Waldkindergarten
: Von der Bücherei bis zum Schütteturm in Horb

Im Waldkindergarten ist richtig was los: Bei mehreren Ausflügen lernten die Kinder so manches kennen.
Von
NC
Horb

Die Waldkindergartenkinder besuchen den Schütteturm, wo es viel über Horbs Vergangenheit zu hören gab.

Kindergarten

Die Waldkinder machten sich Anfang Juli mit ihren Fachkräften auf den Weg in die Stadt. Im Burggarten gab es erst einmal eine Vesperpause, bevor die Gruppe weiter zur Stiftskirche ging. Die Kinder hörten die Glocken läuten und bestaunten den Altarraum, die vielen Figuren und auch die Orgel.

Danach ging es weiter Richtung Rathausplatz, wo die bemalten Fassaden bewundert wurden. Endlich am Ziel angekommen, begrüßte Sandra Kramer die Besucher in der Stadtbücherei. Sie hörten eine lustige Geschichte von der Kuh Lieselotte und durften sich in der Bücherei umsehen, verschiedene Bilderbücher aus den prall gefüllten Regalen nehmen und gemütlich anschauen. Der Rückweg war zwar steil, aber gut machbar. Unterwegs entdeckten sie einen Natur-Bienenstock und trafen Kinder vom St. Leonhard Kindergarten.

Mitte Juli durften die Waldkinder den Jäger Wolfgang Albrecht mit Hündin Polly begrüßen. Gut gerüstet ging es los in den Wald. Sie entdeckten allerlei Tiere und mit einer Musikbox spielte Albrecht die Tiergeräusche ab. Möglichst viel im Schatten gab es interessante Infos und Geschichten vom Jäger zu hören, beispielsweise welche Feinde die von ihm versteckten Tiere haben, was sie gerne fressen und wie sie leben. Auch erklärte er, wieso ein Jäger manche Tiere jagt und was der Sinn dahinter ist. Im Spiel „Fuchs und Hase“ konnten die Kinder es anschaulich verstehen.

Als Jäger hatte er verschiedene Pfeifen dabei, mit denen beispielsweise ein Reh angelockt werden kann. Auch durfte jedes Waldkind durch Albrechts Fernglas in die Weite schauen. Ebenfalls durften sie probieren, wie er die Windrichtung bestimmt - nämlich mithilfe von Seifenblasen. Ebenso zeigte er unterschiedliche Geweihe und ein Wildschweingebiss. Wieder zurück bei der Kolpinghütte durften sie in den neuen, von der Jägervereinigung Freudenstadt ausleihbaren Anhänger schauen. Viele ausgestopfte Waldtiere entdeckten sie da - auch den Eichelhäher und den Mäusebussard. Albrecht zeigte verschiedene Felle, vom Fuchs, Dachs oder Marder.

Ende Juli ging es mit Heinrich Raible zum Schütteturm. Er erzählte viele Dinge zum Turm und Horbs Vergangenheit. Er hatte auch zwei Bilder dabei, welche die Stadtmauer, die einst Horb Schutz bot, zeigte. Die drei „Mäusebussards“ (Vorschüler) durften dann mit Raible ganz nach oben in den Schütteturm. Das war aufregend, es gab Nester und Vogeleier zu sehen und eine klasse Aussicht bis zur Burg Hohenzollern. Sie hatten Ferngläser und ein Monokular dabei, so konnten sie alles ganz genau beobachten, auch die „Eichelhäher“ (Mittlere) und „Buchfinken“ (Kleinen), die ihnen von unten zuwinkten. Diese durften die Stufen bis zum Eingang emporklettern und wenn sie selbst mal „Mäusebussards“ sind, hat Raible zugesichert, dass sie auch ganz nah oben gehen dürfen.