Ab Montag, 5. September 2022, wird die Nutzung der Öschhalle eingeschränkt und der Hallenteil II mit anliegendem Gymnastik- und Kletterraum bis auf Weiteres für den Sportbetrieb nicht mehr zur Verfügung stehen.

Notunterbringung erfolgt zeitnah

Das Landratsamt Reutlingen hat die Stadtverwaltung darüber informiert, dass die Notunterbringung zeitnah erforderlich wird. Der Landkreis kann seine Aufnahmequote gegenüber dem Land ansonsten nicht mehr erfüllen. Der Standort ist einer von mehreren Notunterkünften im Landkreis. Im Laufe des Septembers möchte die Stadt in der Halle 70 Personen eine erste Bleibe in Metzingen bieten.

Kreis Reutlingen

Bei einem Besuch im Landkreis Reutlingen vergangene Woche hatte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann darauf hingewiesen, dass der Platzbedarf für die Aufnahme von Geflüchteten derzeit drastisch wächst. Bereits im Frühjahr hat sich die Verwaltung auf die Wahl einer städtischen Halle zur Notunterbringung als mögliches Szenario vorbereitet. Es wurden Betten und Gegenstände des alltäglichen Bedarfs beschafft. Nun müssen noch letzte Vorkehrungen getroffen werden. Unter anderem wird ein entsprechender Bodenbelag ausgelegt.
Die Stadt erwartet ab Mitte September die ersten Zuweisungen von geflüchteten Menschen aus dem Landkreis. Mit einer Belegung bis mindestens Ende des Jahres wird gerechnet.
„Die Stadtverwaltung hat sich bereits seit längerer Zeit mit diesem Thema befasst und die Möglichkeiten innerhalb der Stadt Metzingen intensiv betrachtet und bewertet. Aus der theoretischen Möglichkeit ist jetzt Wirklichkeit geworden“, sagt Oberbürgermeisterin Carmen Haberstroh. „In diesen außergewöhnlichen Zeiten wollen und müssen wir unseren solidarischen und verantwortungsbewussten Beitrag leisten“.
Aufgrund der Hallenbeschaffenheit, der Anbindung sowie der Infrastruktur zur Versorgung der Geflüchteten fiel die Entscheidung bei der Suche nach geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten auf die Öschhalle II. „Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Es trifft Schulen und Vereine, die schon während der Corona-Pandemie Einschränkungen hinnehmen mussten“, so Oberbürgermeisterin Haberstroh. Deshalb soll nun in enger Abstimmung mit den betroffenen Nutzergruppen nach Alternativen gesucht werden. Dazu wird es noch einen gemeinsamen Termin geben, zu dem bereits eingeladen wurde.

Stadt bittet um Mithilfe

Für den Betrieb der Halle und die Versorgung der Geflüchteten bittet die Stadt um die Mithilfe der Metzinger Bevölkerung. Unter anderem die Ausgabe von Essen soll durch Ehrenamtliche erfolgen. Wer unterstützen möchte, kann sich an integration@metzingen.de und an das Integrationsmanagement unter der Telefonnummer 07123/925-137 wenden.