Einkaufen in Metzingen: Moderne Verkaufsflächen und Praxisräume – Outletcity baut um

Das Gebäude der Outletcity in der Mühlstraße, in den lang die Firma Schießer ansässig war, wird umgebaut.
©andOFFICE Architekten- Outletcity revitalisiert Gebäude zwischen Mühlstraße, Mühlweg, Mühlwiesenstraße in Metzingen.
- Rund 800 m² Verkaufsfläche im Erdgeschoss bleiben, 600 m² Büro/Praxis im 1. OG entstehen.
- Barrierefreiheit: Erdgeschoss wird auf Straßenniveau abgesenkt, neuer ebener Zugang.
- Nachhaltigkeit: Holzfassade, PV-Anlage, Luft-Wasser-Wärmepumpe, Recycling von Bauschutt.
- Neue ca. 30 m lange offene Shop-Fassade belebt Verbindung entlang des Mühlwegs.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Dreieck zwischen Mühlstraße, Mühlweg und Mühlwiesenstraße will die Outletcity ein bestehendes Gebäude umfassend revitalisieren und weiterentwickeln, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Gebäude aus mehreren zusammenhängenden Baukörpern solle dabei behutsam transformiert werden: Teilbereiche werden rückgebaut, andere neu errichtet, große Teile der vorhandenen Bausubstanz bleiben allerdings erhalten und werden energetisch ertüchtigt, so die Outletcity.
Das Gebäude gehörte ursprünglich der Firma Ammer, welche bis 2016 als Großhandel- beziehungsweise Vertriebsgesellschaft für Heimtextilien, Teppiche, Bodenbeläge und Polsterwaren existierte, und Kunden in Süddeutschland, und nach der Wende auch in den neuen Bundesländern, belieferte. Im April 1929 wurden erste Angebote von Drellstoffen und Polsterwaren in das Sortiment aufgenommen. Der Gebäudekomplex verweise daher auf die lange Tradition der textil- und lederverarbeitenden Industrie am Standort Metzingen.
Rund 800 Quadratmeter Verkaufsfläche
Nachdem die Firma Ammer ihre Aktivitäten vor Ort einstellte, wurde das Gebäude von der Outletcity AG übernommen und wird von ihr bis heute als Verkaufsfläche betrieben. Mit der Umplanung und der Projektbetreuung ist das Architekturbüro „andOFFICE“ aus Stuttgart beauftragt. Das Büro ist spezialisiert auf nachhaltigen Holzbau sowie Umbauten und Sanierungen von Bestandsgebäuden, erklärt die Outletcity.
Ziel der Revitalisierung sei es, Ressourcen zu schonen und den Bestand möglichst weitgehend weiterzuverwenden. Insgesamt bleiben rund 800 Quadratmeter Verkaufsflächen im Erdgeschoss bestehen. Im Gebäude entstehen rund 600 Quadratmeter Büro- und Praxisflächen im ersten Obergeschoss. Ergänzt wird das Raumangebot durch verschiedene Lager- und Nebenräume.
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Projekts liege auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, so die Outletcity. Der beim Rückbau anfallende Bauschutt werde größtenteils recycelt und zur Verfüllung von Hohlräumen, Untergeschossen im Bestand sowie zur Herstellung von Parkplätzen genutzt.
Außenwandflächen, die nachträglich gedämmt werden müssten, sollen seriell vorgefertigte Fassadenelemente in nachhaltiger Holzbauweise erhalten, welche vor die Bestandsgebäude gehängt werden. Zusätzlich wird das Dach mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, um einen Beitrag zur regenerativen Energiegewinnung zu leisten. Für die Beheizung und die Kühlung des Gebäudes wird eine hocheffiziente Luft-Wasser-Wärmepumpe verwendet.
Erdgeschoss wird barrierefrei
„Ein zentrales Anliegen der Neuplanung ist die deutliche Verbesserung der Zugänglichkeit“, erklärt die Outletcity. Stellt der Hochparterre-Charakter des Erdgeschosses aktuell eine Barriere dar, wird das Erdgeschoss künftig auf Straßenniveau abgesenkt und vollständig barrierefrei erschlossen. Im Zuge dessen wird die bestehende Treppen- und Aufzugsanlage an der Ecke Mühlstraße/Mühlweg zurückgebaut und ein ebener Zugang geschaffen.
Die Eingangsbereiche werden durch ein rund 1,50 Meter auskragendes Vordach betont und erhalten eine witterungsgeschützte Vorzone, die die Aufenthaltsqualität zusätzlich steigern soll. „Besonders prägend für den Stadtraum ist die neue, rund 30 Meter lange, offene Shop-Fassade entlang des Mühlwegs.“ Sie werte die Fußgängerverbindung zur Mühlwiesenstraße deutlich auf und trage dazu bei, die Wegebeziehung von der Kanalstraße in Richtung der Enzianhöfe stärker zu beleben und städtebaulich zu aktivieren.

