Mehrwerttour der SÜDWEST PRESSE
: Vom Ei zum Spätzle: Blick hinter die Kulissen bei Alb-Gold

Schokonudeln, Zahn-Pasta und 16 verschiedene Spätzle-Sorten: Der Nudelhersteller Alb-Gold beeindruckt mit Produktvielfalt. 40 Zeitungsleser besuchten die gläserne Produktion.
Von
Katja Länge
Trochtelfingen
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  • Alb-Gold in Trochtelfingen produziert 153 Nudelsorten, davon 16 Spätzle-Sorten.
  • 40 Zeitungsleser besuchten die gläserne Produktion bei der Mehrwerttour.
  • Ursprung 1968 als Geflügelfarm; heute 60 Tonnen Nudeln pro Jahr.
  • Täglich 120.000 Eier im Einsatz; vegane Nudeln nutzen Hülsenfruchtsud.
  • Öffentliche Führungen: dienstags und freitags, 13.30 Uhr, Infos auf www.alb-gold.de.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

  • Unter anderem die Nudelsorten Drelli und Zöpfli bietet der Teigwarenhersteller Alb-Gold jetzt auch in vegan an.

    Unter anderem die Nudelsorten Drelli und Zöpfli bietet der Teigwarenhersteller Alb-Gold jetzt auch in vegan an.

    Alb-Gold Teigwaren
  • Mehrwerttour der Südwest Presse Neckar Alb beim Nudelhersteller Alb-Gold in Trochtelfingen

    „Herzlichen Willkommen in der wunderbaren Welt der Nudeln“ – Julia Singer heißt die Gäste der Mehrwerttour willkommen.

    Katja Länge
  • Mehrwerttour der Südwest Presse Neckar Alb beim Nudelhersteller Alb-Gold in Trochtelfingen

    In diesem Raum dreht sich alles ums Ei: Im Video sehen die Zeitungsabonnenten, wie die Eier mithilfe von Maschinen geknackt werden.

    Katja Länge
  • Mehrwerttour der Südwest Presse Neckar Alb beim Nudelhersteller Alb-Gold in Trochtelfingen

    Neben einem vielfältigen Sortiment, gibt es bei Alb-Gold auch zahlreiche Motivnudeln. „Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt“, sagt Julia Singer.

    Katja Länge
  • Mehrwerttour der Südwest Presse Neckar Alb beim Nudelhersteller Alb-Gold in Trochtelfingen

    Auf dem Besucherbalkon erspähten die Teilnehmenden, wie die Spätzlesproduktion funktioniert.

    Katja Länge
  • Mehrwerttour der Südwest Presse Neckar Alb beim Nudelhersteller Alb-Gold in Trochtelfingen

    Bio, Dinkel und Vegan – innovativ tastet sich der schwäbische Teigwarenhersteller an neue Sorten ran.

    Katja Länge
  • Mehrwerttour der Südwest Presse Neckar Alb beim Nudelhersteller Alb-Gold in Trochtelfingen

    Julia Singer erklärt, wie Spaghetti, Fusilli und Motivnudeln entstehen.

    Katja Länge
  • Mehrwerttour der Südwest Presse Neckar Alb beim Nudelhersteller Alb-Gold in Trochtelfingen

    Hartweizengrieß aus den schwäbischen Ursorten Emmer und Einkorn findet bei Alb-Gold Einsatz.

    Katja Länge
  • Bei der Mehrwerttour haben 40 Leserinnen und Leser der Südwest Press Einblicke in die Nudelproduktion von Alb-Gold erhalten.

    Bei der Mehrwerttour haben 40 Leserinnen und Leser der Südwest Presse Einblicke in die Nudelproduktion von Alb-Gold erhalten.

    Alb-Gold Teigwaren
  • Mehrwerttour der Südwest Presse Neckar Alb beim Nudelhersteller Alb-Gold in Trochtelfingen

    Auf geht die Mehrwerttour der Südwest Presse Neckar Alb beim Nudelhersteller Alb-Gold in Trochtelfingen.

