Bilanz des Blitzermarathons
: Mit 167 Sachen über die Alb

Rund 1.190 Geschwindigkeitsverstöße mussten von Polizei und Verkehrsbehörden während des Speedmarathons im Bereich des Polizeipräsidium Reutlingen beanstandet werden.
Von
swp
Reutlingen/Römerstein
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Blitzermarathon - Hessen: 09.04.2025, Hessen, Ehringshausen/Herborn: Ein LKW fährt auf der Autobahn an einem mobilen Blitzer vorbei. Im Rahmen des diesjährigen Speedmarathons werden Geschwindigkeitskontollen auf der Autobahn 45 (A45) zwischen Herborn und Ehringshausen durchgeführt. Foto: Christian Lademann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die beiden schnellsten Fahrer waren während des Blitzermarathons auf der B28 bei Römerstein unterwegs. Foto: Christian Lademann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Christian Lademann/dpa
  • 1.190 Geschwindigkeitsverstöße beim Speedmarathon in Reutlingen.
  • Zwei Fahrer auf der B28 führten mit 167 und 154 km/h.
  • 137 Beamte und 24 Mitarbeiter kontrollierten 42.000 Fahrzeuge.
  • 170 Verstöße führten zu Bußgeldern, 19 zu Fahrverboten.
  • Überhöhte Geschwindigkeit ursächlich bei 9 tödlichen Unfällen 2024.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Verkehrspolizei und die Polizeireviere im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen haben im Rahmen des europaweiten Speedmarathons am Mittwoch in enger Abstimmung mit den Landkreisen und Kommunen intensive Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Besonders im Fokus der Überwachungsmaßnahmen lagen dabei die gefahren- und unfallträchtigen Strecken in den vier Landkreisen Reutlingen, Esslingen, Tübingen und dem Zollernalbkreis.

Dieser Aktionstag war eingebettet in die ebenfalls europaweite Geschwindigkeitskontrollwoche vom 7. bis 13. April 2025.

Insgesamt wurden durch das Polizeipräsidium Reutlingen, das an diesem Tag rund 137 Beamtinnen und Beamte an 33 Kontrollstellen einsetzte, und den beteiligten Behörden, die mit 24 Mitarbeiter an 29 Kontrollstellen im Einsatz waren, die Geschwindigkeiten von knapp 42.000 Fahrzeugen gemessen. Während sich die ganz überwiegende Mehrheit der Verkehrsteilnehmer an die Geschwindigkeitsregeln hält, mussten dennoch 1.186 Fahrerinnen und Fahrer beanstandet werden. Dabei lag in 170 Fällen die Geschwindigkeitsüberschreitung im Anzeigenbereich, d.h. die Betroffenen erwartet mindestens ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro. 19 Fahrerinnen und Fahrer waren gar so viel zu schnell unterwegs, dass sie mit einem Fahrverbot rechnen müssen.

Rennstrecke auf Schwäbischer Alb

Einer der unrühmlichen Spitzenreiter war ein 44-Jähriger, der auf der B28 bei Römerstein mit seinem Audi A6 bei erlaubten 100 km/h rund 54 km/h zu schnell fuhr. Neben zwei Punkten in Flensburg erwartet ihn nun ein Bußgeld von mindestens 480 Euro und ein Monat Fahrverbot. Noch schneller unterwegs war ein 59 Jahre alter Fahrer eines Audi TT RS, der auf gleicher Strecke rund 67 km/h zu schnell fuhr. Zwei Punkte in Flensburg, ein Fahrverbot von zwei Monaten und ein Bußgeld von mindestens 600 Euro sind die zu erwartenden Folgen.

Zudem musste am Mittwoch ein Fahrer aus dem Verkehr gezogen werden, der unter Alkoholeinfluss stand, zwei Fahrer mussten ihre Autos stehen lassen, weil sie unter der Einwirkung von Drogen standen. Einen Punkt in Flensburg und ein Bußgeld von mindestens 100 Euro erwarteten 21 Fahrer oder Fahrerinnen, die mit dem Handy am Steuer ertappt wurden. Auch mussten 16 Verkehrsteilnehmer verwarnt werden, weil sie keinen Gurt angelegt hatten.

Verkehrstote und überhöhte Geschwindigkeit

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen verloren im vergangenen Jahr bei 36 Verkehrsunfällen 40 Menschen ihr Leben. In neun Fällen, also knapp einem Viertel der tödlichen Unfälle, war überhöhte Geschwindigkeit ursächlich oder mitursächlich. Deshalb wird die Geschwindigkeitsüberwachung weiterhin integraler Bestandteil der polizeilichen Arbeit zur Erhöhung der Sicherheit auf unseren Straßen sein. Die intensiven Kontrollen werden in der noch bis Sonntag laufenden Speedweek und auch darüber hinaus fortgesetzt.