Erneut Unwetter in Esslingen: Knietiefes Wasser und gesperrte Straßen

Am Freitagnachmittag kam es unter anderem in Wernau durch den Anhaltenden Regen zu Hochwasser und Ueberschwemmungen. Betroffene standen mitunter knietief im Wasser.
SDMG / BoehmlerWie bereits in den Tagen zuvor, wurde der Landkreis Esslingen am vergangenen Freitag von lokal intensiven Regenschauern heimgesucht. Einzelne Straßen mussten gesperrt werden.
Die ersten Notrufe aus Kirchheim unter Teck gingen gegen am späten Vormittag bei der integrierten Leitstelle Esslingen ein. Aus dem Hochwasserschutzlager des Landkreises in Beuren wurden rund 1 200 Sandsäcke abgerufen. Um diese zu den jeweiligen Einsatzorten zu transportieren, wurden zahlreiche Logistikfahrzeuge der Feuerwehren aus dem Landkreis alarmiert. In Wernau mussten mehrere Tiefgaragen mit Sandsäcken gesichert werden. Allein rund 1 000 Sandsäcke wurden in Oberboihingen zur Sicherung des Talbaches in der Ortslage verwendet.
Die Säcke wurden entlang des Talbaches sowie zur Sicherung verschiedener Objekte eingesetzt. Dem zielgerichteten Vorgehen der Kräfte vor Ort ist zu verdanken, dass erheblicher Schaden von Gebäuden im Ortsgebiet abgewendet werden konnte. Auch in Notzingen wurden zahlreiche Sandsäcke zur Objektsicherung benötigt.
Besonders aufwendig war ein Einsatz der Feuerwehr Kirchheim im Stadtteil Ötlingen. Dort war eine Person aufgrund der Wassermassen in einer Unterführung im Pkw eingeschlossen. Der Wagen wurde durch die Feuerwehr aus dem Wasser gezogen, und der Fahrer konnte sein Fahrzeug selbstständig verlassen.
Straße gesperrt
Zahlreiche weitere Einsätze im Stadtgebiet Kirchheim machten den Einsatz des THW nötig. Wegen einem Hangrutsch wurde die Schönblickstraße in Ötlingen gesperrt. In Wendlingen wurde die S–Bahn–Strecke teilweise unterspült. Die Strecke war am Freitag gesperrt, ein Notfallmanager der Bahn war ebenfalls vor Ort. In Summe wurde zu mehr als 60 unwetterbedingten Einsatzstellen gerufen.