Wirtschaft
: Bosch Rexroth hält Umsatz stabil und sieht Perspektive für Wachstum

Horbs größter Arbeitgeber Bosch Rexroth hat seine Geschäftszahlen für das Jahr 2025 präsentiert. Neben einem Umsatz von 6,45 Milliarden Euro ist das Plus im Auftragseingang auffällig.
Von
NC
Lohr am Main
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Das Firmengebäude von Bosch Rexroth an den Kelterwiesen in Horb.

Das Firmengebäude von Bosch Rexroth an den Kelterwiesen in Horb.

Moritz Hagemann (Archiv)
  • Bosch Rexroth hält den Umsatz stabil bei rund 6,5 Milliarden Euro – wechselkursbereinigt plus 0,9.
  • Auftragseingang wächst um 8,9 Prozent auf rund 6,6 Milliarden Euro und übertrifft den Umsatz.
  • Wachstum in Asien, Afrika, Australien und Europa; in Deutschland geht der Umsatz leicht zurück.
  • Unternehmen stellt China-Geschäft neu auf, stärkt Japan und passt das Portfolio fortlaufend an.
  • Für dieses Jahr erwartet der Konzern leichtes Wachstum, warnt aber vor geopolitischen Risiken.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Bosch Rexroth einen Umsatz von rund 6,5 Milliarden Euro. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in Lohr am Main, das 940 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Horb beschäftigt, am Dienstag mit. Damit sei es gelungen, das Geschäft trotz des anhaltend schwierigen Umfelds auf Vorjahresniveau zu halten.

Der Umsatz lag 1,4 Prozent unter dem Vorjahreswert (6,54 Milliarden Euro) und habe sich im Vergleich zu den besonders starken Jahren 2022 und 2023 (7 und 7,5 Milliarden Euro) auf niedrigerem Niveau stabilisiert. Wechselkursbereinigt ist der Umsatz um 0,9 Prozent gestiegen. Ein leichtes Wachstum gab es nach Firmenangaben in Asien, Afrika, Australien sowie in Europa – allerdings ohne Deutschland. Im umsatzstärksten Land ist der Umsatz leicht zurückgegangen.

Ein deutliches Wachstum gab es laut der Mitteilung im Auftragseingang, der um 8,9 Prozent auf rund 6,6 Milliarden Euro stieg – und somit erstmals seit 2022 wieder den Umsatz übertraf. Den stärksten Zuwachs habe China verzeichnet. In Europa und Deutschland seien ebenfalls deutlich mehr Aufträge eingegangen. Für das laufende Geschäftsjahr erwarte Bosch Rexroth ein leichtes Wachstum – vorausgesetzt, die geopolitische Lage eskaliere nicht weiter.

China-Geschäft neu aufgestellt

„Das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld bleibt eine Herausforderung. Außerdem drängen Wettbewerber aus Asien auf unsere Heimatmärkte“, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Jochen Peter. „Innovationskraft, Kundennähe, Anpassungsfähigkeit und Kostenbewusstsein sind deshalb auch zukünftig wichtige Erfolgsfaktoren.“ So habe das Unternehmen sein Geschäft in China neu aufgestellt, die Aktivitäten in Japan gestärkt und das Portfolio fortlaufend angepasst.

Und auch dieses Jahr sieht es ganz gut aus: „Der bisherige Auftragseingang liegt ähnlich wie im vergangenen Jahr über den Vorjahreswerten, der Umsatz zieht entsprechend behutsam an“, sagt der Finanzchef Holger von Hebel, der am 1. Juli von Volker Schiek abgelöst wird. Zugleich bleibe der Kostendruck hoch: „Wir arbeiten daher kontinuierlich an Kostensenkungen.“

Die Investitionen in Maschinen, Anlagen und Gebäude sowie in Forschung und Entwicklung beliefen sich laut der Mitteilung 2025 auf rund 560 Millionen Euro. In deutsche Werke – unter anderem in Horb – investierte Bosch Rexroth demnach 57 Millionen Euro. Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 31.900 Menschen (700 weniger als im Jahr zuvor), davon 13.200 in Deutschland.