Kälteeinbruch auf der Alb: Wasserleitung eingefroren – 100 Menschen und 600 Tiere betroffen

Im Römersteiner Ortsteil Strohweiler gab es Probleme mit der Wasserversorgung.
Hendrik Schmidt/dpa- Kälteeinbruch friert Notwasserleitung in Strohweiler ein – Versorgung bricht in der Nacht ab.
- Rund 100 Einwohner und etwa 600 Rinder waren ab etwa 2 Uhr ohne Wasser.
- Feuerwehr und Gemeinde richteten Krisenstab ein; Warnung über die Nina-App ging raus.
- Ein 35.000-Liter-Tank speiste das Netz, danach wurde die Leitung gespült.
- Die Leitung funktioniert wieder, Wasser bleibt in Bewegung; Überschuss fließt nachts in Zisternen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Kälteeinbruch in der Nacht auf Samstag, 28. März, hatte für den kleinen Römersteiner Ortsteil Strohweiler dramatische Folgen. Weil die Temperaturen auf der Vorderen Alb deutlich unter die Null-Grad-Marke sanken, ist eine oberirdisch verlaufende Notwasserleitung eingefroren. Ab etwa 2 Uhr in der Nacht waren die rund 100 Einwohner sowie rund 600 Rinder von der Wasserversorgung abgeschnitten, wie Römersteins Bürgermeisterin Anja Sauer schildert. Auch die Melkautomaten hätten ohne Wasser nicht funktioniert, „eine schwierige Situation für Mensch und Tier“.
Sauer richtete daraufhin gemeinsam mit der Feuerwehr Römerstein einen Krisenstab ein, der auch eine Warnung über die Nina-App herausgegeben hat. Über die App waren die Bürgerinnen und Bürger am Samstagmorgen aufgefordert worden, Leitungswasser abzukochen, insbesondere wenn sie es für die Essenszubereitung, zum Waschen und Zähneputzen verwenden wollen.
Wassertank vor Ort
Der Feuerwehr sei es gelungen, noch am Samstagvormittag eine Notversorgung für die Haushalte in Strohweiler aufzubauen, erklärt Sauer. Über einen 35.000 Liter fassenden Tank, der von einer Grabenstetter Spedition zur Verfügung gestellt wurde, sei Wasser ins Leitungssystem eingespeist und damit die Versorgung von Mensch und Tier gesichert worden. Anschließend sei die eingefrorene Leitung gespült worden, inzwischen funktioniere diese wieder. Um zu verhindern, dass sie erneut einfriere, werde das Wasser bis zum Beginn der neuen Woche in Bewegung gehalten. Das nicht benötigte Wasser werde nachts in Zisternen aufgefangen.
