Cinnamood kommt ins Outlet: Zimtschnecken im Cupcake-Format

(Archivfoto) Bei der Eröffnung der Cinnamood-Filiale in Ulm musste man Geduld mitbringen: Hier ging es nur im (Zimt-)Schneckentempo voran.
Volkmar Könneke- Cinnamood eröffnet am Samstag, 13. Juni, einen Stand auf dem Hugo-Boss-Platz in Metzingen.
- Zur Eröffnung gibt es Boni: Die ersten 100 Gäste erhalten eine „Classic Roll“ gratis.
- Zudem werden kostenlose Drink-Samples wie Matchas und Smoothies verteilt.
- Lange Schlangen sind möglich – in Ulm warteten teils über fünf Stunden rund 150 Menschen.
- Angeboten werden über 20 „Rolls“, größtenteils vegan, mit kreativen Sorten und Trendgetränken.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei Zimt scheiden sich die Geister, manche mögen das Gewürz nicht. Das hat die schnell expandierende Franchise-Kette „Cinnamood“ erkannt und bietet Schnecken in allen möglichen Geschmacksrichtungen an – mit Zimt oder ohne.
Im Gründungsjahr 2022 haben Luca Breuer und Anna Schlecht in Köln große Wellen geschlagen. Die Menschen standen damals mehrere Stunden in der Schlange, nur um eine der Leckereien ergattern zu können – ein Trend, der sich in den Folgejahren auch bei der Neueröffnung an anderen Standorten wiederholen sollte. Mit über 20 verschiedenen „Rolls“ stellen sie echte Hingucker her, die eher einem Cupcake ähneln als einer Zimtschnecke. Nur drei der größtenteils veganen Schnecken enthalten tatsächlich Zimt, sodass laut Hersteller jeder Kunde auf seinen Geschmack kommen kann.
Am Samstag, 13. Juni, ist der Trend nun auch in Metzingen angekommen: Auf dem Hugo-Boss-Platz eröffnet ein Cinnamood-Stand. Die Betreiber rechnen zur Eröffnung mit regem Besucherinteresse, da es für die ersten Gäste wieder besondere Bonis geben wird, erklärt ein Unternehmenssprecher. Zu jedem Einkauf bekommen die ersten 100 Gäste jeweils eine „Classic Roll“ kostenlos. Außerdem soll es kostenlose „Drink-Samples“ wie Matchas und Smoothies geben.
Lange für Gebäck in einer Schlange stehen
Diese Strategie, die Exklusivität vermittelt, hatte im vergangenen Jahr auch in Ulm gezogen (wir haben berichtet): Seitdem der Hype langsam abflacht, ist zumindest nicht länger mit stundenlangen Wartezeiten bei der Eröffnung zu rechnen. In Ulm standen allerdings trotzdem rund 150 Leute an, einer sogar mit einem Klappstuhl – über fünf Stunden lang. Wie groß der Ansturm auf den kleinen Pop-up-Store in Metzingen sein wird, in dem es zuvor Smashburger von „Smashky“ gab, bleibt abzuwarten.

Auf dem Hugo-Boss-Platz wird bereits fleißig umgebaut, sodass der Eröffnung am 13. Juni nichts mehr im Weg steht.
Philipp Steyer-Ege„Fomo“ ist die Angst, etwas Wichtiges zu verpassen. Und die Abkürzung für die sogenannte „Fear of missing out“. Sie wird durch die Schnelllebigkeit der sozialen Medien nur verstärkt. Als Resultat stehen manche Menschen mehrere Stunden Schlange, nur um das nächste Hypeprodukt als Erster zu ergattern: Dubaischokolade, Plüsch-Labubus – oder eben Zimtschnecken. Es scheint ein Widerspruch zu sein, dass Menschen bereit sind, sich so lange für etwas anzustellen, wenn sie doch sonst bei kurzen Wartezeiten sofort auf die Barrikaden gehen. Wie bei der künstlichen Verknappung durch „limitierte Editionen“ sind Warteschlangen ein psychologischer Magnet: „Dort gibt es etwas Besonderes“, signalisiert unser Unterbewusstsein. Das wiederum zieht weitere Menschen an und wird durch soziale Netzwerke potenziert – dann schmeckt die Zimtschnecke gleich viel besser.
Cinnamood in Metzingen
Ab Samstag, 13. Juni, gibt es das süße Gebäck auf dem Hugo-Boss-Platz zu erwerben. Wie der Webseite der Outletcity zu entnehmen ist, hat das Kiosk an Werktagen regulär von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Samstags öffnet der Laden eine Stunde früher. Ob dies am Eröffnungstag ebenfalls so sein wird, konnte vor Redaktionsschluss nicht geklärt werden.
Und für etwas Besonderes kann man auch einmal vier bis sechs Euro am Tresen liegen lassen, denn die Zuckerbomben sind im Stückpreis verhältnismäßig teuer. Immerhin bekommt man für sein Geld auch etwas: Optisch machen die Bleche voller Cupcake-Rollen einiges her, und bei der Auswahl an kreativen Sorten sollte jeder fündig werden, sofern es süß sein darf.
Soziale Medien machen Lust auf mehr
Cinnamood soll aber nicht nur lecker, sondern vor allem auch schick sein. An vielen der Standorte ist das Dekor besonders „instagrammable“ – mit etwa Spiegeln an der Wand, um bessere Selfies schießen zu können. Die Zielgruppe ist schnell ermittelt: Neben den „Rolls“ bietet die Kette nämlich auch zahlreiche Trendgetränke wie Spirulina-Smoothies, Chai-Latte oder Toffee-Crunch-Matcha an. Die Hauptkunden überschneiden sich mit denen von der Kaffeekette mit dem grünen Sirenenlogo. Bei der Vermarktung setzt man auf Influencer, die in den sozialen Medien ordentlich Wirbel machen.
Das Konzept scheint zu funktionieren: Mittlerweile ist Cinnamood an 48 Standorten in acht Ländern vertreten. „Und unser Wachstum ist noch lange nicht abgeschlossen“, heißt es auf der Webseite. Eine beachtliche Zunahme in gerade einmal vier Jahren.
Auf der Speisekarte stehen neben der klassischen Zimtschnecke mit Zimtfüllung, getoppt mit veganem Cream-Cheese-Frosting, die „Next Level Rolls“, die besonders aufwendig garniert sein sollen: Salted-Caramel, Kokoscreme und sogar Karottenkuchen. „Red Velvet“ ist beispielsweise, rot eingefärbt mit veganer Mascarpone und garniert mit einer halben Erdbeere. Auch Blaubeerfüllung, garniert mit Kompott, Himbeer-Crunch und Blaubeeren, gehört zu den teureren Exemplaren.
Ansonsten gibt es Bueno, Tiramisu, Pekannuss mit Ahornsirup, Oreo, Keksteig oder Spekulatius, nur um ein paar zu nennen – aber eine darf natürlich auch nicht fehlen: die Dubai-Dream-Roll.
