Von Ben Hur zu Star Wars: Göttelfinger Musikverein präsentierte verschiedene Epochen der Filmgeschichte

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Nicht gesetzt„Nach einer zweijährigen Pause sind wer sehr stolz darauf, in diesem Jahr wieder eine Jugendkapelle präsentieren zu können“, freute sich Simone Schüßler, eine der Vorsitzenden des Musikvereins. Sie gratulierte den D1- und D2-Teilnehmern zur bestandenen Prüfung (wir berichteten). Corinna Jöchle dankte den aktiven Musikern Stefan Flaig, Lisa Jöchle und Alexander Meixner für ihr Mitspielen bei der Jugend. Die Kinder stimmten ein und dankten Corinna sowie Lisa Jöchle: „Wäret ihr net da gewesen, dann wärs Publikum nach dem ersten Ton schon geflohen.“
Ernster wurde es beim ersten Stück der aktiven Musiker, die unter der Leitung von Helmut Kiefer „Ben Hur“ musikalisch umsetzte. Sarah Huzel führte in die Themen der jeweiligen Musikstücke ein und überraschte durch ihre Filmauswahl. Beispielsweise folgte auf „Ben Hur“ die zauberhafte Welt von „Harry Potter“. Die Musiker brachten die Töne so geschickt in Einklang, dass die Zuschauer jeden Moment herumfliegende Besen oder andere Zauberwesen erwarteten. Auch bei der Filmmusik von „Titanic“ spürten die Zuhörer die Liebe zwischen den Hauptdarstellern Jack und Rose. Als das Blech immer kräftiger wurde, erkannte das Publikum die Wende – die Titanic hatte den Eisblock gerammt und ging unter. Viel Applaus hatten sich die Musiker verdient, die vor der Pause noch einen Ehrungsblock einschoben (wir berichten morgen). Fünf von fünf MVG-Sternen (Musikverein-Göttelfingen-Sternen) bekam die Filmmusik von „Robin Hood“ in den Sparten Action und Atmosphäre. Mit viel Hingabe brachten die Musiker diese zur Geltung. Bei „The Sound Of Music“ hatte der Musikverein eine besondere Überraschung: „Die Sängerin Claire Brittain vertont live die Hauptrolle der Maria von Trapp“, versprach Sarah Huzel. Große Augen bekamen die Zuhörer, als Claire Brittain in einen Jodel-Gesang umschwenkte. Mit viel Freude und Gefühl setzte sie „Do-Re-Mi“, „Climd Evry Mountain“, „So long Farewell“ und „Edelweiß“ um. Viel Applaus erhielten die Musiker und die Sängerin, die mit Blumen beschenkt wurde, für die Darbietung.
Die lustige Stimmung schlug bei dem nachdenklichen Stück zu „Schindlers Liste“ um, denn die Musiker versetzten das Publikum in die Zeit des Dritten Reiches. Begriffe wie Hoffnung, Verzweiflung und Menschlichkeit wurden zu Musik. Um die Geschmäcker des gemischten Publikums zu bedienen, folgte die bekannte Miss-Marple-Melodie. Kriminalisiert wurde in der Göttelfinger Halle. Das nächste Abenteuer wartete mit „Indiana Jones“.
Viele Dankesworte richtete Simone Schüßler an alle Helfer. Ein großes Dankeschön erhielt auch Dirigent Helmut Kiefer, der plötzlich verschwunden schien und als Polizist wiederkehrte. Dank der Unterstützung des Musikvereins brachte er mit der Serienmusik von „Police Academy“ alles auf Spur. Der Applaus wollte nicht enden und so spielte die Musikkapelle eine zweite Zugabe, bei der Claire Brittain nochmals ans Mikro trat. Am Schluss hatte der Musikverein „Eintracht“ Göttelfingen musikalisch und gedanklich durch die verschiedenen Epochen der Filmgeschichte geführt und das Publikum wieder in die Korntalhalle zurückgebracht.