Blauzungenkrankheit in Reutlingen
: Schaf aus St. Johann ist erster Fall – Tier ist bereits gestorben

Die Blauzungenkrankheit ist im Landkreis Reutlingen angekommen. Beim ersten bekanntgewordenen Fall handelt es sich um ein Schaf aus St. Johann.
Von
swp/dpa
Kreis Reutlingen
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Ausbruch Blauzungenkrankheit: PRODUKTION - 22.08.2024, Niedersachsen, Aurich: Tierärztin Dr. Christiane de Boer behandelt zusammen mit dem Schäfer Jan Wilhelm Röpkes von der Blauzungenkenkeit befallene Schafe. Die dramatische Ausbreitung der Blauzungenkrankheit setzt sich in Niedersachsen fort. Viele Tiere sind geimpft, im Bestand sind aber noch Tausende ohne Schutz vor der Blauzungenkrankheit. (zu dpa: «Tausende Tiere gegen Blauzungenkrankheit geimpft») Foto: Lars Penning/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Eine Impfung gegen die Blauzungenkrankheit kann Tierleid verhindern.

Lars Penning/dpa

In kurzer Zeit hat sich die Blauzungenkrankheit in Deutschland ausgebreitet. In Baden-Württemberg wurden bisher Fälle aus zwölf Kreisen gemeldet. Seit Freitag, 30. August, ist bekannt, dass darunter auch der Kreis Reutlingen ist.

Wie Thomas Buckenmaier, Leiter des Kreisveterinär- und Lebensmittelüberwachungsamts, auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE präzisiert hat, handelte es sich dabei um ein erkranktes Schaf aus St. Johann. Es ist mittlerweile verstorben.

Experte: Impfung vermeidet Tierleid

Buckenmaier rät Viehhaltern dazu, Tiere schnell zu impfen, um Tierleid zu vermeiden. Auch wenn es sich um ein Präparat handelt, das noch ohne Zulassung und per Eilverordnung angewendet wird, weil die Krankheit mit einem neuen Serotyp ausgebrochen ist. Infizieren können sich vor allem Wiederkäuer. Das Virus wird von Mücken, sogenannten Gnitzen, übertragen. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich.