Waldkindergarten in Hallwangen
: Neues Schutzgebäude bietet bis zu 40 Kindern Platz

Das Waldkindergartengebäude in Hallwangen wurde feierlich eröffnet. Bürgermeister Bernhard Haas blickte auf den intensiven Planungsverlauf zurück.
Von
red/pm
Dornstetten-Hallwangen
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Waldkindergarten Hallwangen

Das neue Gebäude des Waldkindergartens in Hallwangen.

Stadt Dornstetten
  • Waldkindergarten Hallwangen eröffnete neues Schutzgebäude mit Platz für bis zu 40 Kinder.
  • Zwei Gruppenräume für je 20 Kinder, dazu Sanitär, Technik, Lager und Büro/Mitarbeiterraum.
  • Standortsuche und Genehmigungen dauerten rund sechs Jahre – Kosten rund 800.000 Euro.
  • Entscheidung für festes Gebäude fiel im März 2025, Bau startete im Frühjahr 2026.
  • Einweihung: Dank an Träger Kinderwerkstatt Eigen-Sinn, Architekten und Eltern; Apfelbaum geschenkt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach rund sechs Jahren Planung und zahlreichen bürokratischen Hürden ist das neue Waldkindergartengebäude in Hallwangen seiner Bestimmung übergeben worden. Das moderne Schutzgebäude bietet bis zu 40 Kindern Platz und ermöglicht eine naturnahe pädagogische Arbeit mit direktem Zugang zum stadteigenen Wald, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Bei der Einweihungsfeier begrüßte die Geschäftsführerin der Kinderwerkstatt Eigen-Sinn und Vertreterin des Kindergartenträgers, Dina Bühler, die Gäste und bezeichnete die Eröffnung als „denkwürdigen und vor allem freudigen Tag“. Insbesondere für die Kinder der Gesamtstadt Dornstetten, aber auch für das Kindergartenteam gehe mit der Fertigstellung des neuen Gebäudes ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung.

Der Kindergartenbetrieb war bereits im Herbst 2022 mit zunächst zwei Kindern gestartet. Nun steht eine moderne Einrichtung mit bis zu 40 Plätzen zur Verfügung. Das Gebäude umfasst zwei helle Gruppenräume für jeweils bis zu 20 Kinder. Ergänzt werden diese durch weitere Funktionsbereiche, Sanitäranlagen, einen Technikraum, Abstellmöglichkeiten sowie ein separates Büro beziehungsweise einen Mitarbeiterraum. Im Außenbereich gibt es viel Platz für Bewegung und Entdeckungen in der Natur.

Bürgermeister Bernhard Haas stellte in seiner Festansprache noch einmal den intensiven Planungsverlauf bis zum jetzigen Freudentag vor.

Von der Bedarfsplanung bis zum Neubau

Die ersten Überlegungen zum Projekt „Waldkindergarten“ entstanden demnach bereits 2020. Angesichts geburtenstarker Jahrgänge suchte die Stadt damals nach Möglichkeiten, fehlende Kindergartenplätze möglichst schnell und kostengünstig bereitzustellen. Die zunächst erwartete schnelle Umsetzung ließ sich jedoch nicht verwirklichen.

Waldkindergarten Hallwangen

Bürgermeister Bernhard Haas bei seiner Ansprache.

Stadt Dornstetten

„Wenn ich auf die vergangenen sechs Jahre zurückblicke, wurden wir eines Besseren belehrt“, so der Bürgermeister. Das Ergebnis bestätige allerdings das Sprichwort: „Was lange währt, wird endlich gut.“

Nachdem der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt hatte, das Konzept eines Waldkindergartens näher zu untersuchen, fanden erste Gespräche mit dem damaligen Geschäftsführer der Kinderwerkstatt Eigen-Sinn, Hans-Martin Haist, statt. Seine langjährige Erfahrung unterstützte die Planungen von Beginn an wesentlich. Im Sommer 2021 wurde die Trägerschaft dann offiziell der Kinderwerkstatt übertragen.

Standortsuche zunächst schwierig

Als besonders schwierig erwies sich die Suche nach einem geeigneten und genehmigungsfähigen Standort. Mehrere Möglichkeiten wurden geprüft, bewertet und mit Grundstückseigentümern sowie den beteiligten Genehmigungsbehörden erörtert. Erst Mitte 2024 fiel die Entscheidung für den jetzigen Standort in der Musbacher Straße in Hallwangen. Das betreffende Grundstück hatte die Stadt kurz vorher erworben.

Auch danach waren weitere planungsrechtliche Schritte notwendig: Für die Schutzunterbringung musste die Bauleitplanung durchgeführt werden. Erst nach Inkrafttreten des Bebauungsplans konnte der Bauantrag gestellt werden. Zusätzlich war die Erschließung des Grundstücks erforderlich.

Entscheidung für dauerhaftes Schutzgebäude

Parallel zum Bebauungsplanverfahren wurde darüber beraten, ob ein Bauwagen oder ein festes Schutzgebäude errichtet werden sollte. Aufgrund einer längeren Nutzungsdauer, gestiegener Anforderungen an Naturkindergärten und baurechtlicher Vorgaben entschied sich der Gemeinderat schließlich im März 2025 für letzteres. Mit der darauffolgenden Planung wurde das Architekturbüro Asal Architekten aus Baiersbronn beauftragt.

Die ersten Vergabeentscheidungen wurden unmittelbar nach Erteilung der Baugenehmigung im Herbst 2025 getroffen. Im Frühjahr 2026 begannen die Bauarbeiten, die nun fristgerecht abgeschlossen werden konnten.

Die Gesamtkosten der Maßnahme beliefen sich nach Angaben der Stadt Dornstetten auf rund 800.000 Euro. Davon entfielen etwa 250.000 Euro auf die Erschließung und rund 550.000 Euro auf den eigentlichen Neubau.

Dank an alle Beteiligten

In seiner Ansprache dankte der Bürgermeister den Mitgliedern des Gemeinderats und des Ortschaftsrats Hallwangen, die das Vorhaben mit Beschlüssen, Vergabeentscheidungen und zahlreichen Beratungen begleitet hatten.

Ein besonderer Dank galt der Kinderwerkstatt Eigen-Sinn. Gewürdigt wurden außerdem das Architekturbüro Asal Architekten mit Jochen Asal, Sonia Schroeder und Magdalena Creuzberger sowie alle beteiligten Handwerksbetriebe und Firmen.

Auch dem Rathaus-Team, insbesondere Bauamtsleiter Alexander Mönch und seinem Team sowie Ronja Fritz, sprach der Bürgermeister seinen Dank aus. Ebenso würdigte er die Unterstützung der Eltern, unter anderem beim Umzug und bei der Vorbereitung der Einweihungsfeier.

Waldkindergarten Hallwangen

Blauer Himmel und Sonnenschein zur Eröffnung.

Stadt Dornstetten

Zum Abschluss überreichte Haas Blumensträuße an die Geschäftsführerin der Kinderwerkstatt, Dina Bühler, und an die Kindergartenleiterin Daniela Schmidt. Als Zeichen der Zusammenarbeit schenkte der städtische Kindergarten Hallwangen der Einrichtung außerdem einen Apfelbaum. Dieser solle für eine langfristige und erfolgreiche Kooperation stehen und symbolisch dazu beitragen, dass der Waldkindergarten in Hallwangen „tiefe Wurzeln schlagen“ könne.

Für die Zukunft wünschte der Bürgermeister der Einrichtung viel Erfolg und dass sie Kindern dauerhaft einen Ort biete, an dem sie die Natur erleben, erforschen und verstehen können.