Freilichtmuseum Beuren: Saisoneröffnung: Hier wird Geschichte belebt

Das diesjährige Schwerpunktthema „Mobilität im Alltag – gestern, heute und morgen“, ist zusammen mit dem Oldtimerfestival einer der Hauptaktionstage im Freilichtmuseum. Das Team „Gespielte Geschichte“ setzt den Käfer (1962) in Szene. Petra Naumann, Burkhard Wittmacher, Marcel Musolf und Sonja Spohn (von links, stehend) setzen sich gemeinschaftlich für ein belebtes Freilichtmuseum ein.
Privat- Saisonstart im Freilichtmuseum Beuren am 29. März; Programm bis 1. November
- Highlights: Ostereiersuche, Oldtimerfestival (15.–16. August), Aktionstage
- Schwerpunkt: „Mobilität im Alltag – gestern, heute und morgen“
- Neuer Online-Ticketkauf; starker Zuspruch für Erlebnisspielplatz
- Inklusionsarbeit mit „Leben inklusiv“; Ehrenamt in 11 Teams gesucht
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es ist Ende der Fastenzeit und die Bäuche sind mit Süßkram vollgeschlagen: Zeit für ein bisschen Bewegung und einen Spaziergang in der Natur – am Ostersonntag kann man im Freilichtmuseum in Beuren wieder gemeinsam Ostereier suchen. Wie jedes Jahr versteckt der Osterhase am 5. April, zum Beginn der Museumssaison, überall auf dem Gelände seine Schätze. Die traditionsreiche Veranstaltung ist allerdings nur einer der vielen Termine aus dem vollen Veranstaltungskalender des Freilichtmuseums, die vom 29. März bis 1. November geplant sind.
Das Freilichtmuseum ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien
Erleben, erfahren, mitmachen, genießen und entdecken – in diese Kategorien sind die Veranstaltungen aufgeteilt. „Da ist für alle etwas dabei, besonders Familien kamen im vergangenen Jahr mit dem neuen Spielplatz an der Gänseweide auf ihre Kosten“, erklärt Sonja Spohn vom Förderverein des Freilichtmuseums. Der Erlebnisspielplatz sei zusammen mit den erlebnispädagogischen Angeboten größtenteils dafür verantwortlich, dass die Besucherzahlen in der Saison 2025 im Vergleich zu den Vorjahren um knapp 18 000 Besucher gewachsen seien. „Er kam so gut an, dass wir 700 Saisonkarten mehr verkaufen konnten“, unterstreicht Museumsleiterin Dr. Petra Naumann. Zum Saisonstart wird nun auch ein neues Kassen- und Buchungssystem eingeführt, welches einen Online-Ticketkauf ermöglicht.
Auf diesem Erfolg könne man sich allerdings nicht ausruhen. Im Fokus stehe jetzt, das Angebot noch weiter auszubauen. Neu im Programm sind am 7. Juni „Wäsche waschen früher und heute“ und am 13. September „Kartoffelernte mit dem Pferdegespann“. Dabei handelt es sich um Familiensonntage, an denen historische Themen interaktiv aufgearbeitet werden, erklärt die Museumsleiterin.
Ein Lernort mit Geschichte zum Anfassen und Mitmachen
Landrat Marcel Musolf erklärt exemplarisch einen der kommenden Aktionstage am 28. Juni: „Linsen von der Alb, Kaffee aus Kolumbien: Faire Ernte lokal und global?“ In Kooperation mit der Stabsstelle Klimaschutz, der Tourismusförderung und dem Landwirtschaftsamt möchte man die Öffentlichkeit auf eine Zertifizierungskampagne des Landes aufmerksam machen. „Es geht darum, das Engagement für fairen Handel im Kreis sichtbar zu machen, zu vernetzen und zu stärken“, erklärt er. Nur so könne man die Öffentlichkeit für bewussten Konsum sensibilisieren.
Ein weiteres Schwerpunktthema wird „Mobilität im Alltag – gestern, heute und morgen“ sein. „Unser bekanntes Oldtimerfestival (15. und 16. August) wird in museumspädagogischer Hinsicht aufgearbeitet“, weiß Musolf. Fokus wird die Entwicklung der Mobilität seit den 1950er Jahren sein: Gemeinsam die rasante Entwicklung überdenken und diskutieren – wie veränderte das Automobil das Familienleben, die Berufstätigkeit, das Reisen, hin zu der Frage, wie wir uns die Fortbewegung der Zukunft vorstellen können? Inszeniert von Ehrenamtlichen des „Gespielte Geschichte“-Teams, die in Rollen schlüpfen und Geschichte zum Leben erwecken.
Das Freilichtmuseum Beuren
Das Saisonprogramm und die diesjährigen Familien-Ferien-Programme sind ab sofort im Netz unter https://www.freilichtmuseum-beuren.de/ abrufbar.
Geöffnet hat das Museum vom 29. März bis 1. November, immer dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr sowie an Feiertagen.
Es gehe darum, sich als Museum weiterzuentwickeln, einen besseren Service anzubieten und beliebte Formate zu erweitern, um dem Bildungsauftrag gerecht zu werden, so Musolf.
Als Lernort bietet das Museum weiterhin ein breites Spektrum an buchbaren Angeboten an, für Familien, Gruppen oder auch Schulklassen. 460 Klassen waren 2025 zu Besuch. „Das sind mehr als zwei pro Tag, eine beeindruckende Leistung mit nur fünf Museumspädagogen“, findet Musolf.
Ein Ort der gelebten Vielfalt
Neben dem pädagogischen Bildungsauftrag, möchte sich Naumann mit ihrem Team in diesem Jahr für Inklusionsarbeit einsetzen, um einen gemeinsamen Raum für Gespräche und Vielfalt zu schaffen. Davon profitiere das Freilichtmuseum schließlich auch in Form von Ehrenamtlichen und Helfern im Förderverein, die sich vermehrt engagieren wollen, weiß sie. „Die Zusammenarbeit mit dem Verein ‚Leben inklusiv‘, der zukünftig die Gastronomieangebote betreuen wird, ist Anlass, um auch im Museum auf Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung einzugehen und unsere Inhalte passend aufzuarbeiten“, betont Musolf. Durch die Zusammenarbeit sollen die Gastronomieangebote vielfältiger und vor allem konsequenter angeboten werden können.
Ehrenamtliche Helfer gesucht:
Interessierte können sich in elf verschiedenen Teams engagieren: Laden, Garten, Backen, Handarbeit, Genuss, Ausfahrt, Information, Kuvertier, Kommunikation, belebtes Museum und gespielte Geschichte.
Zusammen mit den Veranstaltungen im Ferienprogramm und den interaktiven Angeboten ermöglichen sie „Geschichte zum Anfassen“.
Besonders lebhaft wird es im Museum, wenn Mitmachaktionen wie „Handwerk hautnah“ und der Märchentag anstehen. Bei der Reihe „Belebtes Museum“ stellen 18 Ehrenamtliche alte Haushalts- und Handwerkstechniken vor, musizieren mit Kindern und Erwachsenen und erzählen an fünf Theatersonntagen im Einsatz des Fördervereins Freilichtmuseum Beuren Märchen.
