Bürgermeisterwahl in Bempflingen: Mit Know-how zu ehrlichen Lösungen

In Großbettlingen ist er aufgewachsen und möchte nun Bürgermeister in Bempflingen werden: Frank Lindner.
Frank Lindner- Frank Lindner kandidiert parteilos als Bürgermeister in Bempflingen – Wahl am 9. November.
- Der 43-Jährige ist Verwaltungsleiter im Hochbauamt Stuttgart und hat vielseitige Berufserfahrung.
- Fokus: Nahversorgung, Bürgerkommunikation, niederschwellige Angebote und ein starkes Rathausteam.
- Lindner will keine Parteipolitik – plant Rückzug aus CDU-Ämtern bei Wahlerfolg.
- Infostände und Ortsrundgang für Bürgerdialog im Oktober; Details auf www.frank-lindner.info.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sich der Gesellschaft und Gemeinschaft zu verschreiben, diese Entscheidung fiel für Frank Lindner schon mit dem Entschluss, nach seinem Studium in den öffentlichen Dienst zu gehen, statt in die freie Wirtschaft. Diesen Weg möchte er nun weitergehen: Durch das Bürgermeisteramt könnte er den Menschen besonders nah sein, nachhaltige Veränderungen bewirken und direkt vor Ort sichtbare Ergebnisse sowie unmittelbares Feedback erhalten – als höchste und schönste Form des Engagements. Und wo ginge das besser, als in einer Nachbargemeinde mit den besten Voraussetzungen, wenn das Herz für die Heimat schlägt?
Er tritt parteilos an
Kommunalpolitik will Frank Lindner nicht einfach irgendwo machen, sondern in seiner Heimatregion. Wo er sich verbunden und verwurzelt fühlt, und daher parteilos antritt. Denn eines ist für ihn klar: Es dürfe keine Denkbarrieren in einer kleinen Gemeinde wie Bempflingen geben, es müsse ausnahmslos um die beste Lösung für den Ort gehen. Demnach keine Parteipolitik, weshalb Lindner seine Ämter innerhalb der CDU abgeben will, sollte er gewählt werden. Der Verwaltungsleiter will also „all in“ gehen, halbe Sachen gibt es bei ihm nicht: „Ich will nicht nur einen Job machen, sondern mehr geben, als man vielleicht erwartet“, sagt er im Gespräch mit der SÜDWEST PRESSE.
Aufgewachsen in Großbettlingen, machte Frank Lindner nach seinem Schulabschluss eine Ausbildung zum Tischler und absolvierte danach seinen Wehrdienst. Zwölf Jahre lang war er Zeitsoldat und konnte in dieser Zeit zusätzlich eine Ausbildung zum Mediengestalter und -fachwirt abschließen und das Fachmedienzentrum leiten. Anschließend folgte das Studium „Public Management“ an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Ludwigsburg. Es folgte eine Stelle im Personalbereich der Stadt Stuttgart, mittlerweile ist Frank Lindner dort seit zehn Jahren Verwaltungsleiter des Hochbauamts – und durchaus zufrieden. Er sei glücklich in seinem Job, sagt er, aber es gebe eben Dinge, die er dort nicht ausleben könne.
Gestalten und verwalten
„Verwalten kann ich, das weiß ich, aber es geht mir nicht nur ums Verwalten, sondern darum, Dinge zu gestalten und diese auch mit Blick über den Tellerrand umzusetzen.“ Gerade in Bezug auf die schwierige wirtschaftliche Situation vieler Kommunen im Land, die in der nächsten Zeit seiner Ansicht nach kaum besser wird, sei sich der 43-Jährige bewusst, worauf er sich einlasse, „die ersten Jahre werden herausfordernd.“ Umso wichtiger, dass man als Bürgermeister das „Know-how und das richtige Doing“ habe, findet Lindner. Er schätzt, dass es „kreative Ansätze und viel Kommunikation auf politischer Ebene“ brauche, um die kommenden Zeiten als Gemeinde gut überstehen zu können.
Viele tolle Ideen für den Ort hat der 43-Jährige, doch man müsse sich klar sein, dass – auch aufgrund der immer knapper werdenden Ressourcen – nicht jede davon umsetzbar sei. Beispiel Nahversorgung: Diese anzukurbeln, auch in Kleinbettlingen, klar. Aber wie? Simpel Landwirte und Co. anzufragen, ob sie mobil ihre Waren verkaufen möchten, ist zu wenig, weiß der Bürgermeisterkandidat, denn das lohne sich für die meisten schlicht nicht. Man müsse überlegen, wie sich ein Nutzen für Anbieter, aber auch Bempflinger generieren lassen könne. Und auch an ältere Menschen, die kaum mehr mobil sind, soll gedacht werden. Dem Familienvater sei es wichtig, dass die Themen, die er vor der Wahl anspreche, auch danach umsetzbar seien und nicht gar Wünsche oder Träume bleiben.
Ein Aspekt, dem Frank Lindner zudem Aufmerksamkeit schenken will, sind verschiedene Arten von Plattformen, mit denen sich leichter und direkter mit den Bürgern kommunizieren lasse. Alle, auch Senioren, sollen dadurch abgeholt werden – möglicherweise könnte das über einen regelmäßig stattfindenden Seniorennachmittag in der alten Kelter realisiert werden. Egal welche Angebote es letzten Endes werden sollen, für den Verwaltungsleiter müssen sie so niederschwellig gestaltet werden, dass sie genutzt werden wollen und können.
Was für den 43-Jährigen jedoch zu 100 Prozent feststeht: Er will für sein Rathausteam ein guter Vorgesetzter sein, den Menschen zuhören, sie mitnehmen. „Personal ist ein hohes Gut“, weiß Frank Lindner, denn aktuell sind ihm rund 20 Personen direkt unterstellt und auch die 300 Mitarbeitenden des Stuttgarter Hochbauamts fallen in seine Verantwortung. Ein gutes Team sei der Motor jedes Rathauses, so der Bürgermeisterkandidat.
Gewählt wird in Bempflingen am 9. November. Am 22. Oktober um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus werden die Bürgerinnen und Bürger erfahren, welche Schwerpunkte die Kandidaten setzen wollen. Sollte es zur Stichwahl kommen, findet diese am 30. November statt.
Zur Person
Frank Lindner ist 43 Jahre alt und wohnt mit seiner Frau und seinem Sohn derzeit in Hülben. Sobald sich die schulische Situation seines Sohnes ändert, möchte Lindner im Falle einer Wahl langfristig nach Bempflingen ziehen. Aufgewachsen ist er in Großbettlingen, wo er sich viele Jahre ehrenamtlich als Jugendtrainer im Tischtennis oder auch beim Roten Kreuz engagierte.
Wer sich ein eigenes Bild von Frank Lindner machen möchte, kann am 4., 11. und 12. Oktober jeweils zwischen acht und zehn Uhr seinen Infostand besuchen und sich austauschen. Der Termin am 11. Oktober wird am Alten Rathaus Kleinbettlingen stattfinden, die anderen in der Ortsmitte Bempflingen. Am 19. Oktober ab 14.30 Uhr bietet er einen Ortsrundgang für gemeinsame Gespräche an.
Weitere Informationen gibt es auf seiner Website www.frank-lindner.info.


