Zwischen Sulz und Empfingen
: Einsatz nach Lkw-Brand auf A81 erfordert weiterhin Vollsperrung

Erst am Dienstagmorgen beginnt die Bergung des Tanklasters, der am Montag nach einem Unfall brannte. Er hatte mehrere Tausend Liter Lösungsmittel geladen.
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itz, cel, ik, ija
Sulz/Empfingen
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Auf der Mühlbachtalbrücke brennt ein Lkw.

Am Ende der Mühlbachtalbrücke bei Sulz am Neckar brennt ein Lkw.

Marcella Danner
  • Auf der A81 bei Renfrizhausen geriet ein Lkw am Montagnachmittag in Brand.
  • Beide Fahrtrichtungen sind für die Löscharbeiten seit 16:20 Uhr voll gesperrt.
  • Die Rauchwolke ist kilometerweit sichtbar, Feuerwehrkräfte sind im Dauereinsatz.
  • Der Tanklaster hat Lösungsmittel geladen.
  • Die Sperrung dürfte noch andauern, genaue Dauer ist derzeit nicht bekannt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Rauchwolke ist kilometerweit zu sehen: Am Montagnachmittag ist auf der Autobahn 81 auf Höhe Renfrizhausen, zwischen Sulz am Neckar (Kreis Rottweil) und Empfingen (Kreis Freudenstadt), ein Lkw in Brand geraten. Das Fahrzeug steht direkt am Ende der Mühlbachtalbrücke in Fahrtrichtung Singen. In beide Richtungen geht gar nichts mehr.

Die Einsatzkräfte werden nach Angaben einer Sprecherin des zuständigen Polizeireviers in Konstanz um 16.20 Uhr alarmiert. Bislang geht die Polizei davon aus, dass der Sattelzug ins Schlingern geraten und gegen die Leitplanke geprallt ist. In der Folge kippt er um und fängt Feuer. Der Fahrer kann sich selbstständig befreien und verletzt sich leicht.

Auch in Horb ist danach ständig die Feuerwehr zu hören, die an den Einsatzort ausrückt. Über die Warnapp „Nina“ werden Menschen aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Im Umkreis von zehn Kilometern um den Einsatzort sollen Lüftungsanlagen ausgeschaltet werden.

Unfall auf A81: Autofahrer sollen in den Fahrzeugen bleiben

Einige Leute haben ihre Fahrzeuge im Stau verlassen. Davor warnt die Polizei eindringlich, da noch Einsatzkräfte zum Brandort fahren und niemand den Rauch einatmen soll. Die Beamten fahren durch und rufen: „Bitte im Fahrzeug bleiben!“ Zeugen berichten zudem, dass es mehrmals laut geknallt hat.

Die Feuerwehr zapft den Mühlbach an, um genügend Wasser für die Löscharbeiten zu haben.

Die Feuerwehr stellte rundum die Löschwasserversorgung sicher.

Marcella Danner

Überall zwischen Renfrizhausen und Mühlheim versammeln sich Schaulustige. An den Feldwegen ringsum stehen die Leute und beobachten die Löscharbeiten und den dicken Qualm, der immer wieder aufsteigt. Der Löschschaum fliegt weiter über die anliegenden Felder hinweg. Die Einsatzkräfte legen eine Leitung vom Mühlbach nach oben, um genügend Wasser für die Löscharbeiten zu haben.

Lastwagen hat tausende Liter Lösungsmittel geladen

Der Lastwagen hatte nach Angaben der Feuerwehr Horb mehrere Tausend Liter Lösungsmittel geladen. Wie die Polizei später erklärt, handelt es sich um das organische Lösungsmittel Toluol. Aufgrund der brennenden Chemikalien kommt es bis in den Montagabend zu einer starken Rauchentwicklung.

Doch es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung. „Es werden fortlaufend Messungen im erweiterten Umfeld der Einsatzstelle durchgeführt – bislang wurden keine kritischen Werte festgestellt“, so die Feuerwehr. Die Warnhinweise für Anwohner bleiben am Abend weiter bestehen.

Ein Ende des Einsatzes ist nicht absehbar. Das Feuer konnte nach Angaben der Feuerwehr zwar unter Kontrolle gebracht werden, die Nachlöscharbeiten aber gestalten sich schwierig.

Nichts geht mehr auf der A 81, weil ein Lkw brennt.

Nichts geht mehr auf der A 81, weil ein Lkw brennt.

Marcella Danner

Nach Löscharbeiten müssen Lösungsmittel abgepumpt werden

Auch am Dienstagmorgen läuft der Einsatz noch, die Vollsperrung dauert an. Nachdem die Feuerwehr die Löscharbeiten in der Nacht beendet und den Tanklastzug heruntergekühlt hat, kommt die auf Chemiestoffe spezialisierte Werkfeuerwehr BASF ins Spiel: Da das geladene Lösungsmittel nicht vollständig verbrannt ist, wird dieses unter großem Aufwand umgepumpt.

Die Freiwillige Feuerwehr Horb am Neckar postet bis in den Morgen noch Updates von der Einsatzstelle: Nach den Umpumparbeiten kann die Bergung des Lkw beginnen, heißt es. Dann muss noch die Fahrbahn gereinigt werden. „Wie lange die Maßnahmen noch andauern, ist derzeit nicht absehbar“, so die Info gegen 6.30 Uhr.

Einsatz und Sperrung dauern an

Die Warnung der Bevölkerung wurde aufgehoben. Die Autobahn bleibt weiterhin in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt, der Einsatzort großräumig abgeriegelt. Laut Polizei muss noch verunreinigtes Erdreich abgetragen werden, teilte ein Sprecher am Morgen mit. Autofahrer müssen Umleitungen und Staus in Kauf nehmen. „Die Berge- und Reinigungsmaßnahmen an der Unfallstelle dauern nach wie vor an und werden voraussichtlich nicht vor dem Nachmittag beendet sein“, heißt es in einer Folgemitteilung der Polizei um 10.45 Uhr. Ob die Fahrbahnen danach wieder in beide Richtungen freigegeben werden können, sei noch fraglich. Insgesamt seien 400 Einsatzkräfte und 100 Fahrzeuge an den Arbeiten beteiligt.