Hugo Boss korrigiert Erwartung
: Jahresgewinn bleibt unterm Vorjahr

Der Modehersteller aus Metzingen hält an der bisherigen Strategie fest, wird aber im Geschäftsjahr 2026 weniger verdienen als zunächst geplant.
Von
Peter Kiedaisch
Metzingen
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Der Modekonzern Hugo Boss plant fürs nächste Jahr weniger Gewinn.

Der Modekonzern Hugo Boss beklagt Konsumzurückhaltung auf den Märkten.

Thomas Kiehl
  • Hugo Boss senkt nach schwachem Quartal den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026.
  • Erwartet wird ein währungsbereinigter Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich.
  • Gründe sind Abschreibungen auf IT-Hardware, KI- und Technologiekosten sowie schwächere Nachfrage.
  • Die Bruttomarge stieg um 220 Basispunkte auf 63,3 Prozent – die Strategie bleibt bestehen.
  • Prognose für das EBIT sinkt auf 250 bis 300 Millionen Euro, zuvor waren 300 bis 350 geplant.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Das abgelaufene Quartal hat den Metzinger Modehersteller Hugo Boss ordentlich durchgeschüttelt. Die Übernahme durch die britische Frasers Group Ende Oktober kam nach monatelangen Querelen zwar nicht gänzlich überraschend, markiert aber einen Einschnitt: Immerhin wurde der vor Monaten noch als feindliche Übernahme bezeichnete Deal damals von der Geschäftsführung als „nicht mit der Gesellschaft abgestimmt“ gewertet.

Dem letztlich für die Briten erfolgreichen Übernahmegerangel folgen jetzt nach unten korrigierte Quartalszahlen, die auch die Aussicht aufs komplette Geschäftsjahr 2026 trüben. So wird etwa ein währungsbereinigter Rückgang des Konzernumsatzes im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet, wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gegeben hat.

Konsum stockt

Als Gründe werden nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf IT-Hardware, Kosten für sich rasch wandelnde Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) und Technologie sowie schwächere Nachfrageannahmen für das vierte Quartal genannt. Der Markt sei weiterhin geprägt von anhaltenden Unsicherheiten. Der Konsum stockt.

Es gibt auch Positives aus dem dritten Quartal zu berichten: Die Bruttomarge ist aufgrund der konzerninternen Umsetzung strategischer Zielvorgaben deutlich um 220 Basispunkte auf 63,3 Prozent gestiegen. Hugo-Boss-CEO Daniel Grieder bewertet die Entwicklung so: „Da wir auch im vierten Quartal mit einer volatilen Nachfrage rechnen, passen wir unseren Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 an, um eine realistischere Einschätzung des Marktumfelds widerzuspiegeln.“

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An der eingeschlagenen Strategie, so Grieder, halte der Konzern fest. In der Überzeugung, damit langfristig widerstandsfähiger und profitabler zu werden „und nachhaltigen Wert für unsere Aktionärinnen und Aktionäre zu schaffen“.

Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) korrigiert das Unternehmen seine Erwartungen nach unten und prognostiziert nun 250 bis 300 Millionen Euro statt der ursprünglich geplanten 300 bis 350 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2025 belief sich das operative Ergebnis, wie im Konzernabschluss 2025 veröffentlicht, auf 391 Millionen Euro.