Jahreswechsel
: Silvester: Für Tiere der reine Stress

Tierhomöopath Dirk Schilling gibt Tipps, falls die Knallerei trotz des Lockdowns zu laut wird.
Von
swp
Dettingen
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Ohren zu und durch: Das ist die Devise für diesen Hund an Silvester.⇥

⇥Foto: Archiv

„Der Jahreswechsel ist für unsere Vierbeiner keine Zeit der Freude, sondern eine Zeit mit großem Stressfaktor. Vor der Knallerei haben unsere Tiere große Angst, denn sie nehmen alles viel intensiver wahr als wir. Wir können es daran erkennen, dass unsere Tiere hecheln, schwitzen, erbrechen, manchmal kann es sogar bis zu epileptische Anfälle gehen“, sagt Dirk Schilling vom  Tierhomöopathischen Notdienst. Er befürchtet, dass es an Silvester trotz Ausgangsbeschränkungen und des Lockdowns laut werden könnte.

„Wir unterscheiden zwischen akutem und chronischem Stress. Bitte bedenken Sie, wenn Ihr Tier bei Ihnen in der Umgebung, aus welchem Grund auch immer, noch nicht angekommen ist, steht es permanent unter Stress (chronisch) und ist so noch empfänglicher für akuten Stress (Knallerei)“, sagt der Dettinger.

  Für die Tiere sei Silvester auch so schrecklich, weil sie viel besser hören als die Menschen, deshalb sei es wichtig, dass sie sich an einen dunklen, ruhigen Raum zurückziehen können. „Behalten Sie, wenn möglich, Ihren normalen Tagesrhythmus bei, ob bei der Fütterung oder beim Gassigehen. Vielleicht gehen Sie nochmals zu einer Zeit, zu der noch nicht geknallt wird, Ihre Runde. Bitte bedenken Sie, Ihre Tiere haben für so etwas sehr sensible Antennen. Wenn Sie Ihr Tier trösten, kann das noch als Verstärkung oder als Lob angesehen werden“, erklärt Schilling.

  Was für Hunde und Katzen gelte, gelte natürlich auch für Vögel und Kleintiere, die zum Teil noch anfälliger als Hunde und Katzen seien, da sie einen kleineren Organismus und dadurch eine höhere Herzfrequenz haben.

Schilling hat noch einige Tipps parat:  Nur an der Leine Gassi gehen, Freigänger und Hunde ins Haus oder die  Wohnung nehmen und einen ruhigen Rückzugsort schaffen, Fenster und Türen geschlossen halten, Vorhänge zuziehen und Rollladen herunter lassen, Foliere oder Käfig mit Tüchern abdecken, das dämpft den Lärm, bei Vögeln bitte nicht abdunkeln, denn sie sehen bei Nacht nichts und geraten so schneller in Panik.