Wirtschaft im Kreis Freudenstadt: Warnstreiks bei vier Firmen – IG Metall erhöht den Druck

Bei Bosch Rexroth in Horb gab es bereits zwei Warnstreiks.
IG Metall Freudenstadt- IG Metall meldet Warnstreiks bei Bosch Rexroth, Lauffer, Woodword L’Orange und Bürkle.
- Es gab Arbeitsniederlegungen am Dienstag, Donnerstag und Freitag – teils bis drei Stunden.
- Für Montag werden bei Woodword L’Orange erneut drei Stunden Warnstreik angekündigt.
- Forderungen: 5 Prozent mehr Geld, Gewinnbeteiligung und Sicherung von Beschäftigung.
- IG Metall kritisiert Arbeitgeberangebot: einmalige Zahlung 2027, 1,3 Prozent ab Juli 2028.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Mit Warnstreiks haben die Beschäftigten von Bosch Rexroth, Lauffer (beide Horb), Woodward L’Orange (Glatten) sowie Bürkle (Freudenstadt) „ein deutliches Zeichen in der laufenden Tarifrunde gesetzt“, heißt es in einer Pressemitteilung der IG Metall Freudenstadt.
Darin wird über die Warnstreiks berichtet: Bereits am Dienstag (3. November) legten die Beschäftigten von Woodward L’Orange für zwei Stunden die Arbeit nieder. Es folgte am Donnerstag (5. November) Bosch Rexroth für zwei Stunden. Am Freitag (6. November) streikten Angestellte von Bosch Rexroth erneut für drei Stunden sowie jene von Lauffer und Bürkle für jeweils zwei Stunden.
Am Montag (9. November) werden laut der Mitteilung erneut die Beschäftigten von Woodward L’Orange für drei Stunden zum Warnstreik aufgerufen. „Damit machen die Beschäftigten deutlich, dass sie eine spürbare Verbesserung ihrer Einkommen sowie eine Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg ihrer Unternehmen erwarten“, heißt es in der Mitteilung.
Beschäftigte wollen 5 Prozent mehr Geld
Die Beschäftigten in der Metall-Elektroindustrie kämpfen für 5 Prozent mehr Geld, für eine Gewinnbeteiligung in den Betrieben, in denen es gut läuft, und für eine Beschäftigungssicherung in den Betrieben, in denen es schlechter läuft. Die hohe Beteiligung verdeutliche die Entschlossenheit der Belegschaft, den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen, so die IG Metall.
„Die Kolleginnen und Kollegen haben klar gezeigt, dass sie hinter den tariflichen Forderungen stehen. Wer täglich mit hohem Engagement zum Unternehmenserfolg beiträgt, hat Anspruch auf eine gerechte Entgeltentwicklung. Die starke Beteiligung am Warnstreik ist ein deutliches Signal an die Arbeitgeber“, sagt Georg Faigle, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Freudenstadt.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwarten demnach von den Arbeitgebern ein verhandlungsfähiges Angebot, das den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den Leistungen der Belegschaften gerecht wird. Die Warnstreiks hätten gezeigt, dass die Bereitschaft, für gute Tarifabschlüsse einzustehen, ungebrochen hoch sei.
IG Metall findet Angebot vollkommen unzureichend
Das bislang vorliegende Angebot der Arbeitgeber werde den Erwartungen und Bedürfnissen der Beschäftigten in keiner Weise gerecht. Vorgesehen ist eine Einmalzahlung von 1 Prozent des durchschnittlichen tariflichen Jahresbruttoentgelts im Juli 2027. Nach Angaben des Arbeitgeberverbandes entspricht dies etwa 700 Euro. Diese Zahlung soll nur dann erfolgen, wenn eine Nettoumsatzrendite von mindestens 2,3 Prozent erzielt wird. Zusätzlich bieten die Arbeitgeber erst ab Juli 2028 eine Entgelterhöhung von 1,3 Prozent an.
Für Georg Faigle ist dieses Angebot vollkommen unzureichend: ,,Während die Lebenshaltungskosten weiterhin deutlich steigen, sollen die Beschäftigten mit einer einmaligen Zahlung und einer minimalen tabellenwirksamen Erhöhung im Juli 2028 abgespeist werden. Das bedeutet einen realen Kaufkraftverlust und vergrößert die finanziellen Sorgen vieler Kolleginnen und Kollegen. Wer täglich zum Unternehmenserfolg beiträgt, verdient mehr Wertschätzung als dieses Angebot zum Ausdruck bringt.“

