreas Ströbel, „das gibt den regionalen Teilnehmern die Möglichkeit, ihren Liga-Spieltag mitzumachen und bei uns am Montag einzusteigen. Wenn wir sonntags anfangen, würden sie die Quali verpassen.“ Doch nicht nur das, denn nebenbei können letzte Aufbau-Maßnahmen, die ins Haus stehen, vollendet werden. Vorfreudig blicken Gentner und Ströbel in die Zukunft, die gar nicht mehr so fern ist, wie beide feststellen. „Das ist sportlich echt eine Qualität, die wir auf unsere Plätze bekommen. Das ist auch für die Zuschauer attraktiv“, sagt Gentner.
Und die müssen sich weder um Plätze noch um Eintrittskarten streiten: Es gibt keinen Vorverkauf, dafür unbegrenzt Tagestickets; die Quali-Spiele sind ohne Eintritt. Die Eintrittspreise der Hauptrunde sind auf der Webseite der Metzingen Open hinterlegt. Für mehr Bequemlichkeit und „Kessel-Flair“, wie Gentner schmunzelnd erzählt, sorgt eine neue Tribüne am Centercourt. Auf ihr haben 150 sitzwillige Tennisfans Platz. Mit halbem Auge ist Andreas Ströbel zudem schon beim Wetter. Das spiele bislang mit, lädt zum Verweilen ein.
Neben den Spielen haben sich die Verantwortlichen viele Gedanken gemacht und für jeden einzelnen Tag ein Programm auf die Beine gestellt. Externe Gäste kommen am „Schwäbischen Abend“ (Donnerstag) mit der Region in Berührung, doch es gibt auch viel Party und Musik, täglich ein Gewinnspiel und vor allem auch viel Tennis zum Anfassen. Bis zu 40 Schnupperkinder dürfen beispielsweise ein Training bei Markus Gentner und seiner Schule absolvieren (Samstag), dafür wird es einen Anmeldungslink geben. Außerdem ist der dreimalige Davies-Cup-Sieger Patrik Kühnen zu Gast und spricht über seine Erfahrungen. Im Rahmen des Wilson Demo-Days können Zuschauerinnen und Zuschauer Schläger austesten und sich beraten lassen.
„Diese Pressekonferenz ist jetzt der offizielle Startschuss, jetzt geht das Kribbeln los“, sagt Ströbel. Beim TC Metzingen, der immerhin zweifach ausgezeichnet worden ist für sein Turnier, sind sie ein eingespieltes Team und dennoch „diese neue Kategorie bringt so viel Neues mit sich, dass es jetzt doch auch für uns nochmal spannender ist.“
Für Home-Office-Fans
Erstmals wird es einen Livestream für alle Spiele der Metzingen Open geben. Dieser Stream, abgefilmt mit einer Kamera pro Spiel, auf der Webseite der ITF abrufbar sein. Beim TC Metzingen ist die Hoffnung groß, dass sich dennoch wieder viele Tennisfans für das Live-Erlebnis entscheiden.

