Messe in Metzingen: Tausende bei der „autoMobil“

Bereits am Samstag war das Interesse groß. Am Sonntag war nochmal mehr los.
Thomas Kiehl- Die Automesse „autoMobil“ in der Motorworld Metzingen läuft weiter.
- Heute öffnen die Tore um 11 Uhr – Besucher erhalten erste Eindrücke.
- Mehr als 100 Fahrzeuge sind auf dem Gelände ausgestellt.
- Interessenten können ihr Wunschfahrzeug aus der Nähe betrachten.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Die Messe „autoMobil“ der Südwest Presse Neckar-Alb auf dem Areal der Motorworld Metzingen ist zu Ende. Nach zwei Tagen fällt das Fazit durchweg positiv aus. Zufriedene Aussteller, elektrisierte Besucher, von denen einige vielleicht demnächst sogar elektrifiziert sein werden.
Noch wird die Messe einige Zeit nachhallen in den Köpfen derer, die sich für einen Neuwagen interessieren. Die Fülle an Eindrücken war schlicht zu überwältigend, um nicht noch ein paar Mal darüber zu schlafen, ehe die Entscheidung fällt, welches Auto es sein soll.
Elektro oder Verbrenner: Hauptsache vier Räder
Muss es eigentlich ein Neuwagen sein? Axel Biedermann vom Metzinger Autohaus Heusel hat einige interessante Gebrauchte mitgebracht. Ja, auch einen Oldtimer, aber um den geht es nicht. Es geht um einen weißen E-Smart.
Kein Vergleich zu dem namensgleichen Fahrzeug, das in den 2000er Jahren auf den Straßen Spaß und Effizienz verkörperte, aber auf der Autobahn wirkte wie eine Cessna auf der Startbahn West in Frankfurt. Dieser neue Smart, er nennt sich „Smart#5“, ist groß und fast so geräumig wie ein Bus.
Die, die zum Probesitzen eingestiegen sind, haben jedenfalls geschwärmt. Der ist auch in einem Jahr noch so gut wie neu, aber günstiger. Und die Sorge, ein gebrauchtes E-Fahrzeug könne teurer Sondermüll sein, widerlegen inzwischen zig Gutachten und Erfahrungswerte. Akkus halten länger, als es ihnen die Fachwelt noch vor zehn Jahren attestiert hatte. Zudem stört es im Alltag kaum, sollte die Akkukapazität nach einigen Jahren nur noch etwa 80 Prozent betragen. Verbrenner schlucken im Alter schließlich auch mehr als frisch vom Laufband weg.
„Das ist schon ein Trend“, bestätigt James Mignolo, der am Stand der Mercedes-Benz-Niederlassung Reutlingen/Tübingen fast umringt wird von Interessierten. Er meint den E-Antrieb, der allein schon „wegen der aktuellen Spritpreise“ an Fahrt gewinnt. Es gibt keinen Grund, auf einen Elektro-Antrieb nur deswegen zu verzichten, weil man keine eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat. „Es gibt genügend Lademöglichkeiten“, sagt er. Notfalls per Haushaltssteckdose. Zudem, das sagen ihm junge Kunden, „macht der E-Antrieb richtig Spaß“. Und noch ein Vorteil: Dienstwagenfahrer werden bei E-Autos nicht nach der Ein-Prozent-Regel versteuert. Bei E-Autos gilt die wesentlich günstigere 0,25-Prozent-Regel.
Dass die Automobilbranche in einer Krise steckt: Nichts davon war gestern zu spüren. Natürlich sind Messen keine Verkaufsgaranten, aber gute Orte, um den Kontakt zwischen Händlern und Kunden herzustellen. „Eigentlich brauchen wir das gar nicht“, sagt Heiko Fridrich. „Wir sind bundesweit bekannt.“ Er ist Chef von Gschwind-Performance in Neuhausen (Euro-US-Cars).
Er verkauft mit seinem Team die schweren Dinger. Ram, Dodge und andere Zugpferde selbstständiger Handwerker. V-6-Reihenzylinder, V8-Motoren: „Die Leute halten uns für wahnsinnig“, sagt er, „aber nur die, die Ram nicht kennen.“
Zumindest die Benziner-Varianten fahren nämlich auch mit Gas, was die Betriebskosten drastisch reduziert. Und: Für seine Pick-ups gibt es Wohnmobil-Auflieger. Schnell umrüsten und statt den Dachstock zimmern einfach auf einen Campingplatz in Italien fahren, notfalls 1500 Kilometer ohne Nachtanken: „Das ist Freiheit pur.“
Einige Schritte entfernt freut sich Burak Kücükolu vom Autohaus Wurst in Bempflingen über das große Interesse der Leute: „Megagut, diese Messe“, sagt er, „ich freue mich schon aufs nächste Mal.“ Den Andrang verdankt er dem Angebot an E-Wagen: „Die liegen voll im Trend.“ Noch, sagt er, haben seine Marken Nissan und MG, sie kommen aus Japan und China, die Nase vorn verglichen mit deutschen Herstellern. Vor allem, wenn es um das Preis-Leistungs-Verhältnis geht. Der Preis spielt bei aller Faszination am Ende mit die größte Rolle.










































