Bürgermeisterwahl Bempflingen: Wer soll den Job machen, wenn nicht er?

Daniel Friesch will im Bempflinger Rathaus auf den Chefsessel.
Privat- Daniel Friesch (28) tritt als fünfter Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Bempflingen an.
- Er kandidiert für „Die PARTEI“ und schlägt einen Stausee zwischen Bempflingen und Kleinbettlingen vor.
- Friesch ist seit 2022 Generalsekretär der „PARTEI“ Baden-Württemberg und arbeitet in München.
- Seine Bewerbung erfolgte kurz vor Fristende; er sammelte spontan zehn Unterstützungsunterschriften.
- „Die PARTEI“ ist bekannt für Satire und parodiert mit Humor politische Themen und Missstände.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nur wenige Minuten vor Bewerbungsschluss, um 17.25 Uhr, folgte am Dienstagabend eine letzte Bewerbung: Der fünfte Kandidat, der an die Rathausspitze will, ist der 28-jährige Daniel Friesch. Der Bempflinger möchte für „Die Partei“ antreten und fordert ein „prestigeträchtiges Infrastrukturprojekt“, wie er telefonisch mitteilt: einen Stausee zwischen Bempflingen und Kleinbettlingen. Das Gebiet sei ideal dafür, so Friesch.
Seit 2022 ist er Generalsekretär der „Partei“ im Landesverband Baden-Württemberg und aktuell tätig in der Markt- und Sozialforschung beim Unternehmen Infratrend in München. Sorgen um fehlende Verwaltungskenntnisse macht er sich nicht: „Ich habe gedacht, wenn der Welser das kann, kann ich das auch“, so Friesch. Die kurzfristige Bewerbung hatte allerdings keine strategischen Gründe, wie man annehmen könnte: „Ich war lange recht faul“, gibt er zu. Erst, als die Deadline vor der Tür stand, machte er sich daran, die erforderlichen zehn Unterstützungsunterschriften einzuholen. Aber die Eile war es wert: „Irgendjemand muss den Job machen“, teilt Daniel Friesch mit, „wer wenn nicht ich?“
In seiner Freizeit ist er neben seinen politischen Aktivitäten als Sportwart im Bowlingclub Waiblingen tätig.
Das will „Die PARTEI“
Die Kurzbezeichnung „Die PARTEI“ steht für „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“. Sie wird oft als Satirepartei bezeichnet, da sie mit Ironie und schwarzem Humor aktuelle Politik parodiert, damit aber auch Missstände aufzeigt. Als Beispiel: Bei den Bundestagswahlen 2025 wollte „Die PARTEI“ eine radikale Reform des Arbeitsmarkts, einschließlich der Aufhebung altersbedingter Diskriminierung – auch Kinder sollen arbeiten dürfen.