    Katja Länge
  • Mehrwerttour der Südwest Presse Neckar Alb beim Nudelhersteller Alb-Gold in Trochtelfingen

    Bei Alb-Gold werden Teigwaren in drei verschiedenen Produktionsarten hergestellt.

    Katja Länge
  • Mehrwerttour der Südwest Presse Neckar Alb beim Nudelhersteller Alb-Gold in Trochtelfingen

    Spätzle wandern von der Produktion zur Trocknung. Anschließend werden sie verpackt.

    Katja Länge
  • Mehrwerttour der Südwest Presse Neckar Alb beim Nudelhersteller Alb-Gold in Trochtelfingen

    Die Mehrwerttouristen entdecken den Besuchersteg.

    Katja Länge
  • Mehrwerttour der Südwest Presse Neckar Alb beim Nudelhersteller Alb-Gold in Trochtelfingen

    Mit 153 Pastavariationen im Sortiment ist Alb-Gold Deutschlands sortenreichster Nudelhersteller.

    Katja Länge
  • Mehrwerttour der Südwest Presse Neckar Alb beim Nudelhersteller Alb-Gold in Trochtelfingen

    Neu im Sortiment: Vegane Nudeln. Statt Ei enthalten sie Sud aus Hülsenfruchtwasser. Den Geschmackstest der Teilnehmer haben sie bestanden.

    Katja Länge
  • Nach der Betriebsführung wurden die veganen Nudeln verköstigt.

    Nach der Betriebsführung wurden die veganen Nudeln verkostet und bewertet.

    Alb-Gold Teigwaren
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Kaum ein Gericht weckt solche Heimatgefühle bei Schwaben wie Linsen und Spätzle. Ob als Beilage oder als Hauptdarsteller – die goldgelben Teigwaren sind aus der regionalen Küche nicht wegzudenken. Sie sind nicht nur lecker, sondern längst schwäbisches Kulturgut: Sie erzählen von Tradition, Handwerk und Genuss.

Wie vielfältig der Klassiker sein kann, zeigt der Nudelhersteller Alb-Gold Teigwaren in Trochtelfingen. Dort entstehen 16 verschiedene Spätzle-Sorten, von Jägerspätzle über Bauernspätzle bis hin zu Linsen- und Bärlauchspätzle. Spätzle sind natürlich der Bestseller, aber die Produktpalette ist weitaus vielfältiger: Insgesamt produziert das Familienunternehmen auf der Schwäbischen Alb 153 Nudelsorten und gilt damit als Deutschlands sortenreichster Nudelhersteller. „Für jede Gelegenheit die passende Nudel“, sagt Mitarbeiterin Julia Singer.

Kennenlernen durften den Weg, den die fertige Nudel zurücklegt, 40 Leserinnen und Leser der Tageszeitungen Alb Bote, Metzinger-Uracher Volksblatt/Der Ermstalbote, Reutlinger Nachrichten, Hohenzollerische Zeitung, Südwest Presse Zollernalbkreis, Schwäbisches Tagblatt und Neckar-Chronik bei der Mehrwerttour. Diese hat in die Hallen des Nudelherstellers Alb-Gold geführt. Die Alb-Gold-Mitarbeiterinnen Julia Singer und Michelle Gallik gaben den Teilnehmenden bei den Betriebsführungen einen Einblick in die Produktion und in die Geschichte des Unternehmens.

Was steckt hinter der Mehrwerttour?

Die Mehrwerttouren der SÜDWEST PRESSE Neckar-Alb laden Abonnentinnen und Abonnenten seit 2018 zu besonderen Erlebnissen in der Region Neckar-Alb ein – von kulinarischen Schätzen über Kulturstätten bis hin zu innovativen Betrieben. Diese werden seit 2020 in Kooperation mit dem Tourismusverband Mythos Schwäbische Alb ausgewählt. Ziel ist es, Nähe zu schaffen: zur Region, zu den Menschen – und zur Zeitung.

