Bürgermeisterwahl Dettingen 2026
: Vier Kandidaten, viele Ideen – 600 Besucher beim Wahlfrühstück

Die SÜDWEST PRESSE hatte am Sonntag zu Brezeln, Hefezopf und Kaffee geladen, und viele Bürger nutzten die Gelegenheit, Felix Schiffner, Alexander Rukeltukel, Christine Kullen und Norman Sommer auf den Zahn zu fühlen.
Von
Regine Lotterer
Dettingen
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Wahlfrühstück Südwest Presse Dettingen Schillerhalle Bürgermeisterwahl Dettingen

Die vier Bewerber um das Amt des Dettinger Bürgermeisters stellten sich den Fragen der Moderatoren und der Bürger.

Thomas Kiehl
  • Vier Bürgermeisterkandidaten stellen sich beim Wahlfrühstück in Dettingen vor.
  • Rund 600 Besucher in der Schillerhalle – Fragen zu Politik und Privatem.
  • Parken: Debatte über kostenlose Plätze, Kontrollen, Einbahnstraßen, Brötchentaste.
  • Wohnraum: 155 unbebaute Grundstücke; Ideen von Grundsteuer C bis kommunale Flächen.
  • Gewerbe: Infrastruktur, IHK-Dialog, Vogelsang-Erweiterung, Steuersatz-Anreize.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der kommende Wahlsonntag verspricht spannend zu werden. Zumal am 8. März in Dettingen gleich über zwei wichtige Posten im Land abgestimmt wird: Zum einen geht es um den neuen Ministerpräsidenten, zum anderen um den neuen Rathauschef in der Ermstalgemeinde. Und zumindest die letztgenannte Personalie sorgt im Ort schon seit Wochen für viel Gesprächsstoff. Um den Wählerinnen und Wählern die Möglichkeit zu geben, die vier Bewerber um das Schultesamt besser kennenzulernen, hat die SÜDWEST PRESSE am Sonntag ein Wahlfrühstück in der Schillerhalle organisiert. Die rund 600 Besucher, die der Einladung gefolgt sind, mussten ihr Kommen nicht bereuen. Schließlich gab es für sie nicht nur Kaffee, Brezeln und Hefezopf, sie erlebten auch vier gut aufgelegte Bürgermeisterkandidaten, die immer wieder Schlagfertigkeit und Humor bewiesen.

Die Lieblingsmusik der Kandidaten

Moderiert wurde das rund zweistündige Podium von Redakteurin Christina Hölz und Redaktionsleiter Peter Kiedaisch, deren Fragen auch die Chance boten, die Kandidaten von ihrer privaten Seite kennenzulernen. Während einer langen Autofahrt würde Christine Kullen zu Popmusik von Abba greifen, Alexander Rukeltukel zu Schlager, gesungen von Florian Silbereisen. Norman Sommer möchte hingegen Songs der Neuen Deutschen Welle hören und Felix Schiffner den Hit „Gute Laune“, dessen mitreißende Wirkung er kürzlich beim Freundeskreis Calverbühl kennengelernt hat. Dürfte er drei Dinge auf eine einsame Insel mitnehmen, würde er seine Frau, Kind eins und Kind zwei einpacken. Norman Sommer würde seinen Laptop, das Amtsblatt und eine Badehose unter den Arm klemmen, Christine Kullen eine Hängematte, ein Buch und viel zu trinken, während Alexander Rukeltukel mit Familie, Sonnenmilch und einem Handtuch reisen würde.

  • Wahlfrühstück Dettingen Schillerhalle

    Das Wahlfrühstück der SÜDWEST PRESSE fand großen Anklang.

    Thomas Kiehl
  • Wahlfrühstück Schillerhalle Bürgermeisterwahl

    Das Wahlfrühstück der SÜDWEST PRESSE fand großen Anklang.

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Selbstredend kamen beim Wahlfrühstück aber auch die Gemeindepolitik und die Frage, wie die Kandidaten Dettingen gut für die Zukunft aufstellen wollen, nicht zu kurz. Das Parken im Ort ist beispielsweise seit Langem ein Dauerthema, wie Redakteurin Christina Hölz ausführte. Felix Schiffner erklärte, es sei wichtig, dass Autos in der Ortsmitte kostenfrei abgestellt werden können. Schaffen würde er zusätzlich qualifizierte Abstellmöglichkeiten für Räder. Und er betonte, wer sich beim Parken nicht an die Regeln halte, bekomme zurecht ein Knöllchen. Christine Kullen würde zum einen auf Parkflächen aufmerksam machen, die etwas außerhalb des Zentrums liegen, um die Situation zu entzerren. Andererseits sprach sie sich für mehr Kontrollen und damit im Zweifel auch für mehr Knöllchen aus.

