Hitzewelle in der Region
: Kleine Gartenbewohner benötigen Hilfe

Die Hitze und  die Trockenheit setzen auch Wildvögeln, Igeln und Insekten zu. Um zu überleben, sind sie auf menschliche Unterstützung angewiesen. So kann jeder helfen.
Von
Karolin Müller
Region
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Vogeltränke

Tränken werden nicht nur zum trinken, sondern auch gerne zur Abkühlung und für ein Bad genutzt.

Waltraud Grubitzsch/dpa
  • Anhaltende Hitze und Trockenheit lassen Wasserstellen schwinden – viele Tiere leiden.
  • Tränken helfen Wildvögeln, Igeln, Eichhörnchen und Insekten beim Trinken und Abkühlen.
  • Schalen flachrandig und rau wählen, schattig aufstellen und täglich reinigen und füllen.
  • Steine oder Äste ins Wasser legen, damit Insekten nicht ertrinken.
  • Igel brauchen zusätzlich Futter, da Beutetiere fehlen und Weibchen Junge versorgen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ob man die extremen Temperaturen nun mag oder nicht – für den Körper bedeuten sie Stress. Viel Trinken ist eine Empfehlung, die man von Experten immer wieder hört. Während Menschen bei Durst den kurzen Weg zum Kühlschrank oder zum Wasserhahn oder unterwegs in einen Laden nehmen können, haben es Tiere nicht ganz so einfach.

Wasser ist Mangelware

Die langanhaltend hohen Temperaturen und die Trockenheit haben dazu geführt, dass es kaum noch Wasserstellen gibt. Auch das Essen wird für einige heimische Arten knapp. Tiere wie Igel, Eichhörnchen, Wildvögel, Insekten und Co. sind derzeit deshalb besonders auf menschliche Hilfe angewiesen. Auch verschiedene Tier- und Naturschutzorganisationen rufen dazu auf, die Tiere zu unterstützen. Viele von ihnen haben ihren Lebensraum im besiedelten Bereich, weshalb Hilfe schon ohne allzu großen Aufwand geleistet werden kann.

Schon mit dem Aufstellen von Tränken im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse kann man Gutes tun. Wichtig dabei: Die Schalen sollten am Rand flach sein und am besten erst zur Mitte hin tiefer werden. Zudem eignet sich leicht raues Material besser als glattes. Da sich das Wasser schnell aufheizt, sollte außerdem ein Platz im Schatten gewählt werden. So kann überdies eine schnelle Algenbildung verhindert werden. Nicht zuletzt um Krankheiten zu vermeiden, wird empfohlen, die Wasserschalen einmal täglich sauber zu machen und mit frischem Wasser aufzufüllen.

Iltis im Holzstapel

Ein Iltis hat Schutz in einem Holzstapel gesucht.

Karolin Müller

Da auch Bienen, Hummeln und andere Insekten das Wasserangebot gerne annehmen, können Steine oder Äste in den Schalen platziert werden. Damit verhindert man das Ertrinken der Tierchen. Im Übrigen freuen sich nicht nur die kleinen Wildtiere im Wohngebiet über ein Wasserangebot. Auch in Schrebergärten oder an Holzstapeln kann man so Leben retten. Letztere werden beispielsweise gerne von Iltissen aufgesucht.

Erschwerte Jungenaufzucht

Igel haben es derzeit doppelt schwer. Neben fehlendem Wasser haben sie auch mit Futtermangel zu kämpfen. Die gerne gefressenen Regenwürmer sind viel zu tief im Boden verschwunden und auch andere Insekten wie Schmetterlingsraupe, Ohrwurm, Kellerassel und Laufkäfer ziehen sich zurück. Dabei benötigen gerade jetzt vor allem Igelweibchen viel Energie: Die Igelbabys kommen auf die Welt, und zu wenig Futter bedeutet zu wenig Milch. Igel können deshalb mit Futter zusätzlich unterstützt werden. Auch hier gilt aber: Schalen täglich sauber machen und frische Nahrung bereitstellen.

Die lange Hitze- und Trockenperiode zeigt bei allen Möglichkeiten zum Helfen aber auch, wie wichtig naturnahe Plätze im Garten sind. Sie bieten nicht nur Lebensraum, sondern für viele Tiere auch einen Rückzugsort und ein Schattenplätzchen. Zudem hält sich hier Feuchtigkeit etwas länger.

Wasserstellen werden von vielen Tieren nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Abkühlen genutzt. Ein Bad im frischen Nass gefällt nun mal nicht nur Menschen. Man tut damit also etwas Gutes und kann gleichzeitig Tiere beim Trinken und Baden beobachten. Da die meisten aber sehr scheu und schreckhaft sind, sollte man den Anblick aus der Ferne genießen, um unnötigen Stress zu vermeiden.

Igel im Garten

Igel finden momentan wenig Nahrung. Gleichzeitig müssen die Weibchen ihre Jungen aufziehen.

Karolin Müller