Bürgermeisterwahl in Riederich: Erik Knobloch ist Riederichs neuer Bürgermeister

Erik Knobloch (z.v. links) gewinnt mit knappem Vorsprung die Bürgermeisterwahl in Riederich vor seinem Konkurrenten Mathias Koch (rechts).
Thomas Kiehl- Erik Knobloch gewann die Stichwahl in Riederich mit 52,4 Prozent der Stimmen.
- Der 32-jährige Diplom-Verwaltungswirt setzte sich gegen Mathias Koch mit 47,6 Prozent durch.
- Wahlbeteiligung lag bei rund 49 Prozent – Knobloch erhielt 837 Stimmen, Koch 579.
- Im ersten Wahlgang kam Knobloch auf 36,8 Prozent, Koch lag bei 26,3 Prozent dahinter.
- Handschriftliche Einträge erreichten 11,9 Prozent, genannt wurde die Gemeinderätin Petra Bäuerle.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Endlich hat Riederich Gewissheit, und Erik Knobloch freute sich sichtlich über das Wahlergebnis: Knobloch ist damit nach den Ergebnissen der Stimmauszählung im zweiten Wahlgang der neue Bürgermeister von Riederich. Bei einer Wahlbeteiligung von rund 49 Prozent siegte der 32-jährige Diplom-Verwaltungswirt mit 837 Stimmen (52,4 Prozent). Damit konnte er sich gegen Mitbewerber Mathias Koch durchsetzen, der 759 Stimmen (47,6 Prozent) erhielt.
Ungeduldig und voller Spannung erwarteten die Riedericher Besucher das Wahlergebnis. Bei Sonnenschein und einer leichten Brise füllte sich der Rathausplatz am Sonntagabend ab 18 Uhr stetig – auch mit Politprominenz. Die Landtagsabgeordneten Michael Donth und Manuel Hailfinger sowie Metzingens Oberbürgermeisterin Carmen Haberstroh und andere Kollegen aus dem Umkreis kamen, etwa Großbettlingens Bürgermeister Christopher Ott oder Frank Lindner aus Bempflingen, um den neuen Riedericher Schultes zu beglückwünschen. Bevor die erste stellvertretende Bürgermeisterin Petra Bäuerle allerdings das Wahlergebnis gegen 19.14 Uhr bekanntgab, war es am Sängerbund, mit „Blowin’ in the wind“ den Abend einzuläuten und für feierliche Stimmung zu sorgen.

Der Sängerbund Riederich sorgte für feierliche Stimmung und bewirtete die durstigen Besucher.
Thomas KiehlSichtlich bewegt und mit zunächst dünner Stimme dankte Knobloch den Besucherinnen und Besuchern sowie allen, die den Weg ins Wahlbüro gegangen waren. „Ich bin überwältigt“, so der Neckartenzlinger. Er sei dankbar für die vergangenen Wochen und das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Mathias Koch zeigte sich als souveräner Verlierer und nahm das Ergebnis gelassen hin: „Ich habe alles getan, was ich tun konnte. Die Riedericher haben ihre Wahl getroffen.“ Trotzdem sei er, verständlicherweise, nicht mit dem Ergebnis zufrieden, auch wenn er im Vergleich zum ersten Wahlgang deutlich aufgeholt habe. Er habe auf eine größere Wahlbeteiligung gehofft, so Koch. Vielleicht hätte sich der Wahlausgang dann anders abgezeichnet. Von 3320 Wahlberechtigten waren nur 1616 in der Wahlkabine, 20 davon, und damit 1,2 Prozent, wählten ungültig.
Im ersten Wahlgang hatte sich diese Entwicklung schon angebahnt: Am 12. Juli hatte Erik Knobloch 36,8 Prozent der Stimmen erhalten. Für die absolute Mehrheit reichte es damals nicht, sein Kontrahent Mathias Koch folgte dahinter mit 26,3 Prozent der Voten. Trotzdem war das jetzige Stichwahlergebnis knapp: In den Wahllokalen Rathaus und Gutenbergschule sprach sich die Mehrheit für Mathias Koch aus, in der Weiherstraße und schließlich via Brief stimmte der Großteil für Erik Knobloch.
Die anwesenden Riedericher stießen derweil mit Sekt und Co. auf den Sieg „ihres“ neuen Bürgermeisters an, da sich der Wahlkampf durchaus spannend für die Bürger gezeigt hatte. Die beiden Kandidaten hätten sich große Mühe gegeben und seien auch in den vergangenen Wochen sehr präsent gewesen, so der O-Ton. Und wie die Zusammenarbeit mit Bürgermeister und Angestellten im Rathaus, aber auch mit den Bürgerinnen und Bürgern laufe, das wisse man ohnehin erst, wenn man mal einige Zeit zusammen verbracht habe. Hauptsache, es gehe nun in Riederich voran.

Petra Bäuerle, erste stellvertretende Bürgermeisterin, mit Erich Knobloch und dessen Familie.
Thomas KiehlSo schnitten die übrigen Bewerber ab
Die übrigen Bewerber aus dem siebenköpfigen Kandidatenfeld spielten im ersten Wahlgang nur eine untergeordnete Rolle. Noch vergleichsweise ordentlich schnitt der in Riederich aufgewachsene Handelsvertreter Joachim Freund ab, der 10,5 Prozent der Stimmen erhielt. Dahinter landete die einheimische Bewerberin Sylvia Hokenmaier mit 8,7 Prozent. Die anderen Kandidaten folgten mit deutlichem Abstand. Jeremi Kotzab aus Pfullingen kam exakt auf fünf Prozent. Noch weiter zurück lagen der Postzusteller Tiago Ribeiro da Costa mit 0,6 Prozent sowie der Bestatter Oliver Liebl mit 0,2 Prozent.
Bemerkenswert war zudem der hohe Anteil an Stimmen für handschriftlich auf dem Wahlzettel eingetragene Personen: 11,9 Prozent. In Riederich war in diesem Zusammenhang von einer kleinen Kampagne die Rede. Offenbar hatten Unterstützer versucht, die langjährige Gemeinderätin Petra Bäuerle ins Bürgermeisteramt zu bringen. Die Verwaltungsfachfrau hatte allerdings schon im Vorfeld erklärt, nicht kandidieren zu wollen.