Hühnerfarm wird zu Nudelgigant

Ursprünglich wurde das Unternehmen 1968 als Geflügelfarm gegründet. Als der Verkauf von Eiern stagnierte, startete die Nudelproduktion: Damals wurden vergleichsweise wenig Teigwaren produziert. 50 Kilogramm am Tag. Heute sind es 60 Tonnen Nudeln, sagt Singer den Teilnehmenden. Die staunten über die hohe Zahl. Und auch die Menge an Rohstoffen, die für eine solche Produktion benötigt werden, war ein spannender Anblick: Paletten voller Hühnereier stapelten sich im Vorratsraum. „Sie denken jetzt, das sind viele Eier, aber eigentlich gehen die schon bald aus“, sagt Singer. Denn die Produktion ist seit drei Uhr in der Nacht schon in vollem Gange. 120.000 Eier werden jeden Tag benötigt – das Aufschlagen übernimmt dabei logischerweise eine Maschine.

„Was passiert mit den Eierschalen?“, wollte ein Besucher wissen. „Diese Frage fällt jedes Mal“,  sagt Singer mit einem Lachen. Doch die Antwort ändere sich regelmäßig: Aktuell würden die Schalen zu einer speziellen, aber entfernten, Biogasanlage gefahren, doch es werde sich um eine bessere Lösung bemüht, so Singer. „Vorschläge seien willkommen“, fügte sie an. Bei den veganen Nudeln, die das Unternehmen neu im Sortiment hat, ersetzt der Sud von Hülsenfrüchten das Hühnerei: „Das kommt den Eigenschaften von Ei am nächsten.“ Das bestätigen auch die Reaktionen bei der Verkostung: „Man schmeckt keinen Unterschied.“

Die Diva unter den Sorten

Neben der flüssigen Komponente braucht es für den Nudelteig auch das richtige Mehl: Für die Bissfestigkeit der Nudel setzt Alb-Gold auf Hartweizengrieß. „Das ist die Diva unter den Weizen-Arten“, erklärt die Nudel-Expertin, „um zu gedeihen, braucht sie lange Trockenphasen.“ Daher werde der Bio-Rohstoff noch stellenweise aus Frankreich und Italien bezogen. „Nudeln aus Dinkel sind immer mehr am Kommen“, und auch die Alb-Ursorten Einkorn und Emmer kommen bei der Nudelfabrik zum Einsatz. „An lustigen Tagen machen wir bunte Nudeln“, scherzt Singer. Die Farbe kommt von Gemüsepulver aus Rote Bete, Spinat und Co. Dabei entstehen auch besondere Kreationen wie Schokonudeln, die nach Packungsanweisung in einem süßen Auflauf zur Geltung kommen können.

Einblick in die Welt der Nudel bei Alb-Gold

Wer Lust auf Nudeln bekommen hat und die Stationen der Produktion selbst sehen möchte, kann an öffentlichen Führungen bei Alb-Gold Teigwaren in Trochtelfingen teilnehmen. Immer dienstags und freitags, jeweils um 13.30 Uhr, starten die Betriebsführungen über den Besuchersteg. Weitere Infos sowie die Option, Online-Tickets zu kaufen, gibt es auf www.alb-gold.de.

Ampel, Posthorn und Dinos

Doch ehe die Nudeln zu Hause gekocht werden können, gehen sie bei Alb-Gold schon mal baden. Zumindest bei Spätzle ist das der Fall: Der klebrig zähe Teig der Bauern-Spätzle wird in langen Bahnen ins Kochbad gepresst. Das konnten die Besucher vom gläsernen Balkon aus beobachten. Die Teigfäden werden nach ihrem Bad zugeschnitten und anschließend abgetropft. Sechs Stunden dauert es, bis die Spätzle fertiggetrocknet sind und verpackt werden können. Bei der Herstellung wird sonst zwischen den Verfahren Pressen und Stanzen unterschieden. „Für Motivnudeln muss der Teig trocken und krümelig sein“, erklärt Singer. Der wird dann durch sogenannte Matrizen gepresst, und es entstehen Nudeln in allerlei Formen: Ampel, Posthorn, Dinos, Zähne – „Bei der Entwicklung der Motive sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt“, so Singer. Bis eine Nudel schließlich in der Packung landet, wurde sie auf ihrem Weg elf Mal kontrolliert.

Aufgetischt

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