Innenstadt und Outletcity Metzingen
: Fahrzeugsperren sollen Fußgängerzonen sicherer machen

An sechs Standorten werden feste und versenkbare Poller aufgebaut, um Passanten zu schützen und den Aktionsplan Mobilität umzusetzen. Die ersten vier Anlagen kommen in diesem und dem nächsten Jahr.
Von
Evelyn Rupprecht
Metzingen
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Verkaufsoffener Sonntag Metzingen Outletcity

Unzählige Outletkunden sind Tag für Tag im Bereich Lindenplatz/Reutlinger Straße unterwegs. Deshalb werden hier gleich mehrere Fahrzeugsperren angebracht.

Thomas Kiehl
  • Metzingen plant weitere Fahrzeugsperren in Zentrum und Outletcity, um Fußgänger zu schützen.
  • Der Gemeinderat stimmte sechs Standorten zu, die ersten vier Anlagen kommen dieses und nächstes Jahr.
  • Bewährtes System: feste und versenkbare Poller mit Zeitsteuerung für Anlieferverkehr von 6 bis 10 Uhr.
  • Geplante Orte sind Reutlinger Straße, Lindenplatz und Kelternplatz; „Beim Rathaus“ folgt Anfang 2027.
  • Anlieger und Rettungsdienste können via Telefon passieren – Klassifizierung bietet hohen Aufprallschutz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Autofahrer, die durchdrehen und schlimmstenfalls mit ihrem Gefährt auf Menschen zurasen, sind ein Horrorszenario. Landauf, landab werden deshalb inzwischen in den Innenstädten Terrorsperren aufgebaut, um für mehr Sicherheit zu sorgen. In Metzingen gibt es in der Fußgängerzone Stuttgarter Straße bereits eine Durchfahrtsperre. Weitere Poller-Anlagen sollen an sechs Standorten im Zentrum und in der Outletcity in diesem und den nächsten drei Jahren folgen. Den Antrag der Verwaltung dazu hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung genehmigt. Wobei es dabei nicht „nur“ darum geht, dass „Kommunen angehalten sind, stark frequentierte Fußgängerverkehrsräume gegen unbefugte Fahrzeugüberfahrten zu sichern“, wie es in der Verwaltungsvorlage heißt. Es ist auch vorgesehen, den Aktionsplan Mobilität, Klima und Lärmschutz weiterzuentwickeln und dabei die Zufahrten zu den Fußgängerbereichen zeitlich zu begrenzen.

Anlieger und Rettungsdienste können durchfahren

Drei Säulen aus glänzendem Stahl mit leuchtend roten Ringen on top: Sie sind nicht zu übersehen, und es ist kein Vorbeikommen an ihnen. Zumindest für Autos und alle größeren Fahrzeuge. Die Menschen, die auf der anderen Seite der Sperren in den Außenbereichen der Restaurants sitzen, können sich sicher fühlen, genauso wie all jene, die hier bei Veranstaltungen in Massen übers Pflaster schlendern: Schon 2025 wurde die erste Durchfahrtsperre in der Fußgängerzone Stuttgarter Straße gebaut. Es handelt sich dabei um zwei feste und einen versenkbaren Poller mit einer hohen Klassifizierung, was den Aufprallschutz angeht. Der bewegliche Poller ist druckluftgesteuert und senkt sich täglich automatisch von 6 bis 10 Uhr für den Anlieferverkehr ab. Wobei die Anlieger, aber auch die Rettungsdienste trotzdem die Chance haben, in die Straße einzufahren – was mittels Telefon und dank speziell hinterlegten Nummern möglich ist.

Poller Fußgängerzone

Schon seit 2025 stehen die Poller am Eingang zur Fußgängerzone Stuttgarter Straße.

Evelyn Rupprecht

Das System hat sich laut Stadtverwaltung bewährt, weshalb die Poller, die einen Durchmesser von 30 Zentimetern und eine Höhe von 80 Zentimetern haben, jetzt mit derselben Steuerung auch an anderen Standorten im Zentrum aufgestellt werden sollen. Allesamt kommen sie an strategisch wichtige Stellen, die die Stadt in Abstimmung mit der Polizei und der Feuerwehr ausgewählt hat. 190.000 Euro wird die Stadt Metzingen für die ersten vier Anlagen ausgeben, weil es eben nicht nur die Säulen selbst sind, die aufgebaut werden, sondern auch Schaltschränke dazugehören.

Doch eher ein zusätzliches Pflanzquartier?

Vier Poller, die im Abstand von maximal 1,5 Metern voneinander stehen sollen, werden an der Reutlinger Straße zwischen den Gebäuden 38 und 53/1 ihren Platz finden. In etwa dort, wo die Wilhelmstraße endet und die Freie evangelische Brüderversammlung gegenüber ihr Domizil hat, sollen die Säulen auf Höhe des bestehenden Baumbeetes angebracht werden. Eine der Sperren wird, damit die Feuerwehr nicht an der Durchfahrt gehindert wird, absenkbar sein. Derzeit, so die Stadt, prüfe die Outletcity noch, ob anstelle der Poller ein zusätzliches Pflanzquartier aufgebaut werden kann.

Der zweite geplante Standort für die Sperren ist praktisch „gleich um die Ecke“ am Lindenplatz. Auf der nördlichen Seite des Areals auf Höhe der Baumquartiere wäre eine feste Absperrung gut fünf Meter vom Fahrbahnrand entfernt möglich. Drei feste Poller und eine verankerte Sitzbank könnten zwischen der westlichen Pflanzanlage und dem Gebäude mit der Hausnummer drei entstehen, vier feste und ein versenkbarer Poller sollen zwischen den beiden Baumquartieren dafür sorgen, dass keine Fahrzeuge auf den Platz, auf dem regelmäßig extrem viele Outletkunden unterwegs sind, einfahren können.

Kein Hindernis für die Marktbeschicker

Der dritte Standort wird mit sieben Sicherheitssäulen, von denen zwei absenkbar sind, ausgestattet. Weil sie auf Höhe der Schönbeinstraße an den Kelternplatz mit seinen historischen Gebäuden kommen, werden sie in einem Altstadt-Design bestellt. Die Säulen zwischen Ochsen- und Kalebskelter werden so aufgestellt, dass sie die Marktleute nicht behindern, wenn sie ihre Stände aufbauen. Außerdem sollen die Absperrungen auch am westlichen Teil des Rathauses für Sicherheit sorgen. Zwei feste und ein versenkbarer Poller werden in der Nähe des Treppenaufgangs der Rathaustiefgarage angebracht. Außerdem will die Stadt noch ein zusätzliches Baumquartier in dem Bereich anlegen. Die Stellen fünf und sechs, an denen Säulen geplant sind, liegen beide in der Fußgängerzone. Ein Standort ist beim Rathaus auf Höhe der Tourist Info und einer in der Kronenstraße.

Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung ging es erst mal um die Zustimmung zu den Anlagen an der Reutlinger Straße, am Lindenplatz und am Kelternplatz gegenüber der Schönbeinstraße, die schon 2026 realisiert werden können. Der Standort „Beim Rathaus“ soll Anfang 2027 folgen.