Humanoide Roboter aus Metzingen: Technologische Revolution im Sinn

Peter Svejkovsky (links) und David Reger unterzeichnen die Partnerschaftsvereinbarung.
Neura Robotics- Bosch Robotics und Neura Robotics starten strategische Partnerschaft für humanoide Robotik.
- Ziel: Skalierung von Physical AI und humanoider Robotik aus Deutschland.
- Bosch liefert Fertigungs-Knowhow, Neura bringt Innovationsgeschwindigkeit ein.
- Gemeinsame Sammlung physischer Trainingsdaten in Bosch-Werken.
- Neura will Europa zur Spitzenposition in humanoider Robotik führen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wie das Metzinger Unternehmen Neura Robotics am Mittwoch bekannt gegeben hat, geht der Spezialist für humanoide Robotik und Physical AI zusammen mit der Robert Bosch Robotics GmbH, eine Tochtergesellschaft der Robert Bosch GmbH, eine strategische Technologie- und Entwicklungspartnerschaft ein.
Ziel ist es, aus Deutschland heraus die industrielle Skalierung von humanoider Robotik und Physical AI gemeinsam voranzutreiben, wie das Unternehmen weiter mitteilt. Mit dieser strategischen Partnerschaft verbinde sich die Innovationsgeschwindigkeit und Plattformtechnologie eines europäischen Scale-ups mit der Innovationskraft und Fertigungsexzellenz eines weltweit führenden Technologieanbieters, heißt es weiter.
Physische Trainingsdaten werden gesammelt
Humanoide Robotik gilt als die nächste technologische Revolution, vergleichbar mit der Einführung des PCs oder Smartphones.
Gemeinsam sammeln beide Unternehmen reale Arbeits-, Bewegungs- und Umgebungsdaten in Bosch-Werken mithilfe von Sensor-Anzügen. Solche physischen Trainingsdaten für humanoide Roboter sind rar und dementsprechend wertvoll. Sie sind der Schlüssel, humanoide Roboter schnell, effizient und massentauglich zu machen. Im Rahmen der Partnerschaft werden Bosch und Neura gemeinsam AI-basierte Basis- und Funktionssoftware sowie User-Interfaces entwickeln. Bosch unterstützt Neura bei der Industrialisierung – von der Optimierung der Fertigungsprozesse bis zur Software-Skalierung.
David Reger, Gründer und CEO von Neura Robotics: „Neura will Europa in einem der größten Zukunftsmärkte – der humanoiden Robotik – in die globale Führungsrolle bringen. Wir wollen den globalen Standard für Physical AI und humanoide Robotik setzen – und damit einen europäischen Gegenpol zu den Plattformriesen aus den USA und China.“ Die Partnerschaft mit Bosch, so Reger, sei dabei ein starkes Signal: „Deutschland und Europa setzen auf Zukunftstechnologien aus eigener Kraft. Physische Trainingsdaten sind die größte Herausforderung in der Robotik, niemand hat diese Daten. Bei Neura haben wir diese Herausforderung zu unserem Wettbewerbsvorteil gemacht – und nun mit Bosch die Möglichkeit, reale Daten zu erfassen, sie zu strukturieren und zu nutzen.“
Peter Svejkovsky, Leiter des gewerblichen Rechtsschutzes bei Bosch, ergänzt: „Wir wollen die Möglichkeiten der humanoiden Robotik stärker nutzen. In der Kooperation mit Neura entwickeln wir dieses Zukunftsfeld weiter. Neben der Sammlung von Daten und der Software-Entwicklung umfasst die Kooperation zudem die potenzielle Zulieferung von Robotik-Komponenten durch Bosch sowie eine mögliche Endmontage und Motorenfertigung für humanoide Roboter.“
Über Neura Robotics
Neura Robotics wurde 2019 von David Reger gegründet, um relevante Innovationslücken zu schließen und das Zeitalter der kognitiven Robotik zu begründen. Die vielfach preisgekrönten Innovatoren aus Metzingen verfolgen über die gesamte Produktpalette hinweg – von Industrie- bis Haushaltsroboter – einen strikten „One-Device“-Ansatz. Mit dem „Neuraverse“ möchte das Unternehmen die Voraussetzung für den iPhone-Moment in der Robotik schaffen und die Lücke schließen zwischen Technologie und Menschlichkeit. Alle für diesen Erfolg erforderlichen Innovationen und technologischen Komponenten, einschließlich der KI, werden von Neura Robotics selbst entwickelt. Kognitive Roboter von Neura können sehen, hören und haben einen Tastsinn. Sie sollen vollkommen autonom handeln und aus Erfahrung lernen. Unterstützt durch ein schnell wachsendes, globales Partnernetzwerk sei Neura eigenen Angaben zufolge heute auf dem besten Weg, den ersten humanoiden Allzweckroboter auf den Markt zu bringen.
Neura verfolgt mit seinem Robotik-Ökosystem, dem Neuraverse, einen radikal offenen Ansatz: Jeder humanoide Roboter lernt nicht isoliert, sondern ist Teil eines Netzwerks, in dem Fähigkeiten, Daten und Modelle geteilt werden. Durch Software-Updates und KI verbessert sich die gesamte Flotte permanent. In Kombination mit dem Fertigungs-Knowhow von Bosch entstehe ein Feedback-Loop, der Innovationen im gesamten Robotik-Ökosystem beschleunigen könne.
Mit einem Auftragsbestand von, laut Neura, „über einer Milliarde Euro“ baut das Metzinger Unternehmen derzeit skalierbare Produktionskapazitäten auf. Neura-COO Jens-Knut Fabrowsky, der die Industrialisierungskompetenz von Bosch aus seiner langjährigen Tätigkeit dort kennt, verantwortet den Aufbau globaler Fertigungsstrukturen in dieser entscheidenden Phase.
David Reger: „Durch die Partnerschaft mit Bosch eröffnen wir unserer Generation eine große Chance: indem wir Physical AI und humanoide Robotik in den Alltag bringen. So wie wir auch in der Frühphase der deutschen Automobilindustrie nicht auf andere Technologien gewartet, sondern diese erschaffen haben und so Marktführer geworden sind. Wir wollen Deutschland wieder in eine führende Rolle bringen – die Robotik bietet uns eine einmalige Möglichkeit.“