Neue Wohnungen schaffen

Von Strafzetteln sei er nicht überzeugt, erklärte Alexander Rukeltukel. Er denkt eher daran, mehr Einbahnstraßen im Zentrum zu schaffen, damit dort beidseitig geparkt werden kann. Auch eine Brötchentaste, also kostenfreies Parken für eine gewisse Zeit, findet er sinnvoll. Norman Sommer möchte am kostenfreien Parken festhalten. Zugleich sollten aber Bürger und Gemeinde ins Gespräch kommen und klären, wie sich Probleme lösen lassen.

155 unbebaute Grundstücke gibt es im Ort, gleichzeitig fehlen Wohnungen. Kann der Bürgermeister hier zeitnah etwas ändern?, fragte Moderatorin Christina Hölz. Christine Kullen sieht mit Blick auf die freien Bauplätze große Chancen für die Innenentwicklung und kann sich durchaus vorstellen, eine Grundsteuer C (für unbebaute, baureife Flächen) einzuführen, will aber abwarten, welche Erfahrungen andere Kommunen damit machen. Zudem würde sie versuchen, mit den Grundstücksbesitzern ins Gespräch zu kommen. Alexander Rukeltukel will „zuerst mit den Leuten reden und dann umsetzen“, einer Maxime, der er noch bei vielen anderen Dingen folgen möchte. Außerdem würde er, wenn möglich, die gemeindeeigene Wohnbaugenossenschaft mit ins Boot holen.

Gewerbe ansiedeln

Felix Schiffner betonte, Eigentum sei ein hohes Gut und „allein vom Reden bekommt man kein Baugrundstück“. Die Grundsteuer C bringe einen hohen Verwaltungsaufwand mit sich, warnte er, und müsse auch entsprechend hoch angesetzt werden, solle sie beabsichtigte Wirkung entfalten. Schiffner sprach sich dafür aus, für den Wohnungsbau kommunale Flächen zu entwickeln und einen Investor dafür zu suchen. Norman Sommer betonte, Kullen und Schiffner hätten zu diesem Thema gute Ideen, an die er als Bürgermeister anknüpfen würde.

Die Zeiten, da Dettingen von hohen Gewerbesteuereinnahmen profitierte, sind vorerst vorbei. Was also lässt sich tun, um die Gemeinde für neue Betriebe attraktiv zu machen? Eine gute Infrastruktur sei wichtig, so Norman Sommer. Und es gelte, mit den Unternehmen zu sprechen, um mit ihnen im Vorfeld zu klären, was sie brauchen. Christine Kullen möchte die Zusammenarbeit mit der IHK forcieren und in einen regelmäßigen Dialog mit Unternehmen treten. Zudem brauche es gutes Internet, verlässliche Betreuungszeiten für die Kinder und Wohnraum.

Felix Schiffner sprach sich dafür aus, das Gewerbegebiet Vogelsang nochmals in Richtung Neuhausen zu erweitern. Diese Flächen sollen dann vorrangig ortsansässigen Unternehmen zur Verfügung stehen, die sich vergrößern möchten. Außerdem solle die Verwaltung die heimischen Betriebe unterstützen und den entsprechenden Rahmen für sie setzen. Alexander Rukeltukel würde Betrieben, die sich in Dettingen ansiedeln möchten, beim Steuersatz entgegenkommen. Wie groß die Erweiterung des Gewerbegebiets Vogelsang ausfällt, würde er vom Bedarf abhängig machen, den die Betriebe anmelden.

Im Bewerberfeld ist Christine Kullen die einzige, die nicht in Dettingen lebt oder arbeitet. Derzeit ist sie Bürgermeisterin in Kirchheim/Teck. Sie bringe den frischen Blick von außen mit, wolle neue Impulse und neue Energie nach Dettingen bringen, warb sie für sich als neue Rathauschefin. Felix Schiffner, seit sieben Jahren Ortsbaumeister in der Gemeinde, erklärte, er besitze den Blick von innen und von außen, da er zuvor in der freien Wirtschaft tätig war. Er wisse, was gebraucht werde und was machbar sei. „Ich bin ein lösungsorientierter Mensch“, betonte Alexander Rukeltukel. Dettingen brauche einen Bürgermeister, der anders an die Sachen herangehe und den Willen habe, etwas für und mit der Gemeinde umzusetzen. „Ich bin einer von ihnen“, erklärte Norman Sommer. Um im Ort voranzukommen, sei es wichtig, miteinander zu sprechen und sich auszutauschen. Genau das wolle er als Bürgermeister tun.